Covid-19: Portugal wieder im Katastrophenzustand


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Por­tu­gal schal­tet bei der Covid-19-Bekämp­fung wie­der einen Gang höher. Ab heu­te Nacht 00.01 wech­selt das Land aus dem bis­her gel­ten­den Not­fall­sta­tus erneut in den Kata­stro­phen­zu­stand (estado de cala­mi­dade). Das bedeu­tet wie­der stär­ke­re Ein­schrän­kun­gen, die Minis­ter­prä­si­dent Antó­nio Cos­ta heu­te ver­kün­de­te. "In ganz Euro­pa hat sich die Pan­de­mie­si­tua­ti­on seit Mit­te August pro­gres­siv und bestän­dig ver­schlech­tert. Por­tu­gal war kei­ne Aus­nah­me", sag­te der Regie­rungs­chef und bezeich­ne­te die epi­de­mio­lo­gi­sche Ent­wick­lung im Land als "ernst".

Fol­gen­de neue Maß­nah­men wur­den von der Regie­rung beschlos­sen:

  • Erhö­hung der Alarm­stu­fe im gan­zen Land, vom gegen­wär­ti­gen Not­fall hin zum Kata­stro­phen­zu­stand
  • Ver­bot von Men­schen­an­samm­lun­gen von mehr als fünf Per­so­nen in der Öffent­lich­keit, in Geschäfts­räu­men und Restau­rants
  • Maxi­mal fünf­zig Gäs­te bei Hoch­zei­ten und Tau­fen u.a. Fami­li­en­fes­ten, es gilt Mas­ken- und Abstands­pflicht
  • Ver­bot von aka­de­mi­schen Fei­er­lich­kei­ten und ande­ren nicht-aka­de­mi­schen Ver­an­stal­tun­gen in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen
  • Ver­stärk­te Kon­trol­le der Ein­hal­tung der Coro­na-Beschrän­kun­gen durch die Behör­den
  • Erhö­hung der Buß­gel­der bis zu zehn­tau­send Euro für Ein­rich­tun­gen und Betrie­be, die sich nicht an die Coro­na-Regeln hal­ten
  • Aus­drück­li­che Emp­feh­lung, Mas­ken auf beleb­ten Stra­ßen und Plät­zen zu tra­gen, sowie die Coro­na-App Sta­ya­way Covid zu instal­lie­ren

Regierung will Maskenpflicht in der Öffentlichkeit durchsetzen

Cos­ta hat heu­te außer­dem ange­kün­digt, dass die Regie­rung dem Par­la­ment einen Vor­schlag unter­brei­ten wird, um die Ver­wen­dung von Mas­ken in der Öffent­lich­keit und die Ver­wen­dung der App "stay away covid" am Arbeits­platz, in der Schu­le, in den Streit- und Sicher­heits­kräf­ten und in der öffent­li­chen Ver­wal­tung ver­bind­lich vor­zu­schrei­ben.

Der Katas­ro­phen­zu­stand gilt zunächst für 15 Tage.

Algarve mit den wenigsten neuen Fällen

Heu­te (14.10.) wur­de lan­des­weit die 2000er Bar­rie­re über­schrit­ten. Laut dem epi­de­mio­lo­gi­schen Bul­le­tin der Gene­ral­di­rek­ti­on Gesund­heit (DGS) wur­den in den letz­ten 24 Stun­den 2.072 Neu­in­fek­tio­nen durch Covid-19 bestä­tigt, der höchs­te Tages­wert seit Beginn der Covid-19-Pan­de­mie. Por­tu­gal regis­trier­te außer­dem sie­ben wei­te­re Todes­fäl­le im Zusam­men­hang mit Covid-19. Auch an der Algar­ve wird es nicht wirk­lich bes­ser. Hier wer­den heu­te 42 wei­te­re Fäl­le von Covid-19 gemel­det. Damit beläuft sich die Gesamt­zahl seit Beginn der Pan­de­mie auf 2067. Im Alen­te­jo wur­den heu­te wei­te­re 47 Fäl­le regis­triert (gesamt jetzt 1724). Den zwei­ten Tag in Fol­ge ist die Algar­ve die Regi­on des por­tu­gie­si­schen Fest­lands mit den wenigs­ten neu­en Fäl­len. Die Algar­ve weist aktu­ell mit einem RT-Wert von 0,91 die gerings­te Über­tra­gungs­s­ra­te auf. Zur Situa­ti­on an der Algar­ve lohnt immer ein Blick in die inter­ak­ti­ve Kar­te von Sul Infor­ma­cao.

Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

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