Algarve News: 01. bis 07. März 2021


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Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 09/2021: Covid-19: Pan­de­mie belas­tet Frau­en | Por­tu­gal hat mehr weib­li­che Füh­rungs­kräf­te | Por­tu­gal will EU-Impf­pass | Algar­ve: Was­ser­prei­se sol­len stei­gen | Wie­der Formel‑1 an der Algar­ve | Ilha Deser­ta: Restau­rant abge­brannt | Flug­ha­fen Faro aus­ge­zeich­net | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

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Portugal: Pandemie belastet Frauen

Foto: Intrum

Por­tu­gals Frau­en lei­den unter der Pan­de­mie. Nach dem aktu­el­len Euro­pean Con­su­mer Pay­ment Report des Markt­for­schungs­in­sti­tu­tes Intrum für 2020 befürch­ten 82% der por­tu­gie­si­schen Frau­en, nicht genug Geld für einen kom­for­ta­blen Ruhe­stand zu haben (2019: 79%). 54% befürch­ten, dass ihr Ein­kom­men durch COVID-19 beein­träch­tigt wird und legen daher mehr Wert auf finan­zi­el­le Sicher­heit. 28% der Por­tu­gie­sin­nen haben in der Unter­su­chung ange­ge­ben, dass sie eine oder meh­re­re Rech­nun­gen in den letz­ten 12 Mona­ten nicht pünkt­lich bezahlt haben, 25% muss­ten schon ein­mal einen Kre­dit auf­neh­men, um Rech­nun­gen zu bezah­len. Die Stu­die ermit­tel­te wei­ter, dass 61% der befrag­ten Frau­en es ange­sichts der Pan­de­mie für not­wen­dig erach­te­ten, "nicht lebens­not­wen­di­ge" Aus­ga­ben zu kür­zen, und 29 % hät­ten erwo­gen, sich einen zusätz­li­chen Job oder eine Teil­zeit­be­schäf­ti­gung zu suchen". Als Reak­ti­on auf die Kri­se gaben 68% der Frau­en an, dass sie weni­ger Geld für all­täg­li­che Aus­ga­ben wie öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel und Restau­rant­be­su­che aus­ge­ben.

Inter­es­san­te Fak­ten zur Lage der Frau­en in Por­tu­gal hat auch die Kom­mis­si­on für Gleich­be­rech­ti­gung CGTP jetzt ver­öf­fent­licht. Frau­en stel­len etwa 50 Pro­zent aller Beschäf­tig­ten in Por­tu­gal (EU-Schnitt: 46%). Auch die weib­li­che Erwerbs­quo­te liegt mit 73% über dem euro­päi­schen Durch­schnitt von 68%. Von rund 1,7 Mil­lio­nen Beschäf­tig­ten, die in Schich­ten arbei­ten, sind 860.000Frauen, mehr als 650.000 Frau­en arbei­ten am Sams­tag, etwa 430.000 am Sonn­tag. Neben ihrem Job bewäl­ti­gen 78% der por­tu­gie­si­schen Frau­en täg­lich noch eine Stun­de und 13 Minu­ten Haus­ar­beit (Män­ner: 19%).

Foto: SIC Noti­ci­as

Portugal: Mehr weibliche Manager als im EU-Durchschnitt

Por­tu­gal hat­te im drit­ten Quar­tal 2020 36 Pro­zent Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen und lag damit leicht über dem Durch­schnitt der Euro­päi­schen Uni­on (EU) von 34 Pro­zent. Das geht aus Daten her­vor, die Euro­stat am 5. März anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges ver­öf­fent­lich­te. Nach Anga­ben des euro­päi­schen Sta­tis­tik­am­tes sind 46 Pro­zent der Beschäf­tig­ten in der EU Frau­en, aber nur 34 Pro­zent haben Füh­rungs­po­si­tio­nen inne. Bezo­gen auf die Mit­glieds­staa­ten war der Anteil von Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen im drit­ten Quar­tal 2020 in Lett­land (45 Pro­zent) und Polen (44 Pro­zent) am höchs­ten, gefolgt von Bul­ga­ri­en, Ungarn, Slo­we­ni­en und Schwe­den (jeweils 42 Pro­zent). Am ande­ren Ende der Ska­la stel­len Frau­en nur rund ein Vier­tel der Füh­rungs­kräf­te in Kroa­ti­en (24 Pro­zent), den Nie­der­lan­den (26 Pro­zent) und Zypern (27 Pro­zent).

 

Covid-19: Impfpass für "Rückkehr zur Normalität"

Die por­tu­gie­si­sche Regie­rung begrüßt die EU-Initia­ti­ve für einen digi­ta­len Impf­pass. Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mar­ta Tem­ido (Foto) bezeich­ne­te ihn als Schlüs­sel zur "Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät". Laut Tem­ido könn­te das Doku­ment Infor­ma­tio­nen über Imp­fun­gen, Test­ergeb­nis­se und auch dar­über ent­hal­ten, ob der Trä­ger an Covid-19 erkrankt war. Die EU will garan­tie­ren, dass die­ses digi­ta­le Zer­ti­fi­kat "Daten­schutz, Sicher­heit und Pri­vat­sphä­re respek­tie­ren wird". "Wir sind uns der enor­men Anstren­gun­gen und Opfer bewusst, die die euro­päi­sche Bevöl­ke­rung im Moment bringt. Wir wis­sen, dass sie eine enor­me Last auf ihren Schul­tern tra­gen, und wir wol­len die­se Last erleich­tern, wir wol­len die Öff­nung der Euro­päi­schen Uni­on sicher gestal­ten", beton­te der Vize­prä­si­dent der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on Mar­ga­ri­tis Schi­nas.

 

Wasserpreise an der Algarve sollen steigen

Gro­ße Auf­re­gung ver­ur­sach­te kürz­lich die Äuße­rung des por­tu­gie­si­schen Umwelt­mi­nis­ters João Pedro Matos Fer­nan­des, die Was­ser­prei­se an der Algar­ve zu erhö­hen. Damit sol­len zwei Pro­jek­te des regio­na­len Was­ser­ef­fi­zi­ens­plans finan­ziert wer­den. Dabei han­delt es sich um eine 55-Mil­lio­nen-Euro-Inves­ti­ti­on in die Umlei­tung von Was­ser aus dem Gua­dia­na-Fluss zum Ode­lei­te-Damm und um eine 65-Mil­lio­nen-Euro-Inves­ti­ti­on in den Bau von Ent­sal­zungs­an­la­gen. Bei­de Maß­nah­men wer­den in der Regi­on kri­tisch betrach­tet. Wei­ter­hin wol­le man, so der Minis­ter, das Sys­tem, zur Ermitt­lung der Was­ser­ge­büh­ren grund­sätz­lich über­den­ken. Größ­ter Was­ser­ver­bau­cher an der Algar­ve ist die Land­wirt­schaft mit rund 60%. Ent­war­nung gab nun erst ein­mal der Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung der Gemein­den der Algar­ve (AMAL) Antó­nio Pina, der mit­teil­te, dass die Erhö­hung wahr­schein­lich "nur ein paar Cent" betra­gen wer­de.

Algarve: Formel 1 kehrt nach Portimao zurück

Die Renn­stre­cke Autó­dro­mo Inter­na­cio­nal do Algar­ve hat bestä­tigt, dass am 2. Mai erneut ein For­mel-1-Grand­prix an der Algar­ve aus­ge­tra­gen wird. Nach dem Ersatz­ren­nen vom Okto­ber 2020, ist das Autó­dro­mo nun regu­lä­rer Bestand­teil des inter­na­tio­na­len Renn­ka­len­ders. Ste­fa­no Dome­ni­ca­li, Prä­si­dent und CEO der For­mel 1, sag­te: "Wir möch­ten der por­tu­gie­si­schen Regie­rung für ihre har­te Arbeit und ihr Enga­ge­ment dan­ken, das Ren­nen zurück nach Por­tu­gal zu brin­gen. Wir sind zuver­sicht­lich und freu­en uns auf die Sai­son 2021, da wir im letz­ten Jahr bewie­sen haben, dass es auch in schwie­ri­gen Zei­ten mög­lich ist, 17 Ren­nen sicher durch­zu­füh­ren und unse­ren Mil­lio­nen von Anhän­gern span­nen­de Ren­nen zu bie­ten. Wir freu­en uns dar­auf, die Zuschau­er auch in die­sem Jahr wie­der auf siche­re Wei­se in Por­ti­mão begrü­ßen zu kön­nen und arbei­ten mit dem Ver­an­stal­ter an den Details die­ses Plans.“
Ob aller­dings tat­säch­lich Publi­kum an der Renn­ster­ecke erlaubt sein wird, steht noch nicht fest und hängt von der epi­de­mio­lo­gi­schen Lage ab.

Foto: AIA

Ilha Deserta: Restaurant abgebrannt

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag (2. März) hat ein Brand das ein­zi­ge Restau­rant auf der Ilha Deser­ta in der Ria For­mo­sa kom­plett ver­nich­tet. Das Est­ami­né war seit Janu­ar geschlos­sen und wur­de für die neue Som­mer­sai­son instand­ge­setzt und reno­viert. Besit­zer José Var­gas, der zum Glück ver­si­chert ist, schätzt den Scha­den auf mehr als eine Mil­li­on Euro. "Das ist ein Schock. Wir wer­den die Situa­ti­on beur­tei­len, aber wir wol­len die Est­ami­né wie­der auf­bau­en", füg­te der Geschäfts­mann hin­zu. Die Brand­ur­sa­che ist noch unklar, obwohl es Berich­te über meh­re­re Explo­sio­nen gibt, die mög­li­cher­wei­se durch drei Gas­fla­schen in der Küche des Restau­rants ver­ur­sacht wur­den.

Foto: Pos­tal

Flughafen Faro gehört zu den besten in Europa

Die Flug­hä­fen Faro, Lis­sa­bon, Por­to, Madei­ra und Pon­ta Del­ga­da wur­den von der ACI Euro­pe – Air­ports Inter­na­tio­nal Orga­niz­a­ti­on für ihr Enga­ge­ment für die Sicher­heit der Pas­sa­gie­re im Zusam­men­hang mit der Pan­de­mie geehrt. Sie erhiel­ten Aus­zeich­nun­gen für den "Bes­ten Flug­ha­fen" und die "Bes­ten Hygie­ne­maß­nah­men". Lis­sa­bon gewann in der Kate­go­rie von 25 bis 40 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re, Por­to und Faro in der Kate­go­rie 5 bis 15 Mil­lio­nen und Pon­ta Del­ga­da bei den Flug­hä­fen mit weni­ger als 2 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren.
Die ACI-Aus­zeich­nun­gen wur­den im Rah­men des inter­na­tio­na­len ASQ-Pro­gramms (Air­port Ser­vice Qua­li­ty) ver­ge­ben, das dar­auf abzielt, "die Gesamt­zu­frie­den­heit der Pas­sa­gie­re mit den ange­bo­te­nen Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ten zu mes­sen und zu ver­ste­hen, wie sich ihre Per­spek­ti­ven und Erwar­tun­gen ver­än­dert haben. Die­se Initia­ti­ve, die auf glo­ba­ler Ebe­ne umge­setzt wird, iden­ti­fi­ziert Best Prac­ti­ces und för­dert die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Bran­che.“ Thier­ry Lig­go­niè­re, CEO von ANA Aero­por­tos de Por­tu­gal, unter­streicht die Bedeu­tung die­ser Aner­ken­nung: "In einem Jahr der Unsi­cher­heit haben unse­re Teams Enga­ge­ment und Wider­stands­fä­hig­keit gezeigt. Wir waren in der Lage, den Schutz für alle zu gewähr­leis­ten.“

Algarve News zu Flughafen Faro und veränderten Sicherheitskontrollen wegen Brexits
Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

Nachrichten aus Polizei und Justiz

Drogennetzwerk zerschlagen

Spa­ni­sche und por­tu­gie­si­sche Poli­zei­be­hör­den haben jetzt ein Dro­gen­han­dels­netz­werk, das in Spa­ni­en ope­rier­te und Ver­bin­dun­gen an die Algar­ve hat­te, in einer gemein­sa­men Akti­on zer­schla­gen. Dabei wur­den 40 Per­so­nen ver­haf­tet und rund zehn Ton­nen Haschisch beschlag­nahmt. Berich­ten zufol­ge nutz­te das Netz­werk die Algar­veküs­te, um Schnell­boo­te zu posi­tio­nie­ren, die Haschisch aus Marok­ko oder von ande­ren Schif­fen auf hoher See abho­len soll­ten. Das Rausch­gift soll­te spä­ter in Spa­ni­en ent­la­den wer­den. Die Schnell­boo­te wur­den auf dem Land­weg in Last­wa­gen zurück an die Algar­ve trans­por­tiert und auf den Docks in der Regi­on abge­stellt.

São Bartolomeu de Messines – Verhaftung wegen Drogenhandels

Die Poli­zei hat am 27. Febru­ar in São Bar­to­lo­meu de Mes­si­nes einen 27-jäh­ri­gen Mann wegen Dro­gen­han­dels in fest­ge­nom­men. Der Mann war einer Patrouil­le wegen ver­däch­ti­gen Ver­hal­tens in der Öffent­lich­keit auf­ge­fal­len. Bei sei­ner Durch­su­chung wur­den 50 Dosen Haschisch ent­deckt und beschlag­nahmt.

Ferragudo: Drogen am Strand

Bei einer Strand­in­spek­ti­on in Fer­ra­gu­do hat die Poli­zei am 28. Febru­ar einen Dea­ler ver­haf­tet. Er wur­de in den Dünen gemein­sam mit vier ande­ren Per­so­nen ent­deckt. Die Poli­zei fand bei ihm 22 Dosen Haschisch. Bei der Durch­su­chung ent­deck­ten die Beam­ten bei zwei wei­te­ren Per­so­nen eben­falls ille­ga­le Dro­gen, sie erhiel­ten eine Geld­stra­fe. Alle fünf Per­so­nen erhiel­ten außer­dem eine Anzei­ge wegen Ver­let­zung der Coro­na-Regeln.

Faro: U‑Haft für Raub

Die Poli­zei hat am 1. März in Faro einen 22-jäh­ri­gen Mann wegen Raub und Dieb­stahls fest­ge­nom­men. Ihm wer­den acht Raub­über­fäl­le auf älte­re Men­schen in den Gemein­den Faro, Lou­lé und Sil­ves zur Last gelegt. Bei Haus­durch­su­chun­gen im Rah­men der Ermitt­lun­gen wur­den zwei Geweh­re; eine Axt; Muni­ti­on sowie ein gol­de­ner Ring beschlag­nahmt.

Faro: Bootsunfall

Vor Faro ist ein sechs Meter lan­ges Boot der Hafen­ver­wal­tung aus noch unge­klär­ter Ursa­che mit einer Signal­bo­je kol­li­diert. Beim Auf­prall wur­den zwei Besat­zungs­mit­glie­der ins Was­ser geschleu­dert. Sie wur­den von der Küs­ten­wa­che geret­tet und mit leich­ten Ver­let­zun­gen ins Kran­ken­haus von Faro gebracht.

Drogen-Boot beschlagnahmt

Die Küs­ten­wa­che hat am 4. März auf dem Gua­dia­na-Fluss im Rah­men einer Patrouil­le ein Sport­boot auf­ge­bracht. Dabei wur­den 2.500 Dosen Koka­in ent­deckt und zwei Män­ner im Alter von 20 und 27 Jah­ren wegen Dro­gen­han­dels ver­haf­tet.

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin