Algar­ve News vom 30. Mai bis 05. Juni 2022

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Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 22/2022: Covid-19: Algar­ve mit über 11.000 Fäl­len | Algar­ve hat nied­rigs­te Reinfek­ti­ons­ra­te | Algar­ve: Rach­ma­ni­n­ov mit sechs Hän­den | Die belieb­tes­ten Rei­se­zie­le an der Algar­ve | EU lobt Was­ser­qua­li­tät in Por­tu­gal | Immo­bi­li­en­markt bleibt resi­li­ent | Algar­ve mit hoher Pol­len­kon­zen­tra­ti­on | Por­tu­gal erhöht Taxi­prei­se | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nachrichten!

    Covid-19: Algar­ve mit als 11.000 akti­ven Fällen

    Nach Anga­ben der Gesund­heits­be­hör­den wur­den am 2. Juni an der Algar­ve ins­ge­samt 11.200 akti­ve Fäl­le von Covid-19 und 54 Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te regis­triert. In der Über­sicht nach Gemein­den gibt es bereits vier mit mehr als tau­send akti­ven Fäl­len: Por­ti­mão (1.903), Faro (1.834), Lou­lé (1.590) und Alb­ufei­ra (1.034). Es fol­gen Sil­ves (946), Olhão (938), Lagos (678), Lagoa (580), Tavi­ra (504), Vila Real de San­to Antó­nio (382), São Brás de Alpor­tel (285), Mon­chi­que (137), Alje­zur (131), Cas­tro Marim (125), Vila do Bis­po (96) und Alcou­tim (37). In den Kran­ken­häu­sern der Regi­on befin­den sich 54 Per­so­nen, vier davon auf der Inten­siv­sta­ti­on, eine Per­son wird beatmet.

    Algar­ve hat die nied­rigs­te Reinfektionsrate

    In Por­tu­gal sind laut dem Wis­sen­schaft­ler Car­los Antu­nes 243.000 Men­schen zwei­mal erkrankt und 3015 haben sich drei- oder vier­mal infi­ziert. "Mit­te des letz­ten Jah­res waren 2 % der Pati­en­ten Reinfek­tio­nen. Ab dem 7. Dezem­ber 2021 stieg der Pro­zent­satz auf 6 % und mit der Omi­kron-Vari­an­te BA.5 Ende April 2022 auf 12 %. Die neu­en Vari­an­ten haben eine grö­ße­re Fähig­keit zur Reinfek­ti­on und zur Umge­hung des Immun­sys­tems als die bis­he­ri­gen", erklärt der Mathe­ma­ti­ker. Nach sei­nen Anga­ben stieg die Reinfek­ti­ons­ra­te im Land in allen Alters­grup­pen, ins­be­son­de­re aber bei Min­der­jäh­ri­gen und der jün­ge­ren Bevöl­ke­rung bis 39 Jah­re. Im Nor­den gibt es mehr Reinfek­ti­ons­fäl­le (6 %). Der Groß­raum Lis­sa­bon folgt mit einer Quo­te von 5,5 Pro­zent, die Regi­on Cen­tro mit 5 Pro­zent, der Alen­te­jo mit 4,5 Pro­zent und die Algar­ve mit 4 Prozent.

    Foto: Expa­ti­ca

    Unge­wöhn­lich: Inter­na­tio­na­les Kla­vier­trio spielt an der Algarve

    Am 11. Juni um 17 Uhr fin­det im Trach­ten­mu­se­um (Museu do Tra­je) in São Brás de Alpor­tel ein ganz beson­de­res Kon­zert statt. Unter dem Titel „Tän­ze aus aller Welt" prä­sen­tiert ein inter­na­tio­na­les Kla­vier­trio diver­se Stü­cke von Debus­sy, Rach­ma­ni­n­ov, Gluck, Manu­el de Fal­la vier- oder sogar sechs­hän­dig. Das Trio besteht aus den Pianist_innen Doris Gamei­ro, Jose Cube­la und Svet­la­na Bakushina.
    Doris Gamei­ro ist eine klas­sisch aus­ge­bil­de­te Pia­nis­tin, die in Fort Worth, Texas, in Eng­lisch, Spa­nisch und Por­tu­gie­sisch unter­rich­tet. Ihre Lei­den­schaft ist das gemein­sa­me Kla­vier­spiel, außer­dem ist sie Schmuckherstellerin.
    Jose Anto­nio Cube­la ist ein viel­sei­ti­ger Musi­ker, der als Solo- und Kam­mer­pia­nist auf­ge­tre­ten ist und Auf­nah­men gemacht hat. Neben sei­ner Kon­zert­tä­tig­keit ist er auch als Juror bei natio­na­len und inter­na­tio­na­len Kla­vier­fes­ti­vals und Wett­be­wer­ben tätig.
    Svet­la­na Bakus­hi­na ist Pia­nis­tin, Künst­le­rin und Fil­me­ma­che­rin und lebt an der Algar­ve. Sie betreibt ihr pri­va­tes Kla­vier­stu­dio in Por­ti­mão und pro­du­ziert unab­hän­gi­ge Fil­me. Buchun­gen: 966 329 073 | admin@amigos-museu-sbras.pt

