Algar­ve News vom 28. Febru­ar bis 06. März 2022

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Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 09/2022: Die­sel­schock an der Tank­stel­le | Algar­ve kämpft gegen Dür­re | 9 Mil­lio­nen geimpft | In Lou­lé ste­hen die teu­ers­ten Häu­ser | Miet­prei­se an der Algar­ve gesun­ken | 15 Mil­lio­nen mehr für Ener­gie­ef­fi­zi­enz | Brand­ur­sa­che Fuß­ball­fans? | Spen­den für die Ukrai­ne | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nachrichten!

    Die­sel-Schock an der Tankstelle

    Der Krieg in der Ukrai­ne lässt die inter­na­tio­na­len Ölprei­se kräf­tig stei­gen. Das macht sich auch an den por­tu­gie­si­schen Tank­stel­len bemerk­bar. Ab Mon­tag sol­len die Die­sel­prei­se im Durschnitt auf um 14 Cent auf 1,90 Euro pro Liter stei­gen. Der Durch­schnitts­preis für 95er Ben­zin – der der­zeit bei 1,795 Euro pro Liter liegt – soll dann 1,88 Euro pro Liter erreichen.
    Die Regu­lie­rungs­be­hör­de für Ener­gie­dienst­leis­tun­gen (ERSE) unter­streicht, dass "die Super­märk­te wei­ter­hin die wett­be­werbs­fä­higs­ten Ange­bo­te unter­brei­ten", mit einem Wert, der 1,1 % unter dem der Betrei­ber im Nied­rig­preis­seg­ment und 6,1 % unter dem der Tank­stel­len, die von Mine­ral­öl­ge­sell­schaf­ten betrie­ben wer­den, liegt, was einer Dif­fe­renz von 10,9 Cent pro Liter ent­spricht. Auch beim Die­sel bie­ten die Super­märk­te die wett­be­werbs­fä­higs­ten Ange­bo­te, "mit Durch­schnitts­prei­sen, die rund 9,7 Cent pro Liter unter dem natio­na­len Durch­schnitts­preis liegen".

    Algar­ve kämpft gegen Dürre

    95,5% des Lan­des, dar­un­ter die kom­plet­te Algar­ve, lei­den unter schwe­rer oder extre­mer Dür­re. Das teil­te die por­tu­gie­si­sche Regie­rung jetzt mit. "Laut dem PDSI (Pal­mer Drought Seve­ri­ty Index) hat sich die Inten­si­tät der Dür­re im Febru­ar im Ver­gleich zu den Vor­mo­na­ten ver­schlech­tert. 29,3 % des Ter­ri­to­ri­ums befin­den sich in der Klas­se der schwe­ren Dür­re und 66,2 % in der Klas­se der extre­men Tro­cken­heit", heißt es in der Erklärung.
    Die in der Inter­kom­mu­na­len Gemein­schaft der Algar­ve (AMAL) zusam­men­ge­schlos­se­nen 16 Gemein­den haben jetzt wei­te­re Maß­nah­men zur Bekämp­fung der Dür­re in der Regi­on beschlos­sen. Dazu gehö­ren z.B. die Begren­zung der Bewäs­se­rung von Grün­flä­chen oder deren Umstel­lung auf Pflan­zen, die weni­ger Was­ser benötigen.
    "Die Redu­zie­rung der Bewäs­se­rung von Grün­flä­chen mit hohem Was­ser­be­darf (mit dem Ziel, die­se Flä­chen spä­ter mit Arten zu bepflan­zen, die weni­ger häu­fig bewäs­sert wer­den müs­sen), die Wie­der­ver­wen­dung von Abwas­ser für nicht trink­ba­re Zwe­cke (z. B. zum Waschen von Stra­ßen und Con­tai­nern) und die För­de­rung von Sen­si­bi­li­sie­rungs­kam­pa­gnen für die Not­wen­dig­keit einer ratio­nel­len Was­ser­nut­zung sind Maß­nah­men, die alle Gemein­den an der Algar­ve in ihren Gebieten
    AMAL-Prä­si­dent Antó­nio Pina stell­te fest, dass die Dür­re in der Algar­ve "in der West­algar­ve erns­ter ist als in der Ost­algar­ve" und erklär­te, dass ange­sichts die­ser Situa­ti­on "Maß­nah­men ergrif­fen wer­den", um zu "garan­tie­ren", dass die West­algar­ve "die not­wen­di­ge Was­ser­men­ge hat, wenn es zwei Jah­re lang nicht reg­net, um den mensch­li­chen Kon­sum zu gewährleisten".

    Covid-19: 9 Mil­lio­nen geimpft

    Mehr als 9 Mil­lio­nen Men­schen in Por­tu­gal haben seit Beginn der Impf­kam­pa­gne gegen Covid-19 am 27. Dezem­ber 2020 die voll­stän­di­ge Grund­im­mu­ni­sie­rung gegen Covid-19 erhal­ten, teil­te jetzt die zustän­di­ge Gene­ral­di­rek­ti­on Gesund­heit (DGS). Bei den Boos­ter-Imp­fun­gen liegt die Zahl bei rund 6 Mio. Laut DGS wur­den rund 625.000 Men­schen über 80 Jah­ren (94%) geboos­tert, bei den 70 bis 80-jäh­ri­gen sind es 97 %. Außer­dem sind 1.144.116 Per­so­nen zwi­schen 60 und 69 Jah­ren (91%) bereits mit dem Boos­ter geimpft sowie 1.133.028 zwi­schen 50 und 59 Jah­ren (80%), 971.918 zwi­schen 40 und 49 Jah­ren (65%), 584.722 zwi­schen 30 und 39 Jah­ren (38%) und 530.181 zwi­schen 18 und 29 Jah­ren (42%).

    Algar­ve: In Lou­lé ste­hen die teu­ers­ten Häuser

    Foto: Luxury/Estate.com

    In Por­tu­gal sind fast 6,6 Mil­lio­nen Immo­bi­li­en beim Finanz­amt regis­triert, davon fast 428.000 an der Algar­ve. Mehr als die Hälf­te der Häu­ser im Land haben einen Wert von weni­ger als 50.000 Euro, 84,8 lie­gen unter 100.000 Euro, so das Ergeb­nis einer Ana­ly­se der Zeit­schrift Expres­so. An der Algar­ve kon­zen­trie­ren sich die Häu­ser mit den nied­rigs­ten Wer­ten im Lan­des­in­ne­ren. Ins­ge­samt gibt es sechs Gemein­den, in denen 50% oder mehr Häu­ser einen Wert von weni­ger als 50 000 Euro haben, wobei der Bezirk Alcou­tim beson­ders her­vor­sticht (96 % lie­gen unter die­sem Wert). Die Kon­zen­tra­ti­on auf nied­ri­ge Prei­se ist jedoch kein Phä­no­men, das aus­schließ­lich im Lan­des­in­ne­ren oder in den klei­ne­ren Gemein­den auf­tritt. In Olhão bei­spiels­wei­se sind 86 % der Häu­ser bis zu 100 000 Euro wert, in Faro 83 % und in Lou­lé, wo sich einer der größ­ten Feri­en­or­te des Lan­des befin­det, 66 %. Am obe­ren Ende der Algar­ve-Ska­la sind 3.244 Immo­bi­li­en mehr als 500.000 Euro wert – und es gibt 459 Immo­bi­li­en im Wert von mehr als 1 Mil­li­on Euro, die über­wie­gen­de Mehr­heit davon in Lou­lé (71,5 %).

    Algar­ve: Prei­se für Miet­woh­nun­gen gesunken

    Die Miet­prei­se an der Algar­ve sind im Febru­ar im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 1,5% gesun­ken. Nach dem Preis­in­dex von Idea­lis­ta lag der durch­schnitt­li­che Miet­preis eines Hau­ses Ende Febru­ar bei 9,8 Euro pro Qua­drat­me­ter. Am stärks­ten san­ken die Prei­se in Olhão (-6,2%), Lou­lé (-4,1%), Vila Real de San­to Antó­nio (-2,9%), Sil­ves (2%), Tavi­ra (-1,3%) und Por­ti­mão (-1%). Dage­gen stie­gen die Prei­se in Alb­ufei­ra (5,5 %), Lagos (0,4 %) und Faro (0,1 %). Die teu­ers­te Gemein­de für die Mie­te eines Hau­ses ist Lou­lé (11,6 Euro/m2), gefolgt von Lagos (10,2 Euro/m2) und Lagoa (9,6 Euro/m2). Dage­gen sind Olhão (8,1 Euro/m2), Vila Real de San­to Antó­nio (8,8 Euro/m2) und Faro (8,8 Euro/m2) die günstigsten.

    Por­tu­gal: 15 Mil­lio­nen mehr För­de­rung für Energieeffizienz

    Das por­tu­gie­si­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um hat das För­der­pro­gramm für nach­hal­ti­ge­re Gebäu­de um 15 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt, so dass jetzt ins­ge­samt 75 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung ste­hen. Gleich­zei­tig wur­de die Frist für die Bean­tra­gung der Zuschüs­se für die Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz von Häu­sern um einen Monat bis zum 30. April verlängert.
    Die staat­li­che Unter­stüt­zung für nach­hal­ti­ge­re Gebäu­de kann von Haus­ei­gen­tü­mern bean­tragt wer­den, die an effi­zi­en­ten Fens­tern, Wär­me­däm­mung (mit Öko­ma­te­ria­li­en oder recy­cel­ten Mate­ria­li­en), Heiz- und/oder Kühl­sys­te­men und Warm­was­ser­be­rei­tung mit Ener­gie aus erneu­er­ba­ren Quel­len, Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Maß­nah­men zur Was­ser­ef­fi­zi­enz oder der Ver­wen­dung von Bio­ma­te­ria­li­en, recy­cel­ten Mate­ria­li­en, Lösun­gen auf natür­li­cher Basis, begrün­ten Fas­sa­den und Dächern sowie bio­kli­ma­ti­schen Archi­tek­tur­lö­sun­gen inter­es­siert sind (bereits bestehen­de und bewohn­te Gebäu­de, die bis Ende 2006 gebaut wurden).

    Foto: CDG

    São Brás de Alpor­tel: Ver­ur­sach­ten Fuß­ball­fans den Brand?

    Eine Par­ty von Ben­fi­ca-Fans in der Gegend von Fon­te Férrea in São Brás de Alpor­tel, bei der Pyro­tech­nik zum Ein­satz kam, könn­te die Ursa­che für den Wald­brand am ver­gan­ge­nen Frei­tag gewe­sen sein. Die GNR unter­sucht jetzt den Fall, da "die Ver­samm­lung der Ben­fi­ca-Fans, die die Pyro­tech­nik zün­de­ten, und der Aus­gangs­punkt des Feu­ers sehr nahe bei­ein­an­der lagen". Der Brand konn­te mit 68 Ein­satz­kräf­ten mit 22 Fahr­zeu­gen und einem Hub­schrau­ber schnell unter Kon­trol­le gebracht wer­den. Es gab kei­ne Per­so­nen- und Sachschäden.

    Spen­den für die Ukraine!

    WeHelpUkraine.org
    UNHCR
    Por­tu­gie­si­sches Rotes Kreuz
    Save the Children
    Mehr Infos hier 

    Foto: Facebook/Ana Maria Medeiros

    Nach­rich­ten aus Poli­zei und Justiz

    Radar­kon­trol­len an der Algarve

    1. März, 9 Uhr, Rua Cruz Ver­melha – Tavi­ra
    2. März, 9 Uhr, Rot­un­da Ocea­no Atlân­ti­co – Por­ti­mão
    3. März, 9 Uhr, Est­ra­da Moin­ho da Pal­mei­ra – Faro
    4. März, 9 Uhr, 9 Uhr, Rua Almi­ran­te Cân­di­do dos Reis – Tavi­ra
    5. März, 9 Uhr, Av. de Cas­tro MarimVila Real de San­to António
    6. März, 10 Uhr, Av. Fon­te Cober­ta – Lagos
    7. März, 9 Uhr, Av. V6 – Por­ti­mão

    Susanne Tenzler-Heusler
    Anzei­ge

    Susanne Tenzler-Heusler

    Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin