Algarve News: 04. bis 10. Mai 2020

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 19/2020: Coro­na-Update: Nur ein neu­er Fall an der Algar­ve | Algar­ve: Arbeits­lo­sen­zah­len stei­gen | Mon­chi­que: Sau­be­rer dank Ozon | Mas­ken­fäl­scher haben Hoch­kon­junk­tur | Por­tu­gie­sen mit Regie­rung zufrie­den | Covid-App nur mit Daten­schutz | Aben­teu­er Restau­rant­be­such – die neu­en Regeln | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

  • Covid-19: Todes­zah­len fal­len wei­ter :Covid-19: Todeszahlen fallen weiter
    Coro­­na-Update der Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit DGS: An der Algar­ve (335) und im Alen­te­jo (220) gibt es jeweils zwei wei­te­re Fäl­le von Covid-19. Die Zahl der Todes­op­fer hat sich in den bei­den Regio­nen nicht ver­än­dert, es blei­ben 13 an der Algar­ve und einer im Alen­te­jo. Lan­des­weit sind nun 25.702 Fäl­le (+178) und 1074 Todes­fäl­le (+11) bestä­tigt. …
  • Covid-19: Wie hoch ist die Dun­kel­zif­fer an der Algar­ve? :Covid-19: Wie hoch ist die Dunkelziffer an der Algarve?
    Coro­­na-Update der Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit DGS: Die Zahl der bestä­tig­ten Covid-19-Fäl­­le an der Algar­ve stieg um einen auf jetzt 343. Die Fall­zahl im Alen­te­jo liegt wei­ter bei 220. Im gan­zen Land gibt es 26.715 bestä­tig­te Fäl­le (+533) sowie 1105 Todes­fäl­le (+16). Eine aktu­el­le Pilot­stu­die des Bio­me­di­zi­ni­schen Zen­trums der Algar­ve und der Stif­tung Cham­pa­li­maud geht unter­des­sen …

 

Corona-Update: Nur ein neuer Fall an der Algarve

Coro­na-Update der Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit (DGS): Aus der Algar­ve wird heu­te nur ein neu­er Fall von Covid-19 gemel­det (jetzt 346). Im Alen­te­jo sind 235 Men­schen infi­ziert – genau­so vie­le wie ges­tern. Im gan­zen Land stieg die Zahl der bestä­tig­ten Fäl­le um 175 auf 27.581, die der Todes­fäl­le nur leicht um 9 auf 1135. Den jeweils aktu­el­len Stand der Infek­tio­nen an der Algar­ve ver­öf­fent­licht Sul Infor­ma­ção täg­lich auf einer inter­ak­ti­ven Kar­te. Basis sind die Daten der DGS, aber auch eige­ne Recher­chen der Zei­tung in der Regi­on.

Foto: PAJ

Algarve: Arbeitslosenzahlen steigen

Algar­ve und Alen­te­jo waren die Fest­lands­re­gio­nen mit dem höchs­ten Anstieg der Zahl der Arbeits­lo­sen pro tau­send Ein­woh­ner im Monat März im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum. Nach Anga­ben des Natio­na­len Insti­tut für Sta­tis­tik INA betrug der Zuwachs in der Algar­ve 152,5%, im Alen­te­jo 57,5%. Der lan­des­wei­te Durch­schnitt der Arbeits­lo­sen zwi­schen 15 und 64 Jah­ren pro tau­send Ein­woh­ner lag bei 8,2, in der Algar­ve war er mit 16 fast dop­pelt so hoch, im Alen­te­jo erreich­te er 10,5.