    Die belieb­tes­ten Rei­se­zie­le an der Algarve

    Eine Stu­die des Feri­en­haus-Por­tals holidu.pt hat jetzt die belieb­tes­ten Urlaubs­zie­le an der Algar­ve für 2022 ermit­telt. Danach lie­gen Alb­ufei­ra (Foto), Quar­tei­ra und Por­ti­mão auf den ers­ten drei Plät­zen, gefolgt von Vila Real de San­to Antó­nio, Lagos und Tavi­ra auf den Plät­zen vier, fünf und sechs. An sieb­ter Stel­le liegt Olhos de Água, gefolgt von Arma­ção de Pêra an ach­ter Stel­le. An vor­letz­ter Stel­le liegt Cas­tro Marim und an letz­ter Stel­le Man­ta Rota.
    Um poten­zi­el­len Tou­ris­ten eine Vor­stel­lung davon zu geben, wel­che Orte am schnells­ten aus­ver­kauft sind, damit sie recht­zei­tig buchen kön­nen, wur­den die Regio­nen mit der größ­ten Ver­füg­bar­keit von Unter­künf­ten von holidu.pt bewer­tet. Sag­res ist die Regi­on an der Algar­ve, die in den Mona­ten mit der größ­ten Nach­fra­ge mit 34 % die höchs­te Ver­füg­bar­keit auf­weist. An zwei­ter und drit­ter Stel­le lie­gen die Regio­nen Olhão und Faro mit 30 % bzw. 27 % Ver­füg­bar­keit. An vier­ter Stel­le liegt Por­ti­mão mit 25 % Ver­füg­bar­keit, gefolgt von Ode­cei­xe mit 20 %, Alb­ufei­ra und Tavi­ra mit 19 %, Vila Real de San­to Antó­nio und Lagos mit 17 % und Cas­tro Marim mit 16 % Ver­füg­bar­keit. Am schwie­rigs­ten ist in Luz in den Som­mer­mo­na­ten ein Feri­en­haus zu fin­den. Die Ver­füg­bar­keit liegt hier bei nur 4%.

    Die Daten von holidu.pt zei­gen, dass Alman­cil die teu­ers­te Regi­on an der Algar­ve ist, in der man in den Spit­zen­mo­na­ten durch­schnitt­lich 552 € für eine Über­nach­tung aus­ge­ben muss. Danach folgt Sag­res, wo man 271 € pro Nacht zahlt, an drit­ter Stel­le liegt Lou­lé, wo eine Nacht 270 € kos­tet. In den Regio­nen Car­voei­ro, Fer­ra­gu­do, Cas­tro Marim, Quar­tei­ra und Faro kann eine Über­nach­tung bis zu 252 €, 243 €, 236 €, 227 €, 223 € bzw. 220 € kos­ten. Alb­ufei­ra und Alje­zur schlie­ßen die Top 10 mit 212 € und 207 € pro Nacht ab. Güns­ti­ge­re Unter­künf­te gibt es in Ode­cei­xe, Arma­ção de Pêra, Vila Real de San­to Antó­nio, Olhão und Tavi­ra fün­dig, wo eine Nacht 139 €, 154 €, 164 €, 165 € bzw. 172 € kos­ten kann.

    EU lobt Was­ser­qua­li­tät an Por­tu­gals Stränden

    Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat jetzt einen Bericht ver­öf­fent­licht, in dem 88% der por­tu­gie­si­schen Strän­de im ver­gan­ge­nen Jahr mit "aus­ge­zeich­ne­ter" Was­ser­qua­li­tät ein­ge­stuft wur­den. Von den 652 por­tu­gie­si­schen Bade­ge­bie­ten hat­ten 577 eine aus­ge­zeich­ne­te Qua­li­tät (88,5 %), 40 eine gute (6,1 %), drei eine aus­rei­chen­de (0,5 %) und zwei eine schlech­te (0,3 %), 4,6 % erhiel­ten kei­ne Ein­stu­fung. Auf EU-Ebe­ne kommt der Bericht zu dem Schluss, dass im Jahr 2021 die Min­dest­an­for­de­run­gen an die Was­ser­qua­li­tät in 95,2 % der Bade­ge­bie­te erfüllt wur­den. Die von der Euro­päi­schen Umwelt­agen­tur (EUA) in Zusam­men­ar­beit mit der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on erstell­te Bewer­tung stützt sich auf die Über­wa­chung von 21. 859 Bade­ge­bie­ten in ganz Europa.

    Pra­ia da Coelha. Foto: visitportugal

    Stu­die: Immo­bi­li­en­markt in Por­tu­gal bleibt "wider­stands­fä­hig"

    Der Krieg in der Ukrai­ne hat zu "erneu­ter geo­po­li­ti­scher Unsi­cher­heit geführt, die zu Infla­ti­ons­druck und stei­gen­den Lebens­hal­tungs­kos­ten bei­trägt", so das Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men Savills. Wenn es jedoch einen Sek­tor gibt, der sich bereits als wider­stands­fä­hig erwie­sen hab, dann sei­en es die Immo­bi­li­en. Das ist das Ergeb­nis der Savills-Stu­die Impacts 2022. Danach wird sich das Wachs­tum im Woh­nungs­sek­tor fort­set­zen, die Prei­se für Luxus­im­mo­bi­li­en dürf­ten im Jahr 2022 um durch­schnitt­lich 4,3 % stei­gen, wobei die Aus­sich­ten von Stadt zu Stadt unter­schied­lich sind. "Die Märk­te wer­den von der Rück­kehr des inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­kehrs und ins­be­son­de­re von der Rück­kehr der asia­ti­schen Tou­ris­ten und Käu­fer in die gro­ßen städ­ti­schen Zen­tren pro­fi­tie­ren", so Savills in einer Erklä­rung. Spe­zi­fisch Lis­sa­bon betref­fend ist die Stu­die der Ansicht, dass es sich um einen Markt han­delt, der sich, wie Miami (USA), "beson­ders gut" ver­hal­ten hat. "Lis­sa­bons güns­ti­ges Kli­ma und sei­ne Nähe zu den euro­päi­schen Haupt­städ­ten machen es der­zeit zum bevor­zug­ten Ziel für digi­ta­le Noma­den", heißt es bei Savills. Ricar­do Gar­cia, Direk­tor der Abtei­lung für Wohn­im­mo­bi­li­en, erklär­te, dass "der Woh­nungs­markt in den letz­ten zwei Jah­ren eines der Immo­bi­li­en­seg­men­te war, das sei­ne Wider­stands­fä­hig­keit am meis­ten unter Beweis gestellt hat. "Zwi­schen 2020 und 2021 wur­den in Por­tu­gal mehr als 300.000 Woh­nun­gen ver­kauft, ein Volu­men, das im Ver­gleich zum Zeit­raum 2018–2019, der Zeit vor der Pan­de­mie, einen sehr gerin­gen Rück­gang auf­weist. (…) Die Attrak­ti­vi­tät unse­res Woh­nungs­mark­tes wur­de nie in Fra­ge gestellt, mit einer Nach­fra­ge, die jetzt mehr funk­tio­na­le, fle­xi­ble Räu­me will, und somit eine Erfah­rung ermög­li­chen, die auf einen gesün­de­ren Lebens­stil aus­ge­rich­tet ist", schließt er ab.

    Wohnimmobilien in ganz Portugal und an der Algarve deutlich teurer geworden
    Foto: Con­cier­ge Auctions

    Algar­ve mit sehr hoher Pollenkonzentration

    Nach Anga­ben der Por­tu­gie­si­schen Gesell­schaft für All­er­go­lo­gie und kli­ni­sche Immu­no­lo­gie (SPAIC) wer­den in allen Regio­nen des por­tu­gie­si­schen Fest­lands noch min­des­tens bis kom­men­den Don­ners­tag sehr hohe Pol­len­kon­zen­tra­tio­nen in der Atmo­sphä­re herr­schen. In der Algar­ve-Regi­on (Faro) domi­nie­ren dabei die Pol­len von Oli­ven­bäu­men und Eichen sowie von ver­schie­de­nen Gräsern.
    Nach Anga­ben der SPAIC soll­ten Akti­vi­tä­ten im Frei­en bei hoher Pol­len­kon­zen­tra­ti­on ver­mie­den wer­den. "Spa­zier­gän­ge im Gar­ten, Rasen­mä­hen, Cam­ping oder Sport auf der Stra­ße erhö­hen die Expo­si­ti­on gegen­über Pol­len und das All­er­gie­ri­si­ko", heißt es wei­ter. Die SPAIC ist eben­falls der Ansicht, dass Medi­ka­men­te das wirk­sams­te Mit­tel zur Bekämp­fung der All­er­gie­sym­pto­me sind, und rät, einen auf All­er­gien spe­zia­li­sier­ten Arzt auf­zu­su­chen, um eine kor­rek­te Dia­gno­se zu stel­len und die am bes­ten geeig­ne­ten Medi­ka­men­te zu ver­schrei­ben, und weist dar­auf hin, dass die Vor­beu­gung "auch Imp­fun­gen gegen All­er­gien beinhal­ten kann".

    Taxi­prei­se um 8 Pro­zent erhöht

    Seit 1. Juni gel­ten in Por­tu­gal höhe­re Taxi­ta­ri­fe. Am 13. Mai ver­ein­bar­ten die Gene­ral­di­rek­ti­on für Wirt­schafts­tä­tig­kei­ten, ANTRAL – Natio­na­ler Ver­band für den Stra­ßen­trans­port in leich­ten Fahr­zeu­gen und der por­tu­gie­si­sche Taxi­ver­band (FPT) eine Preis­er­hö­hung um durch­schnitt­lich 8 Pro­zent. Der Prä­si­dent des por­tu­gie­si­schen Taxi­ver­ban­des, Car­los Ramos, hält die Erhö­hung der Tari­fe für unzu­rei­chend, aber sie tra­ge dazu bei, die in den letz­ten Jah­ren in der Bran­che ver­zeich­ne­ten Ver­lus­te zu mildern.

    Taxis am Flughafen Faro der Algarve
    Foto: Hans-Joa­chim Allgaier

    Nach­rich­ten aus Poli­zei und Justiz

    Dro­gen auf hoher See entdeckt

    Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat ver­gan­ge­ne Woche auf hoher See ein Segel­boot mit 47 Bal­len Koka­in mit einem Gesamt­ge­wicht von 1.470 Kilo abge­fan­gen und zwei Aus­län­der fest­ge­nom­men, die in Prä­ven­tiv­haft genom­men wur­den. Die "Ope­ra­ti­on Ibe­ria", die von der Natio­na­len Ein­heit zur Bekämp­fung des Dro­gen­han­dels mit Unter­stüt­zung der Mari­ne und der Luft­waf­fe durch­ge­führt wur­de, wur­de auch von der Natio­nal Crime Agen­cy (NCA) des Ver­ei­nig­ten König­reichs und der US-Behör­de zur Bekämp­fung des Dro­gen­han­dels (DEA) unterstützt.

    Olhos de Água: Fest­nah­me wegen ille­ga­ler Waffe

    Im Rah­men einer Ver­kehrs­kon­trol­le wur­de in Olhos de Água (Alb­ufei­ra) ein 26-jäh­ri­ger Mann wegen ille­ga­len Waf­fen­be­sit­zes fest­ge­nom­men. Er war den Beam­ten zuvor durch ver­däch­ti­ges Ver­hal­ten auf­ge­fal­len. Bei den Ermitt­lun­gen stell­te die Poli­zei fest, dass "die Per­son im Besitz einer Schuss­waf­fe und zwei­er Klin­gen­waf­fen, dar­un­ter ein But­ter­fly-Mes­ser, war, was zu sei­ner Ver­haf­tung und der Beschlag­nah­me der Waf­fen führte".

    Gua­dia­na-Brü­cke: Flüch­ti­ger gefasst

    Bei einer Fahr­zeug­kon­trol­le in der Nähe der inter­na­tio­na­len Gua­dia­na-Brü­cke wur­de am 1. Juni ein Aus­län­der gefasst, gegen den ein Haft­be­fehl über drei Jah­re Haft wegen Dro­gen­han­dels vor­lag. Er wur­de fest­ge­nom­men und in die Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt von Olhão gebracht. Die Akti­on war ein gemein­sa­mer Ein­satz des Zen­trums für poli­zei­li­che Zusam­men­ar­beit (CCPA) Cas­tro Marim/Ayamonte.

    Alvor: Aus­län­der mit 120 Kilo Koka­in verhaftet

    Die Kri­mi­nal­po­li­zei von Por­ti­mão hat am 2. Juni in Alvor einen 30 Jah­re alten Aus­län­der wegen Dro­gen­hand­les ver­haf­tet. In sei­nem Fahr­zeug wur­den 120 Kilo Koka­in gefunden.

    Susanne Tenzler-Heusler
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    Susanne Tenzler-Heusler

    Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin