Wenn Müll aus dem Atlan­tik zu Biki­nis wird

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Ton­nen­wei­se wird Müll aus den Ozea­nen die­ser Welt aus dem Meer gefischt und an die Strän­de gespült. Bei einer Küs­ten­säu­be­rung im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber wur­den allein in Alb­ufei­ra und Arma­ção de Pêra 3,5 Ton­nen Abfall gesam­melt. Was aber, wenn aus dem Plas­tik­müll im Meer Bade­mo­de ent­steht? Dann hat eine jun­ge Deut­sche ihren Traum umge­setzt … so gesche­hen in Lis­sa­bon.

Son­nen­schein ver­leiht ihr Flü­gel, ihr Lieb­lings­stoff ist Bio-Baum­wol­le und der Erhalt unse­res Pla­ne­ten liegt ihr genau­so am Her­zen wie die fai­re Behand­lung der Men­schen, die für sie arbei­ten: Corin­na Dicken­b­rock enga­giert sich für Umwelt und Diver­si­tät. Der Name ihres nach­hal­ti­gen deutsch-por­tu­gie­si­schen Mode­la­bels: „Vanil­la Sand“.
Pro­du­ziert wird die Kol­lek­ti­on in Por­tu­gal und Bra­si­li­en. Die Stof­fe wer­den über­wie­gend aus Plas­tik recy­celt, das im Zuge der Clean-up-the-oce­an-Pro­jek­te gesam­melt wur­de. Ande­re Stof­fe wer­den aus nach­wach­sen­dem Bam­bus her­ge­stellt. Die ehe­ma­li­ge Leis­tungs­sport­le­rin und begeis­ter­te Sur­fe­rin Dicken­brok hat ihre Lie­be zu Por­tu­gal und zu nach­hal­ti­ger Mode in ihrem Label ver­eint. Sie sagt: „Mein Ziel war und ist es, ein Mode-Label zu eta­blie­ren, das wirk­lich fair pro­du­ziert wird. Wir ken­nen all unse­re Pro­du­zen­ten und Pro­du­zen­tin­nen per­sön­lich und ach­ten auf fai­re Bezah­lung. 80 Pro­zent der Pro­duk­ti­on lau­fen über ein Fami­li­en­un­ter­neh­men in Por­tu­gal – rund 20 Pro­zent wer­den von Nähe­rin­nen in Bra­si­li­en hergestellt.“

"Vanil­la Sand ist für mich die Mar­ke & Com­mu­ni­ty, die ich auf­bau­en woll­te, um öko­lo­gi­sche Fuß­ab­drü­cke in Mode, Gleich­be­rech­ti­gung & Young Dri­ven­ness sicht­ba­rer zu machen." Corin­na Dicken­brok, Grün­de­rin von Vanil­la Sand

Anno 2018, an ihrem 26sten Geburts­tag, setz­te Corin­na Dicken­brok ihren Traum von der eige­nen Mode­li­nie in die Tat um – ohne Finan­zie­rung, ohne Vor­er­fah­rung, ohne Desi­gner-Stu­di­um aber mit gro­ßem Mut. Zu die­sem Zeit­punkt stu­dier­te sie Betriebs­wirt­schaft in Lis­sa­bon. „Vanil­la Sand“ ging mit nur einem Pro­dukt online. Anstatt dar­auf zu war­ten, min­des­tens 20 oder 30 Tei­le ent­wor­fen zu haben, leg­te die jun­ge Frau ein­fach los. Und war­um pro­du­ziert sie bis heu­te haupt­säch­lich in Por­tu­gal? „Ich lie­be die Zusam­men­ar­beit mit den net­ten und ver­trau­ens­wür­di­gen Per­so­nen dort. Sie haben ein­fach Sinn für Humor und außer­ge­wöhn­li­che bezau­bern­de Mode.“
Inzwi­schen ver­kauft sich „Vanil­la Sand“ welt­weit. Inspi­ra­ti­on für ihre Kol­lek­ti­on – die Bade und Surf­mo­de wird in die­sem Früh­jahr erst­mals durch die Berei­che Yoga und Bar­re ergänzt – fin­det sie in der Natur: „Strän­de und Ozea­ne sind mei­ne Lei­den­schaft“, sagt Dicken­b­rock. Natür­lich auch die vanil­l­e­far­be­nen Strän­de der Algarve.

(Fotos: Vanil­la Sand)

Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

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