Bahnverbindung Sevilla-Faro: Algarve-Politiker kritisiert Schneckentempo bei Investitionen

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Die por­tu­gie­sisch-spa­ni­sche Kom­mis­si­on für grenz­über­schrei­ten­de Zusam­men­ar­beit (CLECTF) hat eine Rei­he von Emp­feh­lun­gen an die Regie­run­gen Por­tu­gals und Spa­ni­ens aus­ge­spro­chen, näm­lich die Umset­zung der Hoch­ge­schwin­dig­keits-Eisen­bahn­ver­bin­dung zwi­schen Sevil­la (Anda­lu­si­en) und Faro an der Algar­ve. Der Aus­bau des so genann­ten trans­eu­ro­päi­schen Eisen­bahn­kor­ri­dors für den Atlan­tik und das Mit­tel­meer zwi­schen Sevil­la (Spa­ni­en) und Faro (Algar­ve) war einer der Vor­schlä­ge für die grenz­über­schrei­ten­de Mobi­li­tät, die die Arbeits­grup­pe, die sich aus den por­tu­gie­si­schen Regio­nen Algar­ve und Alen­te­jo sowie der spa­ni­schen Regi­on Anda­lu­si­en zusam­men­setzt, auf der jähr­li­chen Sit­zung der Kom­mis­si­on in Méri­da (Spa­ni­en) vor­ge­legt hat.

José Apo­liná­rio, Vor­sit­zen­der der Kom­mis­si­on für regio­na­le Koor­di­nie­rung und Ent­wick­lung (CCDR) der Algar­ve (Foto), sag­te gegen­über der Agen­tur LUSA, dass es sich um eine Eisen­bahn­ver­bin­dung "von gro­ßer Bedeu­tung für die Ent­wick­lung der Mobi­li­tät zwi­schen den süd­li­chen Regio­nen han­delt, die in Zukunft bis nach Beja und Lis­sa­bon rei­chen könn­te" Apo­liná­rio kri­ti­sier­te aber auch. dass "die­ser Bedarf bereits 1992 fest­ge­stellt wur­de, als die Welt­aus­stel­lung [Expo92] in Sevil­la statt­fand“. Nach sei­ner Ansicht bewegt sich das The­ma Inves­ti­tio­nen in die Eisen­bahn "im Schne­cken­tem­po". Er hof­fe nun, dass alle insti­tu­tio­nel­len und wirt­schaft­li­chen Akteu­re in bei­den Län­dern dafür ein­tre­ten, dass die­ses The­ma von den Regie­run­gen in Lis­sa­bon und Madrid mit höchs­ter Prio­ri­tät behan­delt wird. "Auf natio­na­ler Ebe­ne wol­len wir die Elek­tri­fi­zie­rung der Algar­ve-Linie und die Ver­kür­zung der Rei­se­zeit zwi­schen der Regi­on und Lis­sa­bon, aber wir wol­len auch, dass die Ver­bin­dung zwi­schen der Algar­ve und Anda­lu­si­en eine moder­ne­re Ant­wort auf die trans­eu­ro­päi­schen Bahn­ver­bin­dun­gen erhält", argu­men­tier­te er.

Apo­liná­rio ver­si­cher­te, dass er sich als Prä­si­dent der CCDR/Algarve für die Bahn­ver­bin­dung ein­set­zen wer­de, "sei es bei der Qua­li­fi­zie­rung und Elek­tri­fi­zie­rung der Bahn­stre­cke in der Algar­ve mit Anschluss an den Flug­ha­fen Faro und die Uni­ver­si­tät der Algar­ve oder bei neu­en For­men des kol­lek­ti­ven Bahn­ver­kehrs". Zu den auf der Sit­zung in Méri­da for­cier­ten The­men zäh­len auch die grenz­über­schrei­ten­de Ver­bin­dung Alcou­tim (Algarve)/Sanlúcar del Gua­dia­na (Anda­lu­si­en), die Schiff­bar­keit des Gua­dia­na bis Mérto­la und die Fer­tig­stel­lung des euro­päi­schen Rad­we­ge­net­zes (EUROVELO), das Sag­res mit Vila Real de San­to Antó­nio und Ayamon­te in Spa­ni­en ver­bin­den wird.

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.