Alen­te­jo: „Größ­ter schwim­men­der Solar­park“ in Euro­pa wird eröffnet

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Am mor­gi­gen Frei­tag (15. Juli) wird das schwim­men­de Solar­kraft­werk Alque­va im Alen­te­jo ein­ge­weiht. Die Eröff­nung des „größ­ten schwim­men­de Solar­parks“ an einem Stau­see in Euro­pa ist für 10:30 Uhr geplant, mit einer Zere­mo­nie am Alque­va-Damm zwi­schen den Gemein­den Por­tel (Évora) und Mou­ra (Beja). Die schwim­men­de Solar­an­la­ge besteht aus „fast 12.000 Pho­to­vol­ta­ik­mo­du­len“ und wur­de am 5. Mai auf den Stau­see ver­legt, erklär­te der Betrei­ber EDP der Agen­tur Lusa.

Dort „wur­de es ver­an­kert, um spä­ter an das Strom­netz ange­schlos­sen zu wer­den“ und die­sen Monat in Betrieb zu gehen, füg­te das Unter­neh­men hin­zu und wies dar­auf hin, dass die Mon­ta­ge und Inbe­trieb­nah­me der Anla­ge „etwa sie­ben Mona­te gedau­ert hat“. Vor etwa fünf Jah­ren star­te­te EDP das damals welt­weit ers­te schwim­men­de Solar­pro­jekt in einem Stau­damm­re­ser­voir, in Alto Raba­gão, im Bezirk Vila Real, „des­sen Erfolg jetzt die Hebel­wir­kung grö­ße­rer Pro­jek­te ermöglicht“.

Das Alque­va-Pro­jekt sei daher „der größ­te schwim­men­de Solar­park in einem Stau­see in Euro­pa“, beton­te das por­tu­gie­si­sche Unter­neh­men, nach eige­nen Anga­ben „ein Pio­nier auf euro­päi­scher Ebe­ne bei der Ent­wick­lung schwim­men­der Solar­tech­no­lo­gie“. „Die schwim­men­de Solar­tech­no­lo­gie ist eine ent­schei­den­de Inno­va­ti­on im Umgang mit Res­sour­cen und beim Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien, die dazu bei­tra­gen, die Ener­gie­ab­hän­gig­keit von ande­ren Quel­len zu ver­rin­gern und den Dekar­bo­ni­sie­rungs­pro­zess zu beschleunigen.“

Die­ses neue Pro­jekt in Alque­va, das eine Gesamt­in­ves­ti­ti­on von sechs Mil­lio­nen Euro beinhal­tet, „steht im Ein­klang mit der Stra­te­gie von EDP, bis 2030 100% grün zu sein und die Inves­ti­tio­nen in Inno­va­tions- und erneu­er­ba­re Pro­jek­te zu erhö­hen“, beton­te EDP. Schät­zun­gen zufol­ge soll die schwim­men­de Solar­an­la­ge im Alen­te­jo-Stau­see mit einer Leis­tung von 5 MW (Mega­watt) rund 7,5 GWh/Jahr (Giga­watt pro Stunde/Jahr) pro­du­zie­ren. „Es kön­nen mehr als 30% der Fami­li­en in der Regi­on (Por­tel und Mou­ra) ver­sorgt wer­den, was etwa 1.500 Fami­li­en ent­spricht (durch­schnitt­lich vier Per­so­nen pro Haus­halt)“, so EDP. Die Platt­form nimmt vier Hekt­ar ein, „was etwa 0,016% der Gesamt­flä­che des Alque­va-Stau­sees ent­spricht“, so EDP.

An der Eröff­nungs­fei­er wer­den vor­aus­sicht­lich unter ande­rem der Pre­mier­mi­nis­ter Antó­nio Cos­ta, der Minis­ter für Umwelt und Kli­ma­po­li­tik, Duar­te Cor­dei­ro, und der Vor­stands­vor­sit­zen­de von EDP, Miguel Stil­well d'Andrade, teil­neh­men, teil­te das Unter­neh­men mit.

Der Stau­see von Alque­va an der Gren­ze zu Spa­ni­en ist größ­te von Men­schen­hand erschaf­fe­ne See in Euro­pa. Er bil­det die Gren­ze zwi­schen dem Distrikt Alen­te­jo und der spa­ni­schen Regi­on Extre­ma­du­ra. Nach sie­ben­jäh­ri­ger Bau­zeit wur­de der Stau­see 2002 eröff­net, ers­te Pla­nun­gen für das Pro­jekt am Rio Gua­dia­na gab es bereits 1957. Mit einer Flä­che von über 120.000 Hekt­ar ist der Stau­see von Alque­va das größ­te Seen­ge­biet in Europa.

Alqueva-Stausee lädt auch zu beschaulichen Wanderungen und Radfahrten ein
Blick auf den Alque­va-Stau­see. Foto: Visit Alentejo
Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

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