 

Monchique: Sauberer dank Ozon

Im Rah­men ihres Rei­ni­gungs- und Des­in­fek­ti­ons­plan setzt die Stadt­ver­wal­tung von Mon­chi­que zusätz­lich spe­zi­el­le Ozon-Gene­ra­to­ren zur Rein­hal­tung von Luft und Ober­flä­chen ein. Sie gewähr­leis­ten die Des­in­fek­ti­on aller Arten von Ober­flä­chen, auch der schwie­rigs­ten, wie z.B. Tex­ti­li­en, Tep­pi­che, Holz, Kunst­stof­fe, Bett­de­cken, Vor­hän­ge, Wän­de, Decken, Stoff­be­zü­ge und wer­den in Unter­neh­men, Geschäf­ten, Fahr­zeu­gen der Stadt­ver­wal­tung sowie in Schu­len und städ­ti­schen Kin­der­ta­ges­stät­ten ein­ge­setzt. Nach Aus­kunft der Behör­den sind die Gerä­te umwelt­freund­lich, weil sie kei­ne Reagen­zi­en benö­ti­gen, sie beschä­di­gen kei­ne Mate­ria­li­en oder Ober­flä­chen und sind wirk­sam gegen Bak­te­ri­en, Pil­ze und Viren ein­schließ­lich SARS-COV2.

Foto: CM Mon­chi­que

 

Maskenfälscher haben Hochkonjunktur

Die durch das neue Coro­na­vi­rus aus­ge­lös­te Pan­de­mie hat zu einem gro­ßen Bedarf an per­sön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung (PSA) geführt. Die Behör­de für Lebens­mit­tel- und Wirt­schafts­si­cher­heit (ASAE) warnt jetzt vor dem Kauf gefälsch­ter Mas­ken im Inter­net. Auf zahl­rei­chen sozia­len Netz­wer­ken oder auf Wer­be­sei­ten wer­den Mas­ken angeb­lich von Luxus­mar­ken wie Luis Vuit­ton oder Pra­da, von belieb­ten Fuß­ball­ver­ei­nen oder Auto­fir­men, zu Prei­sen bis zu 60 Euro pro Stück ange­bo­ten. „Inter­na­tio­na­le Fäl­scher­ban­den haben sich an die Pan­de­mie­zei­ten ange­passt“, teilt die Behör­de mit und warnt zu gleich, dass "der­ar­ti­ge Mas­ken nicht zer­ti­fi­zei­ert sei­en und beim Trä­ger ein fal­sches Sicher­heits­ge­fühl ver­mit­teln könn­ten“. ASAE ste­he zu die­sem The­ma in stän­di­gem Kon­takt mit inter­na­tio­na­len Poli­zei­be­hör­den wie EUROPOL, INTERPOL und OLAF, die die­se Phä­no­me­ne auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne über­wa­chen. Die ASAE gehe nicht nur gegen den Ver­kauf von gefälsch­ten FFP2- und FFP3-Mas­ken vor, die den Anfor­de­run­gen nicht genü­gen, son­dern auch gegen den Ver­kauf von gefälsch­ten Medi­ka­men­ten, die Wun­der­hei­lun­gen gegen das Virus ver­spre­chen.

Gefäsch­te Mas­ken, schick und teu­er, aber nutz­los.
Foto: ASAE

 

Umfrage: Portugiesen mit Regierung zufrieden

64,2% der Por­tu­gie­sen hal­ten die Ent­schei­dun­gen der Regie­rung im Rah­men des Not­stan­des für „ange­mes­sen“, nur 11% für "kaum ange­mes­sen". Das ergab eine aktu­el­le Umfra­ge des Markt­for­schungs­in­sti­tu­tes Euro­son­da­gem von Anfag Mai 2020. Den vor­an­ge­gan­ge­nen Aus­nah­me­zu­stand betrach­te­ten sogar 75% als "gut für das Land", ledig­lich 15,5% als "falsch für das Land". Knapp über 75% der Por­tu­gie­sen glau­ben aber auch, dass sich die Coro­na-Pan­de­mie schwer­wie­gend auf Wirt­schaft und Beschäf­ti­gung aus­wirkt.

Umfrage II: Tracking-App nur mit Anonymität

Die Mehr­zahl der Por­tu­gie­sen steht der Nut­zung einer Tracking-App zur Bekämp­fung der Coro­na-Pan­de­mie posi­tiv gegen­über. Das hat eine Unter­su­chung des Ver­brau­cher­schutz­ver­ban­des DECO erge­ben. "Die über­wie­gen­de Mehr­heit der Befrag­ten erkennt die Nütz­lich­keit einer Anwen­dung an, die die Rück­ver­fol­gung von Kon­tak­ten ermög­licht, indem sie Warn­mel­dun­gen an die Benut­zer sen­det, wenn die­se ein Gebiet betre­ten, in dem mit dem Coro­na­vi­rus infi­zier­te Per­so­nen zir­ku­lie­ren, oder nach einem Kon­takt mit infi­zier­ten Per­so­nen, zum Bei­spiel in einem öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel oder in einer kom­mer­zi­el­len Ein­rich­tung", erklärt der Ver­band. Fast 80% der Befrag­ten wür­den danach eine sol­che Anwen­dung benut­zen, aller­dings nur unter der Vor­aus­set­zung, dass die Anony­mi­tät gewahrt bleibt. Die meis­ten Befrag­ten glau­ben jedoch, dass es mög­lich ist, tech­no­lo­gi­sche Lösun­gen zu fin­den, die zwar die Ver­wen­dung per­sön­li­cher Daten zur Bekämp­fung des Coro­na­vi­rus erlau­ben, aber gleich­zei­tig die Per­sön­lich­keits­rech­te der Bür­ger respek­tie­ren".

App ja, aber nur mit aus­rei­chend Daten­schutz.
Foto: ppl­wa­re

 

Restaurantbesuch wird zum Abenteuer

Am 18. Mai dür­fen in Por­tu­gal die Restau­rants wie­der öff­nen. Doch vor den kuli­na­ri­schen Genuss hat der Gesetz­ge­ber jede Men­ge Hin­der­nis­se für Kun­den und Besit­zer ein­ge­baut. Die Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit DGS hat jetzt in Abstim­mung mit den Hotel- und Tou­ris­mus­ver­bän­den einen eben­so ambi­tio­nier­ten wie detail­lier­ten Leit­fa­den für den künf­ti­gen Restau­rant­be­trieb ver­öf­fent­licht. Kun­den, Mit­ar­bei­ter und Besit­zer sind dann zu zahl­rei­chen Maß­nah­men ver­pflich­tet, die wir hier kurz doku­men­tie­ren:

Für Unternehmen/Restaurants:

  • Erstel­lung eines Not­fall­plans und ent­spre­chen­de Schu­lung der Mit­ar­bei­ter
  • Reduk­ti­on der Kapa­zi­tät im Innen­be­reich und auf der Ter­as­se), um den Abstand von zwei Metern zu gewähr­leis­ten. Die maxi­ma­le Kapa­zi­tät der Personen/Dienstleistungen in der Ein­rich­tung muss in einem sepa­ra­ten, für die Öffent­lich­keit sicht­ba­ren Doku­ment aus­ge­wie­sen wer­den
  • Vor­rang für Ter­as­sen­be­trieb und Take Away Ser­vice
  • Plat­zie­rung von  Stüh­le und Tische, dass zwi­schen den Per­so­nen ein Abstand von min­des­tens zwei Metern ein­ge­hal­ten wird
  • För­de­rung und Unter­stüt­zung von Vor­he­ri­ger Reser­vie­rung
  • Ein­satz von lami­nier­ten Stan­dard­spei­se­kar­ten, die regel­mä­ßig des­in­fi­ziert wer­den kön­nen
  • Kei­ne Steh­plät­ze, Selbst­be­die­nung und Buf­fets
  • Bei Anfra­gen und Zah­lun­gen am Tre­sen müs­sen die Kun­den einen Abstand von 2 Metern ein­hal­te
  • Bereit­stel­lung von Des­in­fek­ti­ons­mit­teln im Ein­gangs­be­reich
  • Aus­stat­tung der sani­tä­ren Ein­rich­tun­gen mit Sei­fe und mit Ein­weg-Papier­hand­tü­chern, Zugang ohne Berüh­rung der Türen gewäh­leis­ten
  • Sicher­stel­lung einer ange­mes­se­nen Des­in­fek­ti­on aller Ober­flä­chen (z.B. Türen, Häh­ne und Grif­fe) min­des­tens 6x täg­lich;
  • Bereit­stel­lung von farb­co­dier­ten Tücher, vor­zugs­wei­se Ein­weg­tü­cher: Blau: Arbeits­plat­ten, Tische, Stüh­le, Stüh­le in Restau­rants und Büros, u.a.; Grün: Ess­ti­sche und Berei­che für die Zube­rei­tung von Spei­sen; Gelb: Wasch­be­cken in Toi­let­ten; Rot: Außen­sei­te der Toi­let­ten (die Innen­sei­te soll­te mit Rei­ni­gungs­mit­tel auf Des­in­fek­ti­ons­ba­sis ein­ge­rie­ben wer­den);
  • Regel­mä­ßi­ge Des­in­fek­ti­on der Rei­ni­gungs­ma­te­ria­li­en wie Eimer und der Boden­wi­scher

Für Mit­ar­bei­ter:

  • Des­in­fek­ti­on der Hän­de nach jedem Kun­den
  • Mas­ken­pflicht wäh­rend der Arbeits­zeit
  • Abstand von zwei Metern ein­hal­ten
  • Des­in­fek­ti­on von Geschirr, Glä­sern, Besteck und ande­ren Uten­si­li­en im Geschirr­spü­ler mit Spül­mit­tel bei hoher Tem­pe­ra­tur (80–90 Grad)
  • Nur Ein­mal­ver­wen­dung von Hand­schu­hen

Für Kun­den:

  • Hand­hy­gie­ne mit einer alko­ho­li­schen Lösung oder mit Sei­fe und Was­ser am Ein- und Aus­gang der Ein­rich­tung
  • Abstand von min­des­tens zwei Metern zu ande­ren Gäs­ten hal­ten, die­se Regel gilt nicht für Per­so­nen, die am sel­ben Tisch sit­zen;
  • Nies­eti­ket­te ein­hal­ten
  • Mas­ke tra­gen bei Take-away-Ser­vice
  • Das Berüh­ren von Ober­flä­chen und Gegen­stän­den ver­mei­den
  • Zah­lung per Kar­te
Foto: LUSA

 

Nachrichten aus Polizei und Justiz

Tavira: Verhaftung wegen Drogenhandels

Die Poli­zei hat am 5. Mai in Tavi­ra einen 44-jäh­ri­gen Mann wegen Dro­gen­han­dels ver­haf­tet. Bei einer Fahr­zeug­kon­trol­le wur­den 275 Por­tio­nen Hero­in und zwei Por­tio­nen Koka­in beschlag­nahmt. Der 29-jäh­ri­ge Fah­rer wur­de eben­falls ver­haf­tet, weil er ohne lega­len Füh­rer­schein fuhr.

Foto: GNR

Tavira und Vila Nova de Cacela: Illegaler Waffenbesitz und Drogenhandel

Am 6. Mai hat die Poli­zei in Tavi­ra und Vila Nova de Cace­la zwei Män­ner, 44 und 47 Jah­re alt, wegen Besit­zes einer ver­bo­te­nen Waf­fe und Dro­gen­han­dels ver­haf­tet. Im Rah­men der der Ermitt­lun­gen zu einem Raub­über­fall wur­den bei zwei Haus­durch­su­chun­gen in den Woh­nun­gen der Ver­däch­ti­gen fol­gen­des Mate­ri­al beschlag­nahmt wur­de: Eine Schuss­waf­fe im Kali­ber 6,35 mm; zwei Alarm­pis­to­len; ein aus­zieh­ba­rer Schlag­stock; neun Dosen Hero­in; zwei Dosen Koka­in.

Foto: GNR

Figueira da Foz : Leiche geborgen

Am 6. Mai wur­de in einem fel­si­gen Gebiet am Strand von Cabo Mon­de­go in Figuei­ra da Foz die Lei­che eines 60 Jah­re alten Man­nes gefun­den. Da die Flut zunahm und die Lei­che auf den Fel­sen lag, muss­te der Tote mit zwei Schif­fen der Schiff­fahrts­po­li­zei gebor­gen wer­den. Über die Iden­ti­tät des Opfers konn­ten die Behör­den kei­ne Anga­ben machen.

 

Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin