Algarve News: 17. bis 23. August 2020


Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 34/2020: Algar­ve: Kommt jetzt der Bri­ten-Boom? | Tou­ris­mus: Lebens­zei­chen im Juli | Mehr Geld für Kleinst­un­ter­neh­men | Alje­zur: Ille­ga­le Cam­per ange­zeigt | Kein Rauch­ver­bot in Por­tu­gal | Ver­kehr: 4.500 Raser erwischt | Fahr­rad­cham­pi­on Por­tu­gal | Rie­sen­kür­bis aus der Algar­ve | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

  • Zwi­schen Golf und Exzes­sen: Algar­ve kann wie­der auf Bri­ten hof­fen :Zwischen Golf und Exzessen: Algarve kann wieder auf Briten hoffen
    Seit 22. August, 4 Uhr, gilt: Por­tu­gal, ein­schließ­lich Madei­ra, Por­to San­to und die Azo­ren, ist von der Emp­feh­lung der bri­ti­schen Regie­rung aus­ge­nom­men, von allen nicht unbe­dingt not­wen­di­gen inter­na­tio­na­len Rei­sen abzu­se­hen. Oder anders aus­ge­drückt – Por­tu­gal steht jetzt offi­zi­ell auf der Lis­te der Län­der, bei denen eine 14-tägi­­ge Qua­ran­tä­ne bei der Rück­kehr in das Ver­ei­nig­te König­reich nicht …

 

Reisekorridor: Kommt jetzt der Briten-Boom?

Joao Fer­nan­des
Foto: RTA

Seit ges­tern steht Por­tu­gal offi­zi­ell auf der Lis­te der Län­der, bei denen eine 14-tägi­ge Qua­ran­tä­ne bei der Rück­kehr nach Groß­bri­tan­ni­en nicht erfor­der­lich ist. Kön­nen die Bri­ten die – zumin­dest aus öko­no­mi­scher Sicht – ver­murks­te Algar­ve-Sai­son ret­ten? João Fer­nan­des, Prä­si­dent der regio­na­len Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­ti­on RTA ist vor­sich­tig opti­mis­tisch. In einem Inter­view mit dem Fern­seh­sen­der TVI24 sag­te er, dass die Reser­vie­run­gen der TAP in den ers­ten Stun­den nach der Lon­do­ner Ankün­di­gung am Don­ners­tag um 300% zuge­nom­men hät­ten. Allein am ver­gan­ge­nen Frei­tag sei­en am Flug­ha­fen Faro 13 Flug­zeu­ge voll mit bri­ti­schen Urlau­bern ein­ge­trof­fen. Am gest­ri­gen Sams­tag sei­en es sogar mehr als 15 gewe­sen.
Fer­nan­des hofft jetzt auf einen kräf­ti­gen Auf­schwung spä­tes­tens ab Sep­tem­ber. "Letz­tes Jahr hat­ten wir im Sep­tem­ber etwa 758.000 Über­nach­tun­gen, und der Okto­ber war der Monat mit den viert­meis­ten Buchun­gen", sag­te er. Der Tou­ris­tik­chef der Algar­ve zeig­te sich außer­dem zuver­sicht­lich, das zahl­rei­che Gro­ße­vents im Herbst wie das Por­tu­gal Mas­ters im Golf­sport, der For­mel 1‑Grandprix im Okto­ber sowie die Motor­rad­welt­meis­ter­schaft im Novem­ber zusätz­lich Gäs­te in die Regi­on brin­gen wer­den.

 

Tourismus: Leichter Aufschwung im Juli

Im Juli lag die Hotel­aus­las­tung an der Algar­ve bei 32,6%. Das ist der schlech­tes­te Juli-Wert aller Zei­ten und eine Rück­gang von 61% im Ver­gleich zu 2019, teil­te der Hotel­ver­band der Algar­ve AHETA mit. Die gute Nach­richt: Die Bele­gungs­ra­te ist gegen­über Juni um über 20% gestie­gen. Dafür sei­en vor allem ein­hei­mi­sche Gäs­te ver­ant­wort­lich. Laut AHETA stell­ten die Por­tu­gie­sen im Juli mit 60,9% "bei wei­tem die höchs­te Anzahl an Über­nach­tun­gen und Gäs­ten in allen Berei­chen". Danach fol­gen Spa­ni­er (6,8%), Deut­sche (5,8%) und Nie­der­län­der (5,4%). Am stärks­ten bra­chen die Buchun­gen aus Groß­bri­tan­ni­en (-93,2%), Irland (-90,8%) und Deutsch­land (-69,9%) ein.

Thomas Cook-Alternative auch in Algarve-Tourismushochburg Albufeira gesucht
Die Hotel­le­rie in der Tou­ris­mus­hoch­burg Alb­ufei­ra war­tet auf die Bri­ten. Foto: CMA

 

Tourismus: Mehr Geld für Kleinstunternehmen

Von der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fe­ne Kleinst­un­ter­neh­men erhal­ten jetzt mehr Unter­stüt­zung von der staat­li­chen Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­ti­on Turis­mo de Por­tu­gal. Dafür soll die ent­spre­chen­de För­der­li­nie von der­zeit 60 auf 90 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt wer­den. Die­se Maß­nah­me zielt dar­auf ab, Kleinst­un­ter­neh­men bei der Wie­der­auf­nah­me ihrer Tätig­keit nach­hal­tig zu unter­stüt­zen sowie die Erhal­tung von Arbeits­plät­zen zu sichern. Mit dem zusätz­li­chen Geld könn­ten z.B. bis­her als Kre­di­te aus­ge­ge­ben Unter­stüt­zun­gen in nicht rück­zahl­ba­re Finanz­hil­fen umge­wan­delt wer­den. Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung wird unter Berück­sich­ti­gung der Anzahl der Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens im Febru­ar die­ses Jah­res berech­net, mul­ti­pli­ziert mit 750 Euro für jeden Mit­ar­bei­ter und für den Zeit­raum von drei Mona­ten, bis zu einem Höchst­be­trag von 20.000 Euro für jedes Unter­neh­men. Bis­lang, berich­te­te die Behör­de, wur­den bereits 5.000 Unter­neh­men mit ins­ge­samt 40 Mil­lio­nen Euro unter­stützt.

Foto: Suzie Age­lo­pou­los

 

Aljezur: 97 Anzeigen wegen illegalem Camping

Am 21. August führ­te die GNR im Rah­men der Ope­ra­ti­on "Siche­rer Som­mer 2020" in der Gemein­de Alje­zur meh­re­re Inspek­tio­nen zur Bekämp­fung des ille­ga­len Cam­pings durch, Beson­de­res Augen­merk lag dabei auf dem Natur­park Süd­west-Alen­te­jo und Cos­ta Vicen­ti­na.
Ins­ge­samt wur­den im Rah­men die­ser Über­prü­fun­gen 122 Anzei­gen erstat­tet, davon 97 wegen wil­dem Cam­ping und Cara­va­ning sowie ille­ga­lem Par­ken auf nicht erlaub­ten Plät­zen und 25 wegen Nicht­ein­hal­tung der Ver­kehrs­re­geln. Bereits vor knapp 2 Wochen hat­te die Poli­zei in der Gemein­de Vil­la de Bis­po und eben­falls im Natur­park Süd­west-Alen­te­jo und Cos­ta Vicen­ti­na 91 ille­ga­le Cam­per erwischt.

Ille­ga­les Cam­ping und Cara­va­ning blei­ben ein aku­tes Pro­blem an der West­algar­ve. Immer häu­fi­ger beschwe­ren sich Anwoh­ner und die ört­li­che Wirt­schaft über ent­spre­chen­de Ver­stö­ße und zuneh­men­de Umwelt­ver­schmut­zung. Erst vor kur­zem hat­te der Ver­ein Rota Vicen­ti­na in einem offi­zi­el­len Kom­mu­ni­que an das Umwelt­be­wusst­sein der Besu­che­rIn­nen appel­liert und „eine Spur von Müll und mensch­li­chem Abfall auf den Klip­pen und Strän­den des Natur­parks Süd­west-Alen­te­jo und Cos­ta Vicen­ti­na“ beklagt.

 

Echt beschis­sen: Jede Men­ge Exkre­men­te auf der Rota Vicen­ti­na. Foto: AE

 

Kein Rauchverbot in Portugal

Die por­tu­gie­si­sche Regie­rung erwägt der­zeit kein Rauch­ver­bot in der Öffent­lich­keit nach dem Vor­bild Spa­ni­ens. Die spa­ni­sche Regie­rung und die regio­na­len Behör­den des Lan­des haben ein Rauch­ver­bot "im Frei­en, z.B. auf Ter­ras­sen" beschlos­sen und immer dann, wenn es nicht mög­lich ist, einen Sicher­heits­ab­stand von zwei Metern zwi­schen den Men­schen ein­zu­hal­ten. Por­tu­gals Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mar­ta Tem­ido erklär­te, dass die Regie­rung "im Moment nicht erwägt, eine ähn­li­che Maß­nah­me zu ver­ab­schie­den". Das spa­ni­sche Rauch­ver­bot basiert auf einer Emp­feh­lung der "Kom­mis­si­on für öffent­li­che Gesund­heit“, die seit gerau­mer Zeit vor der erhöh­ten Anste­ckungs­ge­fahr durch das Aus­at­men des Rauchs aus Mund und Lun­ge warnt. Coro­na­vi­ren könn­ten sich auf die­se Wei­se in Form von Mikro­tröpf­chen ver­brei­ten.

 

Verkehr: 4.585 Raser erwischt

Im Rah­men ihrer Ope­ra­ti­on "Rei­sen ohne Eile 2020" hat die GNR zwi­schen dem 13. und 19. August über 4.585 Geschwin­dig­keits­über­tre­tun­gen regis­triert. Bei der lan­des­wei­ten Ver­kehrs­über­wa­chungs­ak­ti­on wur­den 207.782 Fahr­zeu­ge kon­trol­liert. In die­sem Zeit­raum wur­den außer­dem 1.528 Unfäl­le mit 7 Toten, 27 Schwer- und 472 Leicht­ver­letz­ten erfasst.
Für den Zeit­raum vom 1. Janu­ar bis zum 19. August 2020 mel­den die Behör­den einen – ver­mut­lich coro­na-beding­ten – deut­li­chen Rück­gang der Unfall­zah­len im Ver­gleich zu 2019, das sind 12.321 weni­ger Unfäl­le, 71 weni­ger Tote, 258 weni­ger Schwer­ver­letz­te und 4.482 weni­ger Leicht­ver­letz­te.

 

Fahrräder: Portugal ist Nr. 1 in Europa

Por­tu­gal war 2019 der größ­te Fahr­rad­her­stel­ler in der Euro­päi­schen Uni­on und über­hol­te den bis­he­ri­gen Spit­zen­rei­ter Ita­li­en. Laut Euro­stat wur­den im Jahr 2019 rund 2,7 Mil­lio­nen Fahr­rä­der in Por­tu­gal her­ge­stellt, 600.000 mehr als in Ita­li­en. Im Ver­gleich zu 2018 stei­ger­te Por­tu­gal die Pro­duk­ti­on in nur einem Jahr um 730.000 Fahr­rä­der. 2019 expor­tier­te Por­tu­gal Fahr­rä­der im Wert von 400 Mil­lio­nen Euro. Davon ent­fal­len mehr als 10% auf Elek­tro­fahr­rä­der im Wert von 52 Mil­lio­nen Euro.

E‑Bike von Triangle`s aus Por­tu­gal.

 

Riesenkürbis an der Algarve

Frei­zeit-Land­wirt José San­tos hat ver­mut­lich die größ­ten Kür­bis­se Por­tu­gals gezüch­tet, mel­det Cor­reio da Man­hã. Die drei Super­früch­te wie­gen 610, 550 und 540 Kilo­gramm. Neben den Kür­bis­sen wächst im Gemü­se­gar­ten von José San­tos auch eine Was­ser­me­lo­ne, die bereits 50 Kilo erreicht hat.

Foto: CM

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Nachrichten aus Polizei und Justiz

Monchique: Cannabisplantage aufgespürt

Die Poli­zei hat am 17. August in Vale de Gai­os, Gemein­de Mon­chi­que, eine Can­na­bis­plan­ta­ge auf­ge­spürt. Der 57-jäh­ri­ge Besit­zer wur­de wegen Dro­gen­han­dels fest­ge­nom­men. Bei der Durch­su­chung wur­den u.a. 41 Can­na­bis­pflan­zen und 25 Meter Bewäs­se­rungs­roh­re beschlag­nahmt. Hier geht es zum Video.

 

Portimão: Sardinen beschlagnahmt

Die GNR-Küs­ten­kon­troll­ein­heit hat am 21. August im Fische­rei­ha­fen von Por­ti­mão 888 Kilo ille­gal gefan­ge­ne Sar­di­nen mit einem geschätz­ten Wert von 5.300 Euro beschlag­nahmt. Dem ver­däch­ti­gen Fischer wird vor­ge­wor­fen, die zuläs­si­ge Fang­men­ge über­schrit­ten zu haben. Eine der­ar­ti­ge Ord­nungs­wid­rig­keit kann eine Geld­stra­fe von bis zu 37.500 Euro nach sich zie­hen.

Algarve: Flüchtiger Krimineller gefasst

Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat jetzt einen 40-jäh­ri­gen Aus­län­der gefasst, der seit 2019 auf der Flucht vor den spa­ni­schen Behör­den war. Der Mann steht im Ver­dacht, einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung anzu­ge­hö­ren, die sich dem Dro­gen­han­del ver­schrie­ben hat. Um sich den Behör­den zu ent­zie­hen, "benutz­te er meh­re­re Iden­ti­tä­ten und zeig­te bei sei­ner Ver­haf­tung fal­sche Doku­men­te", so die Behör­den. Er hat­te sich meh­re­re Mona­te in Luxus­ho­tels an der Algar­ve ver­steckt.

Tavira: Feuerwehrmann zündete Haus an

Die Poli­zei hat in Tavi­ra einen 35-jäh­ri­gen Feu­er­mann u.a. wegen Brand­stif­tung ver­haf­tet. Er soll unter Alko­hol­ein­fluss in dem Wohn­haus, in dem er mit sei­ner Mut­ter leb­te, vor­sätz­lich einen Brand gelegt haben. Vor­her­ge­gan­gen war ein Streit mit sei­ner Mut­ter und sei­ner Schwes­ter.

Susanne Tenzler-Heusler
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Susanne Tenzler-Heusler

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Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin