Fußball-EM: Letzte Chance Portugal

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Por­tu­gal ist mit einem 3:0 gegen Ungarn in die Fuß­ball-EM gestar­tet. Am 19. Juni war­tet auf den Titel­ver­tei­di­ger die deut­sche Mann­schaft, die nach dem 0:1 gegen Welt­meis­ter Frank­reich mäch­tig unter Druck steht. Das wird ein span­nen­des Spiel!

UEFA Euro 2020
Grup­pe F, Por­tu­gal – Deutsch­land, Alli­anz Are­na Mün­chen
19.06.2021 / 18:00 Uhr, ARD

Die Geschich­te deutsch-por­tu­gie­si­scher Fuß­ball­be­geg­nun­gen reicht bis in die 30er Jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts zurück. Beim ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen im Febru­ar 1936 gewann Deutsch­land in Por­tu­gal 3:1, zwei Jah­re spä­ter ende­te ein Test­spiel im Frank­fur­ter Wald­sta­di­on unent­schie­den 1:1. In der Gesamt­bi­lanz aller Begeg­nun­gen ste­hen 11 deut­sche Sie­ge, 3 Unent­schie­den und 5 Erfol­ge Por­tu­gals.
Größ­ter Erfolg der por­tu­gie­si­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft (Sele­ção Por­tu­gue­sa de Fute­bol) ist der Gewinn der Euro­pa­meis­ter­schaft 2016. Dar­über hin­aus waren der Sieg in der Nati­ons League 2018/19, ein drit­ter Platz bei der Welt­meis­ter­schaft 1966, ein vier­ter Platz bei der Welt­meis­ter­schaft 2006 und ein zwei­ter Platz bei der Euro­pa­meis­ter­schaft 2004 im eige­nen Land die bes­ten Plat­zie­run­gen.
Por­tu­gal nahm an allen Euro­pa­meis­ter­schaf­ten teil und erreich­te sie­ben Mal die End­run­de. Die größ­ten Erfol­ge waren der Gewinn der Euro­pa­meis­ter­schaft 2016 und der zwei­te Platz bei der Euro­pa­meis­ter­schaft 2004 im eige­nen Land. Bei den Euro­pa­meis­ter­schaf­ten 1984, 2000 und 2012 erreich­ten die Por­tu­gie­sen das Halb­fi­na­le, ver­lo­ren aber jeweils gegen den spä­te­ren Euro­pa­meis­ter Frank­reich (in der Ver­län­ge­rung) bezie­hungs­wei­se Spa­ni­en (im Elf­me­ter­schie­ßen). 1996 und 2008 schied Por­tu­gal im Vier­tel­fi­na­le jeweils gegen den spä­te­ren Vize­eu­ro­pa­meis­ter (Tsche­chi­en bzw. Deutsch­land) aus.

Vor­bild U21: Sie kür­te sich mit einem 1:0 über Por­tu­gal zum Euro­pa­meis­ter. Foto: Tho­mas Böcker, DFB

Por­tu­gal ist die ein­zi­ge Mann­schaft, die bei gelun­ge­ner Qua­li­fi­ka­ti­on für die End­run­de bis­her immer die Grup­pen­pha­se über­stand und in die K.o.-Runde ein­zog. Mit Cris­tia­no Ronal­do (2012) stell­te Por­tu­gal ein­mal den bes­ten Tor­schüt­zen einer Euro­pa­meis­ter­schaft, der auch ins­ge­samt EM-Rekord­tor­schüt­ze ist. Bei fünf End­run­den­teil­nah­men hat er bis­lang elf Tref­fer ezielt.

Der Rekord­na­tio­nal­spie­ler  (176 Ein­sät­ze, 106 Tore) sagt vor der EM: "Ich bin bei die­ser Euro, als ob es die ers­te wäre. Ich füh­le mich so moti­viert oder noch moti­vier­ter als 2004 bei mei­ner ers­ten Euro­pa­meis­ter­schaft. Wir sind der Titel­ver­tei­di­ger und gehö­ren wie­der zu den Anwär­tern auf die Tro­phäe. Es hat kei­nen Sinn, Titel zu ver­spre­chen oder Vor­her­sa­gen zu machen. Was ich ver­spre­chen kann, ist, dass wir in jede Par­tie gehen wer­den, um zu gewin­nen", ver­kün­de­te der Kapi­tän Por­tu­gals, der für Juven­tus Turin spielt.

Das Titel­bild (Quel­le: Mais­fu­te­bol) zeigt die por­tu­gie­si­sche Mann­schaft am 27. April 1960 vor oder nach einem „pri­va­ten Spiel“ gegen Deutsch­land (West). Das 2:1 für Por­tu­gal ging nicht in die Geschich­te ein, aber das Spiel wur­de aus einem Grund denk­wür­dig: Auf dem Platz stan­den mit David Júlio (Süd­afri­ka) und Lúcio Soares (Bra­si­li­en) die ers­ten ein­ge­bür­ger­ten Spie­ler, die das por­tu­gie­si­sche Natio­nal­tri­kot tru­gen.

P.S.: Nach der EM ist vor der WM. Das Algar­ve-Sta­di­on in Faro wird im Sep­tem­ber und Okto­ber Gast­ge­ber für drei Spie­le der por­tu­gie­si­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft sein.

 

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

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