E‑Roller in Por­tu­gal: 555 Unfäl­le in fünf Jahren

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Die Poli­zei für öffent­li­che Sicher­heit (PSP) hat in den letz­ten fünf Jah­ren 555 Unfäl­le mit Elek­trorol­lern regis­triert, bei denen es 13 Schwer­ver­letz­te (kei­ne Todes­fäl­le) und 441 Leicht­ver­letz­te gab. Die Behör­de hebt her­vor, dass es seit 2018 "einen Anstieg der Zahl der Unfäl­le sowie eine Zunah­me der Schwe­re der Unfäl­le ange­sichts der Ent­wick­lung der leich­ten und schwe­ren Ver­let­zun­gen" gege­ben hat, mit einer Aus­nah­me im Jahr 2020, in dem die Zahl der Unfäl­le mit den Rol­lern auf­grund von Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen und Beschrän­kun­gen infol­ge der Covid-19-Pan­de­mie gerin­ger war.

Nach Anga­ben der Poli­zei gab es 2018 29 Unfäl­le, im dar­auf­fol­gen­den Jahr169, im Pan­de­mie­jahr 2020 97 und 2021 290. In die­sem Jahr waren es bereits 88. Was die schwe­ren Ver­let­zun­gen betrifft, so gab es drei im Jahr 2019, zwei im Jahr 2020, sie­ben im Jahr 2021 und eine in den ers­ten fünf Mona­ten die­ses Jah­res. Die Zahl der Leicht­ver­letz­ten wie­der­um lag bei 21 im Jahr 2018, 119 im Jahr 2019, 69 im Jahr 2020, 245 im Jahr 2021 und 71 in die­sem Jahr. Die PSP betont, dass sie im Rah­men ihrer ope­ra­ti­ven Tätig­keit "die Ten­denz der zuneh­men­den Nut­zung von ME-Rol­lern und die sich dar­aus erge­ben­den Pro­ble­me im Zusam­men­hang mit der Ver­kehrs­si­cher­heit beob­ach­tet, da ihre Fah­rer die Stra­ßen mit ande­ren Kraft­fahr­zeu­gen teilen".

Das Innen­mi­nis­te­ri­um (MAI) teil­te mit, dass im Jahr 2021 die Zahl der Ver­kehrs­ver­ge­hen mit E‑Rollern um 22 % zurück­ge­gan­gen ist, weist aber dar­auf hin, dass das letz­te Jahr auf­grund der Covid-19-Pan­de­mie "aty­pisch" war. Das MAI erklärt außer­dem, dass es ange­sichts der zuneh­men­den Nut­zung von Elek­trorol­lern und Fahr­rä­dern "die lau­fen­den Geset­zes­än­de­run­gen in den Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on und die inter­na­tio­na­len bewähr­ten Prak­ti­ken sowie die Über­le­gun­gen zu den Regeln, die bei der Nut­zung der so genann­ten sanf­ten Mobi­li­täts­ar­ten anzu­wen­den sind, verfolgt".

Hin­sicht­lich der Benut­zungs­re­geln stellt das MAI fest, dass die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (EG) die Rege­lung für den Ver­kehr von Elek­trorol­lern auf öffent­li­chen Stra­ßen fest­legt, die Fahr­rä­dern gleich­ge­stellt sind. Nach Anga­ben des MAI "benö­ti­gen sie weder eine Zulas­sung noch eine Ver­si­che­rung zur Deckung der Risi­ken, die sich aus ihrer Nut­zung auf öffent­li­chen Stra­ßen erge­ben, noch ist für ihr Fah­ren eine Aus­bil­dung erfor­der­lich". Elek­trorol­ler dür­fen nur auf Stra­ßen und Rad­we­gen ver­keh­ren, nicht auf Geh­we­gen, die Fah­rer sind nicht ver­pflich­tet, einen Helm zu tra­gen, müs­sen aber über 18 Jah­re alt sein, wenn sie die­se Fahr­zeu­ge bei einem Betrei­ber mieten.
Der Ver­kehr von Elek­trorol­lern auf allen öffent­li­chen Stra­ßen wird von der Natio­na­len Ver­kehrs­si­cher­heits­be­hör­de, der GNR und der PSP sowie von den Stadt­ver­wal­tun­gen auf den Stra­ßen in ihrem Zustän­dig­keits­be­reich durch die Stadt­po­li­zei und von den loka­len Unter­neh­men und Kon­zes­sio­nä­ren überwacht.
Nach Anga­ben der Stadt­ver­wal­tung von Lis­sa­bon (CML), gibt es allein in der por­tu­gie­si­schen Haupt­stadt 11.000 E‑Roller und Fahh­rä­der. (Quel­le: Lusa)

Bes­ser: Die Algar­ve-Haupt­stadt Faro hat jetzt als Pilot­pro­jekt und mit einer Inves­ti­ti­on von 200.000 Euro ein Netz von Leih­fahr­rä­dern in der Gemein­de instal­liert. Es besteht aus 75 Fahr­rä­dern, davon 25 Elek­tro­fahr­rä­der, die von Per­so­nen über 18 Jah­ren genutzt wer­den kön­nen und an Hot­spots im Stadt­zen­trum, im Stadt­teil Gam­be­las, wo sich ein Cam­pus der Uni­ver­si­tät der Algar­ve befin­det, und am Strand von Faro zur Ver­fü­gung ste­hen. Das Netz ist nutz­bar über die App Mobismart.

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Thomas Tenzler

Journalist, PR-Profi, Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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