Algarve News: 12. bis 18. Oktober 2020


Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 42/2020: Covid-19: Mehr Befug­nis­se für die Poli­zei | EU: Rot für die Algar­ve | Algar­ve: Formel1 ohne Zuschau­er? | Alvor: Ers­te Muschel­farm der Welt | Wenig Flug­ver­kehr in Faro | Ryan­air spart ein | Bri­ten-Flie­ger streicht Flü­ge | Por­tu­gals Pflan­zen ster­ben aus | E‑Autos lie­gen im Trend | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

  • Covid-19: Por­tu­gal wie­der im Kata­stro­phen­zu­stand :Covid-19: Portugal wieder im Katastrophenzustand
    Por­tu­gal schal­tet bei der Covid-19-Bekäm­p­­fung wie­der einen Gang höher. Ab heu­te Nacht 00.01 wech­selt das Land aus dem bis­her gel­ten­den Not­fall­sta­tus erneut in den Kata­stro­phen­zu­stand (estado de cala­mi­dade). Das bedeu­tet wie­der stär­ke­re Ein­schrän­kun­gen für Bevöl­ke­rung und Unter­neh­men.

 

Covid-19: Mehr Befugnisse für die Polizei

Seit 15.10, 00.01 gilt in Por­tu­gal der estado de cala­mi­dade, unzu­rei­chend mit Kata­stro­phen­zu­stand über­setzt. Er erlaubt es der Regie­rung aller­dings, die am bes­ten geeig­ne­ten Maß­nah­men zu ergrei­fen, um die Ent­wick­lung der Pan­de­mie in den ver­schie­de­nen Regio­nen des Lan­des unter Kon­trol­le zu bekom­men. Neben wei­te­ren zusätz­li­chen Maß­nah­men hat die Regie­rung des­halb beschlos­sen, den Poli­zei- und Sicher­heits­kräf­ten und der ASAE (Behör­de für Ernäh­rung und wirt­schaft­li­che Sicher­heit) eine "ver­stärk­te Auf­sicht über die Ein­hal­tung der Regeln sowohl auf öffent­li­chen Stra­ßen als auch in Han­dels- und Gast­stät­ten­be­trie­ben zu gewäh­ren". Im Visier ste­hen dabei beson­ders ille­ga­le Men­schen­an­samm­lun­gen (jetzt auf 5 Per­so­nen redu­ziert) sowie der Kon­sum von Alko­hol in der Öffent­lich­keit. Gleich­zei­tig wur­den die Buß­gel­der bei Ver­stö­ßen durch Unter­neh­men auf 10.000 Euro erhöht. Neu ist, dass die Sicher­heits­be­hör­den nun auch Pri­vat­be­sitz betre­ten dür­fen, wenn die Ein­däm­mungs­maß­nah­men von Covid-19 gefähr­det sind, d.h., um z.B. ille­ga­le Par­tys zu unter­bin­den.

 

EU: Rote Ampel für die Algarve

Am 13. Okto­ber 2020 haben sich die EU-Mit­glied­staa­ten auf ein koor­di­nier­tes, vor­her­seh­ba­res und trans­pa­ren­tes Vor­ge­hen rund um das The­ma Rei­se­maß­nah­men und Ein­schrän­kun­gen in der EU geei­nigt. Gemein­sam Zie­le der 27 Staa­ten sind es, die Aus­brei­tung des Coro­na-Virus zu ver­hin­dern, die Gesund­heit der Bür­ger zu schüt­zen und zugleich die Frei­zü­gig­keit inner­halb der Uni­on unter siche­ren Bedin­gun­gen auf­recht­zu­er­hal­ten. Dies sei wich­tig für die Mil­lio­nen von Bür­gern, die täg­lich auf grenz­über­schrei­ten­de Rei­sen ange­wie­sen sind, und ent­schei­dend für alle Bemü­hun­gen, mit dem siche­ren Wie­der­auf­bau der Wirt­schaft zu begin­nen.
Als Basis für künf­ti­ge Ent­schei­dun­gen hat man sich auf Schlüs­sel­kri­te­ri­en für die Ein­schrän­kung der Frei­zü­gig­keit als Reak­ti­on auf die Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie geei­nigt. Das sind:

  • Mel­de­ra­te (die Gesamt­zahl der neu gemel­de­ten COVID-19-Fäl­le pro 100 000 Ein­woh­ner in den letz­ten 14 Tagen auf regio­na­ler Ebe­ne)
  • Test­po­si­ti­vi­täts­ra­te (der Pro­zent­satz posi­ti­ver Tests unter allen Tests auf COVID-19-Infek­ti­on, die in der letz­ten Woche durch­ge­führt wur­den)
  • Test­ra­te (die Anzahl der in der letz­ten Woche durch­ge­führ­ten Tests auf COVID-19-Infek­ti­on pro 100 000 Ein­woh­ner)

Auf die­ser Grund­la­ge ver­öf­fent­licht das Euro­päi­sche Zen­trum für Seu­chen­be­kämp­fung (ECDC) von nun an wöchent­li­che Kar­ten der Covid-19-Risi­ko­ge­bie­te in Euro­pa. Die ECDC kate­go­ri­siert die Regio­nen in drei Far­ben, grün, oran­ge und rot, vom nied­rigs­ten bis zum höchs­ten Risi­ko. Erstaun­lich: Ent­ge­gen der por­tu­gie­si­schen Selbst­ein­schät­zung sind auf der ers­ten Kar­te neben dem Groß­raum Lis­sa­bon und dem Nor­den des Lan­des auch die Regio­nen Cen­tro und Algar­ve mit "rot" kate­go­ri­siert.

 

Portimão: Formel1 doch ohne Zuschauer?

Die por­tu­gie­si­sche Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit (DGS) über­denkt auf­grund der stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len im Land die Zulas­sung von Publi­kum für den For­mel1-Grand Prix vom 23. bis 25. Okto­ber und den MotoGP-Grand Prix im Novem­ber auf dem Autó­dro­mo do Algar­ve nahe Por­ti­mão. Bis­her hat­te Autó­dro­mo-Geschäfts­füh­rer Pau­lo Pin­hei­ro für bei­de Ver­an­stal­tun­gen die Erlaub­nis für 50.000 Zuschau­er.
Noch freu­en sich Hotels, Restau­rants und Geschäf­te der Regi­on auf den erhoff­ten Zustrom von min­des­tens 80.000 Gäs­ten. Die Bür­ger­meis­te­rin von Por­ti­mão Isil­da Gomes hat dafür extra die Kam­pa­gne "Por­ti­mão Motor­Sports" ins Leben geru­fen, eine Initia­ti­ve, die diver­se Ver­an­stal­tun­gen und Unter­hal­tungs­an­ge­bo­te rund um die Motor­sport-Events unfasst. Dazu gehö­ren Kon­zer­te, Auto­aus­stel­lun­gen, Simu­la­to­ren, ein RFM-Radio­truck, der live aus Por­ti­mão berich­tet, und vie­le ande­re Akti­vi­tä­ten. Por­ti­mão will sich damit inter­na­tio­nal „als eine Stadt eta­blie­ren, die Motor­sport­fans mit offe­nen Armen emp­fängt" so Gomes.
Poli­ti­ker und Tou­ris­mus­ex­per­ten hof­fen so oder so ins­ge­heim auf einen beträcht­li­chen Geld­se­gen durch die bei­den Events. Rita Mar­ques, Staats­se­kre­tä­rin für Tou­ris­mus, erhofft sich von dem Spek­ta­kel wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen auf die Regi­on in Höhe von min­des­tens 30 Mil­lio­nen Euro. Ande­re sind noch opti­mis­ti­scher. João Fer­nan­des, Tou­ris­mus­chef der Algar­ve, rech­net mit 80 Mil­lio­nen. Der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Pau­lo Reis Mourão hält sogar 130 Mil­lio­nen für mög­lich. Auch ohne Publi­kum wird die Regi­on enorm pro­fi­tie­ren. Denn neben den neben den Zuschau­ern sind allein etwa 10.000 Per­so­nen in ver­schie­de­nen Funk­tio­nen vor Ort – von den Mit­ar­bei­tern der ein­zel­nen For­mel-1-Teams bis hin zum Pres­se­korps.

Foto: AIA

 

Alvor: Weltweit erste Offshore-Muschelfarm eröffnet

Das in Naza­ré ansäs­si­ge Unter­neh­men Ocea­no Fres­co hat in Alvor (Por­ti­mão) die welt­weit ers­te Off­shore-Muschel­farm eröff­net. Sie befin­det sich fünf Kilo­me­ter vom male­ri­schen Fischer­dorf ent­fernt und soll 600 Ton­nen Muscheln pro Jahr pro­du­zie­ren. Das Unter­neh­men hat in das Pro­jekt über meh­re­re Jah­re Vor­be­rei­tung ins­ge­samt 6 Mil­lio­nen Euro inves­tiert. Ocea­no Fres­co muss­te sogar ein "hoch­mo­der­nes" Mee­res­bio­lo­gie-Zen­trum in Naza­ré errich­ten, um "die Selek­ti­ons­me­tho­den, Ver­bes­se­run­gen des Zucht­pro­zes­ses und die Nach­hal­tig­keit ein­hei­mi­scher euro­päi­scher Muschel­ar­ten zu unter­su­chen, die von hohem Wert und Nähr­wert sind und der­zeit auf­grund der Kon­kur­renz asia­ti­scher Arten, die oft von gerin­ge­rer Qua­li­tät sind, gefähr­det sind".
Ber­nar­do Car­val­ho, CEO von Ocea­no Fres­co, erklär­te, dass das Unter­neh­men Alvor wegen sei­ner güns­ti­gen Bedin­gun­gen für die Off­shore-Muschel­zucht aus­ge­wählt hat, ange­fan­gen vom Reich­tum an Mikro­al­gen bis hin zu den güns­ti­gen Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren.
Laut Car­val­ho könn­te sich das Pro­jekt auch im glo­ba­len Maß­stab posi­tiv aus­wir­ken, da die Muschel­zucht eine nach­hal­ti­ge Lösung für die Nach­fra­ge nach Pro­te­inen wer­den könn­te, die sich in den nächs­ten 50 Jah­ren vor­aus­sicht­lich ver­dop­peln wird. Die aus­führ­li­che Repor­ta­ge zur Muschel­zucht in Alvor steht im Bar­la­ven­to.

 

Portugal: Gastronomen fordern weitere Senkung der Mehrwertsteuer

Der por­tu­gie­si­sche Restau­rant­ver­band PRO.VAR for­dert eine Sen­kung der Mehr­wert­steu­er auf Lebens­mit­tel und Geträn­ke im Gas­tro­no­mie­sek­tor auf 6%. Die Regie­rung hat­te die ent­spre­chen­de Steu­er in der Pan­de­mie bereits von ursprüng­lich 23% auf 13% gesenkt. Mit der erneu­ten Redu­zie­rung könn­ten Schlie­ßun­gen und Ent­las­sun­gen ver­mie­den und viel­leicht sogar neue Arbeits­plät­ze geschaf­fen wer­den, so der Ver­band. Aktu­ell wür­den sonst 30.000 Unter­neh­mens­sauf­ga­ben und der Ver­lust von 150.000 Stel­len dro­hen.
Die For­de­rung von PRO.VAR erhält durch eine aktu­el­le Stu­die Auf­trieb, die vom gesamt­por­tu­gie­si­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band AHRESP initi­iert wor­den ist. Sie geht davon aus, dass eine Sen­kung der Mehr­wert­steu­er auf 6 % für ein Jahr 46 000 Arbeits­plät­ze und 10 000 Unter­neh­men erhal­ten könn­te. Dies wür­de auch den Staat beträcht­lich ent­las­ten, indem Sozi­al­aus­ga­ben zwi­schen 394 und 516 Mil­lio­nen Euro ein­ge­spart wer­den könn­ten.

Foto: Reuters/Marko Dju­ri­ca

 

Flugverkehr: Faro mit größtem Rückgang

Flug­ver­kehr und Pas­sa­gier­auf­kom­men auf den por­tu­gie­si­schen Flug­hä­fen haben sich im August leicht erholt, lie­gen aber immer noch deut­lich unter den Vor­jah­res­wer­ten. Das teil­te das Natio­na­le Insti­tut für Sta­tis­tik (INE) jetzt mit. Im August lan­de­ten nach den INE-Daten 12.400 Flug­zeu­ge auf natio­na­len Flug­hä­fen, was einer Ver­än­de­rung von ‑46,4% im Jah­res­ver­gleich ent­spricht (-62,0% im Juli und ‑86,6% im Juni). 2,2 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re ent­spre­chen einem Rück­gang von 65,9% gegen­über dem Vor­jahr ent­spricht (-79,5% im Juli und ‑94,6% im Juni). Kumu­liert lan­de­ten zwi­schen Janu­ar und August 2020 auf den natio­na­len Flug­hä­fen 66,9 Tau­send Flug­zeu­ge (-56,7% im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum). Dabei wur­den 13,4 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt (-67,1%). Betrach­tet man die drei Flug­hä­fen mit dem höchs­ten Pas­sa­gier­auf­kom­men, so war der Flug­ha­fen Faro der­je­ni­ge, der zwi­schen Janu­ar und August 2020 den größ­ten Rück­gang bei der Zahl der abge­fer­tig­ten Pas­sa­gie­re ver­zeich­ne­te (-77,1%).

Faro-Basis von Ryanair wichtig in und für Portugal und Algarve
Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

 

Ryanair reduziert Flugverkehr nach Portugal

Die bri­ti­sche Flug­ge­sell­schaft Ryan­air hat für die­sen Win­ter in meh­re­ren Län­dern, dar­un­ter auch Por­tu­gal, eine 40-pro­zen­ti­ge Redu­zie­rung der Flug­ka­pa­zi­tät ange­kün­digt, die auf die Aus­wir­kun­gen der Covid-19-Pan­de­mie und einen Rück­gang des Flug­ver­kehrs zurück­zu­füh­ren ist. In einer Erklä­rung sagt Ryan­air, dass die Basen in Cork und Shan­non, Irland, und Tou­lou­se, Frank­reich, für die Sai­son von Novem­ber bis März geschlos­sen wer­den, und fügt hin­zu, dass sie die Anzahl der Flug­zeu­ge auf den Basen in Bel­gi­en, Deutsch­land, Spa­ni­en, Por­tu­gal und Wien (Öster­reich) deut­lich redu­zie­ren wird. Ryan­air plant jedoch, ins­ge­samt 65 % sei­nes Stre­cken­net­zes bei­zu­be­hal­ten, aller­dings mit redu­zier­ter Fre­quenz.

Foto: World Tra­vel & Tou­ris­mus Coun­cil

Der Geschäfts­füh­rer von Ryan­air, Micha­el O'Leary (Foto), kün­dig­te außer­dem sozia­le Ein­schnit­te an:
"Es wird unwei­ger­lich not­wen­dig sein, in die­sem Win­ter mehr unbe­zahl­ten Urlaub und Job­sha­ring zu schaf­fen. Lei­der wird es mehr Ent­las­sun­gen in den weni­gen Stütz­punk­ten geben (…), in denen wir uns nicht auf eine Kür­zung der Arbeit und der Löh­ne eini­gen kön­nen".
Bei deut­lich redu­zier­ter Win­ter­ka­pa­zi­tät und einem Aus­las­tungs­grad von 70 % erwar­tet Ryan­air nun einen Rück­gang des jähr­li­chen Flug­gast­auf­kom­mens (GJ21) auf rund 38 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re. Die­se Pro­gno­se könn­te jedoch erneut revi­diert wer­den, wenn die EU-Regie­run­gen den Flug­ver­kehr wei­ter­hin schlecht orga­ni­sie­ren und im Win­ter wei­te­re Ein­schrän­kun­gen auf­er­le­gen, so O'Leary.

 

Jet2 und Jet2holidays streichen Flüge

Wie bri­ti­sche Medi­en berich­ten, haben die bei­den Rei­se­un­ter­neh­men jetzt fest­ge­legt, Flü­ge und Urlaubs­rei­sen nach Spa­ni­en und an die Algar­ve vom 1. Novem­ber bis zum 10. Febru­ar nächs­ten Jah­res aus­zu­set­zen. Die­se Ent­schei­dung sei „auf­grund der anhal­ten­den Unsi­cher­heit bei der Rei­se­pla­nung wäh­rend der Pan­de­mie" sowie auf­grund der bestehen­den Ein­schrän­kun­gen für die Regi­on getrof­fen wor­den. Jet2 wird jedoch bis zum 31. Okto­ber 2020 "einen über­ar­bei­te­ten Flug­plan für Flü­ge nach Por­tu­gal" anbie­ten.

Portugals Pflanzen sterben aus

Kata­stro­pha­le Nach­richt: Von 110 Pflan­zen­ar­ten, die nur auf dem por­tu­gie­si­schen Fest­land zu fin­den sind, sind 53 vom Aus­ster­ben bedroht. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­su­chung der bota­ni­schen Gesell­schaft des Lan­des in Zusam­men­ar­beit mit der por­tu­gie­si­schen Ver­ei­ni­gung für die Wis­sen­schaft der Vege­ta­ti­on und dem ICNF (Insti­tut für Natur- und Wald­schutz) aus den letz­ten vier Jah­ren. 19 Arten sei­en in den letz­ten Jahr­zehn­ten bereits aus­ge­stor­ben. Ein Bei­spiel dafür ist das Dilem­ma, das die Lina­ria dos oli­vais (latei­ni­scher Name: lina­ria ricar­doi, Foto) bedroht, eine blü­hen­de mehr­jäh­ri­ge Pflan­ze, die mit der Gat­tung des Krö­ten­flach­ses ver­wandt ist und nur in den Gebie­ten des unte­ren Alen­te­jo vor­kommt, die gegen­wär­tig von land­wirt­schaft­li­chen Mono­kul­tu­ren betrof­fen sind. Die­se Pflan­ze "blüht" in tro­cke­nen Obst­gär­ten. Mit der Umstel­lung auf inten­si­ve Pro­jek­te mit Bewäs­se­rung ver­schwin­det Lina­ria dos oli­vais schnell. Der Unter­su­chungs­bricht lis­tet allein im Alen­te­jo wei­ter 30 bedroh­ten Arten auf. An der Cos­ta Vicen­ti­na wür­den vor allem die Gewächs­haus-Plan­ta­gen die regio­na­le Flo­ra und Fau­na bedro­hen, weil schäd­li­che Che­mi­ka­li­en in Boden und Meer gelan­gen.

 

Aufschwung für Kinos

Nach den neu­es­ten Daten des Insti­tuts für Film und audio­vi­su­el­le Medi­en (ICA) gin­gen im Sep­tem­ber mehr Por­tu­gie­sen ins Kino. Im Juni, als die Kinos wie­der öff­ne­ten, gab es 3.232 Zuschau­er. Im Juli stieg die Zahl auf 78.579, im August auf 276.206 und im Sep­tem­ber auf 359.907 Zuschau­er. Auch die Ein­nah­men der Kino­wirt­schaft wuch­sen ent­spre­chend von auf 59.000 Euro im Juni auf 2 Mil­lio­nen Euro im Sep­tem­ber. Aller­dings lie­gen sowohl Zuschau­er­zah­len als Ein­nah­men immer noch immer um 71% unter den Vor­jah­res­er­geb­nis­sen.

Foto: NiT

 

E‑Autos liegen im Trend

Por­tu­gal gehört zu den euro­päi­schen Län­dern, in denen die meis­ten Elek­tro­au­tos ver­kauft wer­den. Gemes­sen an der Gesamt­zahl der ver­kauf­ten Autos liegt Por­tu­gal laut einer neu­en Stu­die des Euro­päi­schen Ver­ban­des für Ver­kehr und Umwelt an fünf­ter Stel­le. In der ers­ten Hälf­te des Jah­res 2020 waren 11% der in Por­tu­gal ver­kauf­ten Autos elek­trisch. Vor Por­tu­gal lie­gen die Nie­der­lan­de (13%), Finn­land (15%), Schwe­den (26%) und Nor­we­gen (68%).

 

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Nachrichten aus Polizei und Justiz

Lagos: Katze gerettet

Eine Kat­ze, die in einen 30 Meter tie­fen Brun­nen in der Indus­trie­zo­ne von Chi­ni­ca­to gefal­len war, wur­de am gest­ri­gen Sams­tag von der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr von Lagos erfolg­reich geret­tet. Die Ein­satz­kräf­te wur­den von einem Last­wa­gen der Fir­ma JSV unter­stützt, der mit einem Kran aus­ge­rüs­tet war. Nach Anga­ben der Feu­er­wehr "wur­de das Tier lebend gefan­gen, wenn auch mit eini­gen Ver­let­zun­gen", und in das städ­ti­sche Tier­heim von Lagos gebracht.

Foto: BV Lagos

Fuseta: 785 Kilo Haschisch beschlagnahmt

Am 11. Okto­ber ent­deck­te die Küs­ten­wa­che zwei ver­däch­ti­ge Boo­te, auf denen offen­bar Rausch­gift umge­la­den wur­de. Bei der anschlie­ßen­den Kon­trol­le wur­den 785 Kilo Haschisch ent­deckt und zwei Män­ner im Alter von 24 und 26 Jah­ren wegen Dro­gen­han­dels ver­haf­tet. Der Markt­wert der beschlag­nahm­ten Dro­gen liegt bei 2 Mil­lio­nen Euro.

Algarve: Raubüberfälle aufgeklärt

Die Poli­zei hat am 14. Okto­ber drei Män­ner im Alter zwi­schen 24 und 28 Jah­ren wegen bewaff­ne­ten Rau­über­falls ver­haf­tet. Sie wer­den ver­däch­tigt, in den letz­ten Mona­ten vor allem im Süden Por­tu­gals zehn Über­fäl­le auf Tank­stel­len und Geschäf­te ver­übt zu haben.

 

Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin