Algarve News: 03. bis 09. August 2020


Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 32/2020: Algar­ve: Ille­ga­les Cam­ping zer­stört Umwelt | Por­tu­gal: 1 Mil­li­ar­de für klei­ne Unter­neh­men | Algar­ve: Neu­er Boom als Dreh­ort | Algar­ve-Wein: 2 Part­ner, 1 Ziel | Mehr Bade­to­te an Strän­den | Bars und Dis­ko­the­ken vor der Plei­te | Covid-19: Test-Rekord im Juli | Beschwer­de gegen spa­ni­sches Atom­kraft­werk| Covid-19: Viren im Abwas­ser unge­fähr­lich | Por­tu­gie­sen kau­fen weni­ger Autos | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

  • Covid-19: Grü­nes Licht für Coro­na-App :Covid-19: Grünes Licht für Corona-App
    Die por­tu­gie­si­sche Coro­­na-Kon­­takt-App „Sta­ya­way Covid“ steht kurz vor der Markt­rei­fe. Das erklär­ten in den ver­gan­ge­nen Tagen ver­schie­de­ne Regie­rungs­ver­tre­ter. Der­zeit tes­ten etwa 1.000 Per­so­nen die Smar­t­­pho­­ne-Anwen­­dung, die auf den Betriebs­sys­te­men Android und iOs ver­füg­bar sein soll. Über die App wer­den Benut­zer benach­rich­tigt, wenn sie mit ande­ren Benut­zern in Kon­takt kom­men, bei denen eine Covid-19-Infe­k­­ti­on dia­gnos­ti­ziert wur­de. …

 

Algarve: Illegale Camper zerstören Umwelt

Wer in die­sen Tagen auf den wun­der­schö­nen, teils atem­be­rau­ben­den Wan­der­we­gen der Rota Vicen­ti­na an der West­algar­ve unter­wegs ist, dem wird der Natur­ge­nuss ganz schön ver­miest. Er stol­pert näm­lich alle naselang über jede Men­ge Abfall, ins­be­son­de­re Klo­pa­pier und Plas­tik­müll. Behör­den und Ein­woh­ner sind, so berich­ten zahl­rei­che Medi­en, dar­über zu Recht sehr empört und machen dafür ille­ga­les Cam­ping ver­ant­wor­lich. Sie bekla­gen, dass „ihre Lieb­lings­plät­ze, Strän­de und Aus­sich­ten nicht nur durch gro­ße kas­ten­för­mi­ge Wohn­wa­gen rui­niert, son­dern auch ver­schmutzt, ver­brannt und in eini­gen Fäl­len zer­stört wer­den“, so ein Bericht von „The Por­tu­gal News“. Vie­le Cam­per wür­den ihre Not­durft in der Natur ver­rich­ten und sogar Fäka­li­en­tanks von Wohn­mo­bi­len ent­lee­ren.

Das Phä­no­men hat sich in den Coro­na-Mona­ten offen­bar ver­stärkt. Die GNR hat in die­sem Zusam­men­hang bis Mit­te Juli 2020 lan­des­weit 167 Ver­stö­ße geahn­det. Ent­spre­chen­de Delik­te kön­nen mit Buß­gel­dern von 200 Euro bis 36.000 Euro belegt wer­den. Laut GNR war Faro der Bezirk mit den meis­ten Ver­stö­ßen (89),  gefolgt von Set­ú­bal mit 53 und Beja mit 20.

Der Ver­ein Rota Vicen­ti­na appel­liert jetzt in einem offi­zi­el­len Kom­mu­ni­que an das Umwelt­be­wusst­sein der Besu­che­rIn­nen. "Mit gro­ßer Besorg­nis beob­ach­ten die Anwoh­ner einen wach­sen­den Trend zum ille­ga­len Zel­ten und wil­den Cara­va­ning an den Klip­pen und Strän­den der Regi­on, zum miss­bräuch­li­chen Par­ken auf städ­ti­schen Park­plät­zen und an den Strän­den selbst, auf Pri­vat­grund­stü­cken und in ver­bo­te­nen Gebie­ten mit den ent­spre­chen­den Fol­gen für Land­schaft, Umwelt und Sozia­les", klagt der Ver­ein. Die Fol­gen sei­en „eine Spur von Müll und mensch­li­chem Abfall auf den Klip­pen und Strän­den des Natur­parks Süd­west-Alen­te­jo und Cos­ta Vicen­ti­na“.

Rota Vicen­ti­na ist ein gemein­nüt­zi­ger Ver­ein, der für das Manage­ment des Pro­jekts Rota Vicen­ti­na ver­ant­wort­lich ist. Er wird von einem Netz­werk von 200 Unter­neh­men aus ver­schie­de­nen Sek­to­ren sowie inter­na­tio­na­len Rei­se­ver­an­stal­tern unter­stützt, die sich nicht nur für ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Ange­bot, son­dern auch für die Nach­hal­tig­keit der Regi­on ein­set­zen.

P.S: Algar­ve für Ent­de­cker hat eine Check­lis­te mit fünf  Top-Tipps zusam­men­ge­stellt, wie Cam­per ihren Urlaub in der berü­ckend schö­nen Natur Süd­por­tu­gals zu einer sau­be­ren Sache machen kön­nen.

 

Wanderwege im Westen der Algarve und des Alentejo sind verdoppelt worden
Mehr Wan­de­rer auf den His­to­ri­schen Weg zu füh­ren, ist Anlie­gen des Ver­eins. Foto: Rota Vicen­ti­na

Portugal gibt 1 Milliarde für kleine Unternehmen frei

Kleinst- und Klein­un­ter­neh­men kön­nen ab sofort mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung rech­nen. Die por­tu­gie­si­sche Regie­rung hat jetzt über die SPGM – Sociedade de Inves­ti­men­to 1 Mil­li­ar­de Euro frei­ge­ge­ben, von denen 700 Mil­lio­nen Euro für Kleinst­un­ter­neh­men und 300 Mil­lio­nen Euro für klei­ne Unter­neh­men bestimmt sind, um die Pan­de­mie­fol­gen zu lin­dern. "Die Unter­neh­men kön­nen eine Finan­zie­rung von bis zu 50.000 Euro im Fal­le von Kleinst­un­ter­neh­men oder bis zu 250.000 Euro im Fal­le von Klein­un­ter­neh­men für eine maxi­ma­le Lauf­zeit von bis zu sechs Jah­ren ein­schließ­lich einer 18-mona­ti­gen til­gungs­frei­en Zeit und einer Garan­tie von bis zu 90% des aus­ste­hen­den Kapi­tals erhal­ten", sag­te die SPGM. Basis für eine Gewäh­rung ist ein Umsatz­rück­gan von min­des­tens 40% auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie.

Foto: SPGM

 

Algarve: Neuer Boom als Drehort?

Die Film­in­dus­trie der Algar­ve steht "kurz vor einem Boom", mel­de­te unlängst „Por­tu­gal Resi­dent“. Hin­ter­grund ist eine neue Koope­ra­ti­on zwi­schen den Film­pro­duk­ti­ons­fir­men Spy Manor Pro­duc­tions and Film Pro­duc­tion Algar­ve. Ziel ist es, „die Regi­on als Loca­ti­on für die glo­ba­le Medi­en- und Unter­hal­tungs­in­dus­trie bekann­ter zu machen". Die aktu­el­le Initia­ti­ve soll "Schlüs­sel­per­so­nen in die Regi­on brin­gen, Fir­men- und Pres­se­rei­sen orga­ni­sie­ren und mit ande­ren Fach­leu­ten zusam­men­ar­bei­ten, die wei­ter in der Regi­on inves­tie­ren möch­ten". Van­da Ever­ke, Grün­de­rin und Direk­to­rin von Spy Manor Pro­duc­tions sagt dazu: „Beim der­zei­ti­gen Stand der Pan­de­mie sucht jeder nach alter­na­ti­ven Dreh­or­ten. Die Algar­ve hat eine male­ri­sche Umge­bung, eine groß­ar­ti­ge loka­le Infra­struk­tur, alle spre­chen Eng­lisch, die loka­le Regie­rung ist sehr hilfs­be­reit, die Gast­freund­schaft ist groß­ar­tig, und es gibt hier ein gro­ßes Fach­wis­sen und eine Ver­füg­bar­keit von Film­teams". Die Ähn­lich­keit der Algar­ve mit Kali­for­ni­en sei ein wei­te­rer Vor­zug, den die Regi­on nut­zen kön­ne, um aus­län­di­sche Fil­me­ma­cher anzu­zie­hen, füg­te sie hin­zu. Es gebe bereits aus­sichts­rei­che Gesprä­che mit Film­pro­duk­ti­ons­fir­men in den USA und Groß­bri­tan­ni­en zu künf­ti­gen Dreh­ar­bei­ten an der Algar­ve. Die Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft Spy Manor unter­stützt außer­dem das Pro­jekt zum Bau eines hoch­mo­der­nen Film­kom­ple­xes in Lou­lé. Die Kreis­stadt in der Zen­tral-Algar­ve ver­sucht seit Jah­ren, sich als Film­stand­ort zu eta­blie­ren, wofür der Gemein­de­rat 2014 sogar das Lou­lé Film Office ins Leben geru­fen hat­te, um "die Gemein­de als erst­klas­si­ge Loca­ti­on für Film , Fern­seh, Wer­be- und Foto­pro­duk­tio­nen zu för­dern".

Foto: Spy Manor Pro­duc­tion

 

Algarve-Wein: 2 Partner, 1 Ziel

Die Wein­kom­mis­si­on der Algar­ve (CVA) und das Frem­den­ver­kehrs­amt der Algar­ve (RTA) bün­deln ab sofort ihre Kräf­te, um Image und Ver­kauf der Algar­ve-Wei­ne in Por­tu­gal und Spa­ni­en stär­ker zu för­dern. Haupt­ziel ist es, ins­be­son­de­re die por­tu­gie­si­schen und spa­ni­schen Urlau­ber über die Qua­li­tät der in Lagos, Por­ti­mão, Lagoa und Tavi­ra erzeug­ten Wei­ne zu infor­mie­ren. Nach Anga­ben der RTA wäh­len immer mehr Tou­ris­ten die Algar­ve als Urlaubs­ziel für Wein- und Gas­tro­no­mie­er­leb­nis­se. In den letz­ten Jah­ren sei die Zahl zwi­schen "5% und 8%" gestie­gen. In die­sem Rah­men hat die Wein­kom­mis­si­on ihre App „Vin­hos do Algar­ve“ über­ar­bei­tet. Sie ist nun für Android und IOS ver­füg­bar. Die App infor­miert nun umfas­send über die geo­gra­phi­sche Lage der Erzeu­ger, Ver­kaufs­stel­len und Restau­rants sowie zu Ver­an­stal­tun­gen im Zusam­men­hang mit der Wein­re­gi­on der Algar­ve. An der Algar­ve wer­den aktu­ell von 45 Erzeu­gern rund 1.500 Hekt­ar Wein­ber­ge bewirt­schaf­tet. 2019 wur­den rund 1,3 Mil­lio­nen Fla­schen ver­kauft, davon wur­den aller­ding nur 10% expor­tiert.

 

Strände: Mehr Todesfälle durch Ertrinken

Die Zahl der Todes­fäl­le durch Ertrin­ken an unbe­auf­sich­tig­ten Strän­den ist in der ers­ten Hälf­te des Jah­res 2020 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 45,5% gestie­gen, teil­te der por­tu­gie­si­sche Ver­band der Ret­tungs­schwim­mer (FEPONS) jetzt mit. In den ers­ten sechs Mona­ten die­ses Jah­res wur­den 64 Bade­to­te regis­triert (2019: 44). Laut Ver­band ereig­ne­ten sich die Unglücks­fäl­le "in unbe­auf­sich­tig­ten Berei­chen", zumeist in "unbe­auf­sich­tig­ten Situa­tio­nen" (67,2%) und "ohne Ret­tungs­ver­such" (79,7%). Opfer sind über­wie­gend Män­ner (90,6%), über 40 Jah­re alt (50%) und über­wie­gend Por­tu­gie­sen (26,6%). Die meis­ten Fäl­le ereig­ne­ten sich in den Bezir­ken Faro und Lis­sa­bon. "Die­ses Sta­tis­tik ist beson­ders besorg­nis­er­re­gend, da sich das Land seit eini­gen Wochen im Aus­nah­me­zu­stand befin­det und wir die­se Zah­len nicht erwar­tet haben", so der Ver­band. Er steu­ert jetzt mit einer Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne unter dem Titel "SOS-Ertrin­ken" gegen.

 

Bars und Diskotheken vor der Pleite

Eine vom Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band AHRESP durch­ge­führ­te Stu­die zeigt, dass mehr als die Hälf­te der Bars und Dis­ko­the­ken Por­tu­gals erwä­gen, Insol­venz anzu­mel­den. Laut AHRESP den­ken 62% der Bars und Nacht­lo­ka­le dar­über nach, für immer zu schlie­ßen. Mehr als 16% waren nicht in der Lage, die Gehäl­ter des Per­so­nals zu zah­len, 14% geben an, dass sie es geschafft haben, Teil­ge­häl­ter zu zah­len, wäh­rend 30% sagen, dass selbst dies vor Ende des Jah­res unmög­lich sein wird. AHRESP bezeich­net die Situa­ti­on als "wirk­lich alar­mie­rend. Bars und Dis­ko­the­ken dür­fen seit 1. August wie­der öff­nen, aller­dings nur als Cafés oder Kon­di­to­rei­en, ohne Tanz­flä­chen.

 

Covid-19: Test-Rekord im Juli

In Por­tu­gal wur­de im Juli mit 431.000 die bis­lang größ­te Anzahl von Covid-19-Tests durch­ge­führt. Das ent­spricht nach Anga­ben der Staats­se­kre­tä­rin für Gesund­heit, Jami­la Madei­ra, einer Gesamt­zahl von fast 14.000 Tests pro Tag. Sie beton­te, dass fast die Hälf­te davon vom Natio­na­len Gesund­heits­dienst durch­ge­führt wor­den ist. Seit März habe Por­tu­gal rund 1,3 Mil­lio­nen Coro­na­vi­rus-Tests durch­ge­führt, womit das Land in der EU an fünf­ter Stel­le liegt.

 

Beschwerde gegen spanisches Atomkraftwerk

Die Umwelt­par­tei PAN hat bei den Ver­ein­ten Natio­nen for­mell eine Beschwer­de gegen Spa­ni­en ein­ge­reicht, nach­dem das Nach­bar­land den Betrieb sei­nes über­al­ter­ten Atom­kraft­werks in Alma­raz bis 2027 bzw. 2028 ver­län­gert hat. Ursprüng­lich war eine Lauf­zeit bis 2027 bzw. 2028 vor­ge­se­hen. Nach Ansicht des PAN-Abge­ord­ne­ten André Sil­va (Foto) ist die ein­sei­ti­ge Ent­schei­dung Spa­ni­ens, die Lebens­dau­er einer Anla­ge, die so nahe am por­tu­gie­si­schen Ter­ri­to­ri­um liegt – ganz zu schwei­gen von den Ufern des Flus­ses Tejo – wei­ter zu ver­län­gern, "ein Affront gegen das por­tu­gie­si­sche Volk", das laut einer Stu­die der por­tu­gie­si­schen Armee im Fal­le eines schwer­wie­gen­den Zwi­schen­falls ernst­haft in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wür­de. Eine Unfall-Simu­la­ti­on hät­te schon 2010 gezeigt, dass bis zu 800.000 Por­tu­gie­sen bei einem Unglück unmit­tel­bar "ver­strahlt" wer­den wür­den. Fran­cis­co Fer­rei­ra vom por­tu­gie­si­schen Umwelt­ver­band ZERO sag­te gegen­über der Zei­tung Púb­li­co, die Anla­ge sei immer nur für eine Lebens­dau­er von 30 Jah­ren vor­ge­se­hen gewe­sen. Am Ende wird sie effek­tiv 50 % län­ger lau­fen, erklärt er, was eine Situa­ti­on mit "beträcht­li­chem Risi­ko" schafft.

 

Covid-19: Viren im Abwasser sind keine Gefahr

Im Abwas­ser nach­ge­wie­se­ne Covid-19-Viren wer­den in Klär­an­la­gen eli­mi­niert. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­su­chung der staat­li­chen Was­ser­ge­sell­schaft Águ­as de Por­tu­gal. Für die Stu­die wur­den mehr als 200 Abwas­ser­pro­ben in Lis­sa­bon, Cas­cais, Vila Nova de Gaia und Gui­marães gesam­melt und ana­ly­siert. Die Ergeb­nis­se wei­sen auf die "Abwe­sen­heit von gene­ti­schem Mate­ri­al" des SARS-CoV-2-Coro­na­vi­rus "im gerei­nig­ten Abwas­ser" hin, was laut Águ­as de Por­tu­gal "dar­auf hin­deu­tet, dass die Behand­lungs­schrit­te effi­zi­ent sind", um das Virus aus dem Abwas­ser zu ent­fer­nen. "Tat­säch­lich gibt es zur Zeit kei­nen Beweis für die Mög­lich­keit einer Infek­ti­on mit SARS-CoV‑2 über die­sen Weg", stellt das Unter­neh­men fest.

Klär­an­la­ge Arei­as de Vilar, Bar­ce­los, Foto: AdP

 

Autoverkäufe in Portugal weiter rückläufig

Die Auto­ver­käu­fe in Por­tu­gal san­ken im Juli um fast 17% im Ver­gleich zum sel­ben Monat des Jah­res 2019 und sind seit Anfang des Jah­res um mehr als 44% gesun­ken. Nach Anga­ben des por­tu­gie­si­schen Auto­mo­bil­ver­bands (ACAP) wur­den im Juli 18.101 Kraft­fahr­zeu­ge in Por­tu­gal ver­kauft, 16,9% weni­ger als im glei­chen Monat des Vor­jah­res. Im kumu­lier­ten Zeit­raum von Janu­ar bis Juli 2020 wur­den 96.102 neue Fahr­zeu­ge in Ver­kehr gebracht, was einem Rück­gang von 44,3 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht.

 

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Nachrichten aus Polizei und Justiz

Algarve: Johannisbrot-Diebstähle nehmen zu

Die Johan­nis­brot-Pro­du­zen­ten der Algar­ve wer­den durch die wach­sen­de Zahl von Dieb­stäh­len in der Regi­on, die sie Tau­sen­de von Euro kos­ten, zur Ver­zweif­lung getrie­ben. Es ist ein chro­ni­sches Pro­blem, das sich vor allem an der Ost­algar­ve nahe der Gren­ze zu Spa­ni­en nur noch ver­schlim­mert hat, heißt es. Horá­cio Piedade, Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung der Johan­nis­brot- und Man­del­pro­du­zen­ten der Algar­ve (AGRUPA), sag­te letz­te Woche gegen­über dem Fern­seh­sen­der TVI24, dass alle 400 Mit­glie­der in die­sem Jahr Opfer von Dieb­stäh­len gewor­den sei­en. „Schuld“ ist offen­bar der höhe­re Ver­kaufs­preis von Johan­nis­brot (12 € gegen­über 5 € pro Kilo), der immer mehr Men­schen dazu ver­an­lasst, es zu steh­len, um es dann ille­gal zu ver­kau­fen. Die Poli­zei­be­hör­den bestä­tig­ten, dass die Zahl Dieb­stäh­le zuge­nom­men hat. Bis­lang wur­den in die­sem Jahr 25 Per­so­nen wegen die­ser Art von Dieb­stäh­len ver­haf­tet oder iden­ti­fi­ziert, teil­te die Poli­zei mit.

Paderne: Cannabis-Gewächshaus zerstört

Die Poli­zei hat am 4. August in Pader­ne ein Gewächs­haus mit 255 Can­na­bis-Pflan­zen demon­tiert. Besit­zer war ein 44-jäh­ri­ger Ita­lie­ner, der nun wegen des Ver­dachts auf Dro­gen­han­del inhaf­tiert wur­de. Der Ver­däch­ti­ge ist nicht vor­be­straft und leb­te "schein­bar allein" auf einem iso­lier­ten Hügel, wo er die Plan­ta­ge gut ver­ste­cken konn­te, so die Poli­zei. Neben den 255 Can­na­bis­pflan­zen wur­den 31 Säcke Dün­ger, ein Revol­ver, Muni­ti­on ver­schie­de­ner Kali­ber, ein Com­pu­ter, ein Tablett und zwei Mobil­te­le­fo­ne beschlag­nahmt.

Faro: Verhaftung wegen Kinder-Pornographie

Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat am 2. August einen 61-jäh­ri­gen Mann wegen Besit­zes und Ver­brei­tung von Kin­der­por­no­gra­phie ver­haf­tet. Die Poli­zei beschlag­nahm­te Tau­sen­de von Foto- und Video-Datei­en, die Kin­der unter 14 Jah­ren bei sexu­el­len Hand­lun­gen zei­gen.

Portimão: Festnahme wegen Drogenhandels

Die Poli­zei hat am 7. August in Por­ti­mão 3 Män­ner und 1 Frau im Alter zwi­schen 22 und 66 Jah­ren fest­ge­nom­men, die des Dro­gen­han­dels ver­däch­tigt wer­den. Bei Haus­durch­su­chun­gen wur­den Can­na­bis-Pflan­zen, 42 Ein­zel­do­sen Haschisch, 85 Ein­zel­do­sen Amphet­ami­ne sowie ver­schie­de­ne Mate­ria­li­en und Aus­rüs­tun­gen für Behand­lung und Ver­pa­ckung von Betäu­bungs­mit­teln beschlag­nahmt.

 

 

Susanne Tenzler-Heusler
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Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin