Algar­ve News vom 28. März bis 03. April 2022

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Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 13/2022: Covid-19: Ver­län­ge­rung der Mas­ken­pflicht gefor­dert | Covid-19: Nur noch 1 Inten­siv­fall an der Algar­ve | EU-Roa­ming um 10 Jah­re ver­län­gert | Por­tu­gal vorn beim teu­ren Ben­zin | Ryan­air will auch in Faro wach­sen | Neu­er Solar­park für die Algar­ve | Mit erneu­er­ba­ren Ener­gien spa­ren | Weni­ger Ver­kehrs­to­te in Por­tu­gal | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nachrichten!

    Covid-19: For­scher for­dert Ver­län­ge­rung der Maskenpflicht

    Der Mathe­ma­ti­ker Car­los Antu­nes ist der Ansicht, dass die obli­ga­to­ri­sche Ver­wen­dung der Mas­ke für wei­te­re zwei Wochen im Rah­men des von der Regie­rung bis zum 18. April ver­län­ger­ten Alarm­zu­stands bei­be­hal­ten wer­den soll­te. Soll­te die poli­ti­sche Ent­schei­dung jedoch gegen­tei­lig aus­fal­len, soll­te es eine "star­ke Emp­feh­lung" für die über 65-Jäh­ri­gen geben, die Mas­ke wei­ter­hin zu ver­wen­den. Der For­scher von der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Lis­sa­bon erklär­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Lusa, dass sich zwar ein Groß­teil der Indi­ka­to­ren wie der Über­tra­gungs­in­dex (Rt) und die Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te "in einer güns­ti­gen Pha­se" befin­den, die Inzidenz‑, Leta­li­täts- und Posi­ti­vi­täts­ra­te aber immer noch hoch sind. Außer­dem erle­be das Land Grip­peaus­brü­che und einen "Ansturm auf die Not­auf­nah­men" bei ande­ren Atemwegserkrankungen.

    Covid.19: Nur noch 1 Inten­siv­fall an der Algarve

    Das wöchent­li­che Bul­le­tin (Stand 1. April) zur epi­de­mio­lo­gi­schen Situa­ti­on vom Regio­nal­kom­man­do für Not­fall und Kata­stro­phen­schutz der Algar­ve (CREPC), bestä­tigt 7.537 akti­ve Fäl­le in der Regi­on, wobei in der letz­ten Woche 4.346 neue Fäl­le ver­zeich­net wur­den, so die Daten der regio­na­len Gesund­heits­ver­wal­tung der Algar­ve – ARS. Der­sel­ben Quel­le zufol­ge erho­len sich 7.484 Men­schen zu Hau­se, 53 befin­den sich im Kran­ken­haus (-4), davon 1 auf der Inten­siv­sta­ti­on (-2), und es gibt kei­ne beatme­ten Pati­en­ten. 2 866 Per­so­nen ste­hen unter akti­ver Über­wa­chung In der ver­gan­ge­nen Woche wur­den 12 Todes­fäl­le registriert.

    Kos­ten­lo­ses EU-Roa­ming um 10 Jah­re verlängert

    Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat grü­nes Licht für ein Abkom­men gege­ben, das es den Bür­gern der Euro­päi­schen Uni­on (EU) erlaubt, ihre Mobil­te­le­fo­ne in ande­ren Mit­glied­staa­ten für Anru­fe, Nach­rich­ten oder das Inter­net ohne zusätz­li­che Kos­ten für wei­te­re 10 Jah­re zu nutzen.
    Mit den aktua­li­sier­ten Regeln ist daher geklärt, dass "die Bür­ger auf Rei­sen in der EU wei­ter­hin ohne zusätz­li­che Kos­ten und in der glei­chen Qua­li­tät, wie sie sie in ihrem Land genie­ßen, tele­fo­nie­ren, Nach­rich­ten ver­sen­den und mobi­le Daten nut­zen kön­nen", so die Insti­tu­ti­on in einer Mit­tei­lung. Die der­zei­ti­ge Roa­ming-Ver­ord­nung läuft am 30. Juni 2022 aus.

    Por­tu­gal liegt auf Platz 15 der teu­ers­ten Län­der bei Benzin

    Nach aktu­el­len Daten von Glo­bal Petrol Pri­ces liegt Por­tu­gal mit einem Durch­schnitts­preis von 2,027 €/L (oder 2,227 $/L) auf Platz 15 der Län­der mit den höchs­ten Ben­zin­prei­sen. Por­tu­gal gehört auch zu der Grup­pe von 12 euro­päi­schen Län­dern, die die Rang­lis­te der teu­ers­ten Kraft­stof­fe der Welt anfüh­ren. Dies liegt dar­an, dass sich die euro­päi­schen Steu­ern weit­ge­hend im End­preis des Ben­zins nie­der­schla­gen. Unter den Top 3 der Län­der mit dem teu­ers­ten Ben­zin befin­den sich jedoch Mona­co mit 2.263 €/L, die Nie­der­lan­de mit 2.291 €/L, und an der Spit­ze steht Hong­kong mit 2.620 €/L.

    Am unte­ren Ende der Tabel­le fin­den sich Län­der wie Vene­zue­la, Liby­en und Iran, wo der Liter­preis bei 0,023 €/L, 0,029 €/L bzw. 0,047 €/L liegt. Der durch­schnitt­li­che Welt­markt­preis für Ben­zin liegt der­zeit bei 1,34 $/L bzw. 1,21 €/L, wobei es jedoch deut­li­che Unter­schie­de gibt, je nach­dem, wie hoch der Indus­tria­li­sie­rungs­grad des betref­fen­den Lan­des ist und ob es sich um einen Pro­du­zen­ten oder einen Expor­teur handelt.In den Indus­trie­län­dern ist Ben­zin im All­ge­mei­nen teu­rer, wäh­rend in den weni­ger ent­wi­ckel­ten Län­dern, den Erzeu­ger- oder Export­län­dern, der umge­kehr­te Trend zu beob­ach­ten ist. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka (USA) liegt der Ben­zin­preis bei 1,114 €/L. Das stellt jedoch eine Aus­nah­me von der Regel dar, da es sowohl wirt­schaft­lich ent­wi­ckelt als auch ein Ölpro­du­zent ist.

    Ryan­air will auch in Faro wachsen

    Die Bil­lig­flug­ge­sell­schaft Ryan­air kün­dig­te eine Ver­stär­kung ihrer euro­päi­schen Flot­te auf 200 Flug­zeu­ge bis 2027 an. Davon sol­len 30 in Por­tu­gal sta­tio­niert wer­den. Micha­el O'Leary, CEO der Ryan­air-Grup­pe, for­der­te in die­sem Zusam­men­hang in einem Inter­view: "Wir müs­sen drin­gend den neu­en Flug­ha­fen in Mon­ti­jo eröff­nen, denn Lis­sa­bon ist die Stadt in Euro­pa, die in den nächs­ten fünf bis zehn Jah­ren die bes­ten Tou­ris­mus­aus­sich­ten hat. Wir wer­den sicher­lich in Por­to wach­sen, wir wer­den in Faro und Madei­ra wach­sen, […] aber die gro­ße Her­aus­for­de­rung ist, ob wir in Lis­sa­bon wach­sen kön­nen", sagt er.
    Die por­tu­gie­si­schen Flug­hä­fen haben im Jahr 2021 24,8 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt. Das sind 39 % mehr als 2020, aber 58 % weni­ger als 2019, also vor der Pan­de­mie, so Vin­ci, Eigen­tü­mer von ANA – Aero­por­tos de Por­tu­gal. Nach den von Vin­ci ver­öf­fent­lich­ten Daten schloss der Flug­ha­fen Lis­sa­bon das Jahr 2021 mit etwas mehr als 12,1 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren ab, was einem Anstieg von 31 % gegen­über 2020 und einem Rück­gang von 61 % gegen­über 2019 ent­spricht. In Por­to wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 5,8 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt, 32 % mehr als im Vor­jahr und 55 % weni­ger als 2019. Faro ver­zeich­ne­te mit 3,2 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren einen Anstieg gegen­über 2020 von 48 % und einen Rück­gang gegen­über 2019 von 64 %.

    Neu­er Solar­park für die Algarve

    Noch in die­sem Jahr wird in der Gemein­de San­ta Bár­ba­ra de Nexe am Stat­d­rand von Faro mit dem Bau einer neu­en Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge begon­nen. Das teil­te jetzt der Pro­jekt­trä­ger Géne­se Natu­ral mit. Der 13 Mil­lio­nen Euro teu­re Solar­park umfasst eine Brut­to­flä­che von 24 Hekt­ar, bestehend aus 24.000 Solar­zel­len, die auf 14 Hekt­ar ver­teilt sind. Hier kön­nen dann 24 Giga­watt­stun­den (GWh) Strom erzeugt wer­den, die für die Ver­sor­gung von 6.943 Haus­hal­te ausreichen.

    Tipp: Akkor­de­on-Gala, Motor­sport und Oster­mes­sen. Die neue Aus­ga­be des des "Algar­ve Gui­de" lis­tet über zwei­hun­dert Ver­an­stal­tun­gen auf, die im April in der Regi­on statt­fin­den. Down­load hier.

    Stu­die: Mit erneu­er­ba­ren Ener­gien sparen

    Laut einer Stu­die von Deloit­te für den por­tu­gie­si­schen Ver­band für erneu­er­ba­re Ener­gien (APREN) haben erneu­er­ba­re Ener­gien im Jahr 2021 durch­schnitt­li­che jähr­li­che Ein­spa­run­gen auf der Strom­rech­nung von bis zu 300 € für pri­va­te Ver­brau­cher und bis zu 30.000 € für gewerb­li­che Ver­brau­cher ermög­licht. In der Ana­ly­se wird auch fest­ge­stellt, dass im ver­gan­ge­nen Jahr ohne die Son­der­re­ge­lung für erneu­er­ba­re Ener­gien der Strom­preis auf dem Groß­han­dels­markt um 88 Euro pro Mega­watt­stun­de (MWh) gestie­gen wäre.
    In dem Jahr, in dem der Strom­preis auf dem ibe­ri­schen Strom­groß­han­dels­markt (MIBEL) im Ver­gleich zu 2020 um 230 % gestie­gen ist, ermög­lich­te die Erzeu­gung von Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien also eine jähr­li­che Ein­spa­rung von mehr als 4,1 Mrd. EUR beim Strom­ein­kauf, so die Stu­die. Ins­ge­samt konn­ten durch die Erzeu­gung von Ener­gie aus erneu­er­ba­ren Quel­len in Por­tu­gal zwi­schen 2016 und 2021 Ein­spa­run­gen in Höhe von 10,2 Mrd. EUR erzielt wer­den. Dar­über hin­aus trug die Strom­erzeu­gung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien im Jahr 2021 mit 2,6 Mrd. EUR zum natio­na­len Strom­sys­tem bei, was dem höchs­ten Betrag der letz­ten zehn Jah­re entspricht.

    Weni­ger Ver­kehrs­to­te in Portugal

    Por­tu­gal ver­zeich­ne­te im Jahr 2021 50 Ver­kehrs­to­te pro eine Mil­li­on Ein­woh­ner (Total: 560) und damit 3 % weni­ger als im Vor­jahr (52). In der Euro­päi­schen Uni­on (EU) stieg die Zahl der Ver­kehrs­to­ten um 5 % (19 800), so die vor­läu­fi­gen Daten der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on. Damit gehört Por­tu­gal zu den neun Mit­glied­staa­ten, die die nied­rigs­te Zahl von Ver­kehrs­to­ten pro Mil­li­on Ein­woh­ner zu ver­zeich­nen haben, zusam­men mit Mal­ta (17), Schwe­den (18), Däne­mark (23), Irland (27), Deutsch­land (31), Zypern (49), Litau­en (52) und Polen (59).
    Im Ver­gleich zu 2019, bevor die Covid-19-Pan­de­mie die EU heim­such­te, ging die Zahl der Ver­kehrs­to­ten im EU-Durch­schnitt um 13 % zurück, wobei die stärks­ten Rück­gän­ge mit über 20 % in Däne­mark, Bel­gi­en, Por­tu­gal (-25,3 %, ver­gli­chen mit 67 Todes­fäl­len im Jahr 2019), Polen und Litau­en zu ver­zeich­nen waren. Im Gegen­satz dazu stieg die Zahl der Ver­kehrs­to­ten in Lett­land, Slo­we­ni­en und Finn­land im Ver­gleich zu 2019 an.

    Spen­den für die Ukraine!

    WeHelpUkraine.org
    UNHCR
    Por­tu­gie­si­sches Rotes Kreuz
    Save the Children
    Mehr Infos hier 

    Foto: Facebook/Ana Maria Medeiros

    Nach­rich­ten aus Poli­zei und Justiz

    Alb­ufei­ra: Vier Ver­haf­tun­gen wegen Drogenhandels

    Die Poli­zei hat am 29. März in Alb­ufei­ra nach ein­jäh­ri­gen Ermitt­lun­gen vier Män­ner im Alter zwi­schen 40 und 57 Jah­ren wegen Dro­gen­han­dels fest­ge­nom­men. Bei drei Haus­durch­su­chun­gen wur­den u.a. 190 Dosen Hero­in; ein Fahr­zeug, drei Mobil­te­le­fo­ne, Muni­ti­on beschlagnahmt.

    Alb­ufei­ra: Mann ver­letzt Frau mit Messer

    Die Poli­zei hat am 30. März in Gemein­de Alb­ufei­ra einen 45-jäh­ri­gern Mann wegen häus­li­cher Gewalt fest­ge­nom­men. Der Ver­däch­ti­ge hat­te sei­ne 45-jäh­ri­ge Lebens­ge­fähr­tin bedroht und ver­letzt, so dass sie ins Kran­ken­haus gebracht wer­den muss­te. Bei den Ermitt­lun­gen stell­te ich her­aus, dass der Mann sei­ne Part­ne­rin bereits seit 10 Mona­ten psy­chisch miss­han­delt hatte.

    Lou­lé: Elek­tro­ni­sche Fußfessel

    Ein 43-jäh­ri­ger Mann, der im Ver­dacht steht, sei­ne 38-jäh­ri­ge Lebens­ge­fähr­tin ange­grif­fen und belei­digt zu haben, wur­de mit einer elek­tro­ni­schen Fuß­fes­sel ver­se­hen und erhielt Kon­takt­ver­bot, teil­te die Poli­zei am 30. März mit. Nach Anga­ben der Beam­ten kon­trol­lier­te der Mann "alle Bewe­gun­gen" der Frau, "es gab in letz­ter Zeit eine Eska­la­ti­on der Gewalt, die es dem Opfer nicht erlaub­te, ihr Leben in Frie­den zu leben".

    Quar­tei­ra: Beschlag­nahm­te Lebens­mit­tel gespendet

    Die Poli­zei hat am 30. März sozia­len Ein­rich­tun­gen der Gemein­de Quar­tei­ra Lebens­mit­tel über­ge­ben, die bei einer Kon­troll­ak­ti­on auf dem Obst­markt von Quar­tei­ra beschlag­nahmt wor­den waren. Die Poli­zei hat­te hier vier Händ­ler ohne gül­ti­ge Lizenz erwischt. Dabei wur­den ins­ge­samt 69,65 Kilo Erd­bee­ren und 21,60 Kilo Avo­ca­dos beschlagnahmt.

    Por­ti­mão: Fest­nah­me wegen Drogenhandels

    Die Poli­zei hat am 31. März einen 27-jäh­ri­gen Mann wegen Dro­gen­han­dels in Por­ti­mão fest­ge­nom­men. Er wur­de wäh­rend einer Patrouil­le ent­lang der Küs­te erwischt. Bei einer Durch­su­chung fan­den die Beam­ten 3,854 Gramm Koka­in und 18,068 Gramm Cannabis.

    Susanne Tenzler-Heusler
    Anzei­ge

    Susanne Tenzler-Heusler

    Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin