Covid-19 – Zahl der Infektionen in Portugal jetzt über 10.000


Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Die Zahl der Covid-19-Infi­zier­ten in Por­tu­gal hat die Zehn­tau­sen­der-Mar­ke über­schrit­ten. Nach den neu­es­ten Daten der Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit (DGS) sind inzwi­schen 10.524 Men­schen mit Covid-19 infi­ziert. 638 neue Fäl­le bedeu­ten aber einen Anstieg von „nur“ 6,5%. Die Zahl der Todes­fäl­le erhöh­te sich um 20 auf jetzt 266.
An der Algar­ve sind laut DGS 182 Fäl­le regis­triert, 3 mehr als am Vor­tag. Im Alen­te­jo sind 63 Per­so­nen infi­ziert (+4). Die Zahl der Todes­fäl­le an der Algar­ve liegt aktu­ell bei fünf. Wie Sul Infor­ma­ção mel­det, han­delt es sich bei dem fünf­ten Opfer um einen 60-jäh­ri­gen kana­di­schen Urlau­ber aus Alb­ufei­ra.
In den DGS-Infor­ma­tio­nen sind aller­dings noch nicht die neu­en Fäl­le im Alten­heim San­ta Casa da Mise­ricór­dia de Boli­quei­me (Lou­lé) erfasst, die ges­tern gemel­det wur­den. Nach Anga­ben des Bür­ger­meis­ters von Lou­lé Vítor Alei­xo sind von den 59 Insas­sen des Hei­mes 21 posi­tiv auf Covid-19 getes­tet wor­den. Die Betrof­fe­nen wür­den jetzt „in einem Hotel der Regi­on iso­liert“. Lou­lé ist nun der Algar­ve-Bezirk mit den meis­ten Fäl­len (47) von Covid-19. Den aktu­el­len Stand der Infek­tio­nen an der Algar­ve ver­öf­fent­lich Sul Infor­ma­ção täg­lich auf einer inter­ak­ti­ven Kar­te. Basis sind die Daten der DGS, aber auch eige­ne Recher­chen der Zei­tung in der Regi­on.

Quel­le: Sul Infor­ma­ção

Portugal: Kultur in der Krise

Mehr als 24.800 kul­tu­rel­le Events wur­den in Por­tu­gal auf­grund von Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Covid-19-Epi­de­mie abge­sagt, ver­scho­ben oder aus­ge­setzt. Das hat eine Umfra­ge der Asso­cia­ti­on of Pro­mo­ters and Shows, Fes­ti­vals and Events (APEFE) erge­ben. Danach muss­ten 364 Ver­an­stal­ter in den Berei­chen Tanz, Musik, Thea­ter und ande­re dar­stel­len­de Küns­te 7.866 Vor­stel­lun­gen absa­gen, 15.412 ver­schie­ben und 1.537 Ver­an­stal­tun­gen aus­set­zen. Für den Ver­band illus­trie­ren die Zah­len "eine bei­spiel­lo­se Kri­se auf dem Kul­turmarkt in Por­tu­gal. Alle Unter­neh­men und Fach­leu­te, die mit der Kul­tur ver­bun­den sind, haben einen 100%igen Rück­gang ihres Umsat­zes und ihres Ein­kom­mens zu ver­zeich­nen.“

 

Portugal: Mobilität sinkt

Der Publi­kums­ver­kehr an Orten wie Restau­rants, Cafés, Ein­kaufs­zen­tren, Frei­zeit­parks, Muse­en, Buch­lä­den und Kinos ist in Por­tu­gal in den letz­ten Wochen um 83% zurück­ge­gan­gen. In Lebens­mit­tel­ge­schäf­ten und Apo­the­ken sank die Mobi­li­tät um 59%, an Strän­den, in öffent­li­chen Parks und in Häfen redu­zier­te sich der Ver­kehr um 80 Pro­zent. Im öffent­li­chen Per­so­nen­ver­kehr (Bus­se, Bah­nen, U‑Bahnen etc.) betrug der Rück­gang 78 %. Das hat eine Unter­su­chung von Goog­le erge­ben. Die Resul­ta­te basie­ren auf Daten von Nut­zern, die sich dafür ent­schie­den haben, den per­sön­li­chen Stand­ort mit ihrem Goog­le-Kon­to zu ver­knüp­fen.

Lee­re Stra­ßen sind ein gutes Zei­chen.
Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

Portugal: 95 Prozent aller Hotels geschlossen

Der Prä­si­dent des por­tu­gie­si­schen Hotel‑, Restau­rant- und Tou­ris­mus­ver­ban­des (APHORT) Rodri­go Pin­to Bar­ros teil­te jetzt mit, dass 95 Pro­zent des Hotel­sek­tors auf­grund der Covid-19-Pan­de­mie geschlos­sen wur­den. „Alles, was Bet­ten ver­kauft, ist prak­tisch geschlos­sen". Ähn­li­che Hiobs­bot­schaf­ten kom­men von der Ver­ei­ni­gung der por­tu­gie­si­schen Hotel‑, Restau­rant­ver­bän­de AHRESP. AHRESP-Gene­ral­se­kre­tä­rin Ana Jac­in­to gab bekannt, dass 75% der Unter­neh­men des Sek­tors der­zeit geschlos­sen sind. Dies geht aus den Ergeb­nis­sen einer zwi­schen dem 1. und 3. April durch­ge­führ­ten Umfra­ge unter 2.000 Mit­glie­dern her­vor.

 

Algarve baut Patienten-Kapazitäten aus

Die Gesund­heits- und Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den der Algar­ve wei­tet sei­ne Kapa­zi­tä­ten im Kamp gegen die Covid-19-Pan­de­mie aus. So wer­den u.a. zwei neue Feld­kran­ken­häu­ser im Sport­pa­vil­lon Pen­ha in Faro und in der Por­ti­mão-Are­na in Por­ti­mão auf­ge­baut. Bei­de Ein­rich­tun­gen kön­nen 80 bis 100 Per­so­nen auf­neh­men und sind für schwe­re Fäl­le vor­ge­se­hen. Dar­über hin­aus ent­ste­hen an 46 Stand­or­ten in den 16 Gemein­den der Algar­ve wei­te­re Kapa­zi­tä­ten, vor allem für leich­te Infek­tio­nen und vor­beu­gen­den Maß­nah­men. Dar­un­ter 1.120 Bet­ten in Sport­hal­len und Schu­len, 50 im Faren­se-Pavil­lon zur Unter­stüt­zung des Kran­k­aus­e­ses Faro sowie 680 in ver­schie­de­nen Hotels der Regi­on.

Wird für Pati­en­ten vor­be­rei­tet – Pavil­hao Faren­se. Foto: CM Faro

 

Monchique spendet Wasser

Unter dem Mot­to "Vie­len Dank an unse­re Super­hel­den" hat die Sociedade da Água de Mon­chi­que meh­re­ren Gesund­heits­ein­ri­chun­gen 45.000 Liter Mine­ral-Was­ser gespen­det. Es wur­de an die Kran­ken­häu­ser von Faro und Por­ti­mão, an das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum von São João (Por­to), das Kran­ken­haus San­ta Luzia (Via­na do Cas­te­lo), das Kran­ken­haus Con­de de Ber­ti­an­dos (Pon­te de Lima), das Kreis­kran­ken­haus von São João da Madei­ra, das Kran­ken­haus von São Sebas­tião (Avei­ro), das Kran­ken­haus­zen­trum Tâme­ga e Sou­sa und an die ARS ange­glie­der­ten Abtei­lun­gen für medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung gelie­fert. "Wir tun das, was nötig ist, näm­lich denen zu hel­fen, die es am meis­ten brau­chen", so Vítor Hugo Gon­çal­ves, Exe­ku­tiv­di­rek­tor der Sociedade da Água de Mon­chi­que.

Foto: Agua Mon­chi­que

 

Regierung verbietet Reiseverkehr zu Ostern

Der Regie­rungs­er­lass, der die Ver­län­ge­rung des Aus­nah­me­zu­stands in Por­tu­gal um wei­te­re 15 Tage fest­legt, ver­bie­tet wäh­rend der Oster­zeit Rei­sen außer­halb des Bezir­kes des Wohn­sit­zes. Zwi­schen Don­ners­tag, dem 9. April, und Mon­tag, 13. April, ist jede Rei­se außer­halb des gewöhn­li­chen Wohn­sit­zes ver­bo­ten, außer für die­je­ni­gen, die für die Aus­übung einer erlaub­ten beruf­li­chen Tätig­keit rei­sen müs­sen. Im glei­chen Zeit­raum wer­den alle natio­na­len Flug­hä­fen für den Pas­sa­gier­ver­kehr geschlos­sen, eine prä­ven­ti­ve Maß­nah­me, um zu gewähr­leis­ten, dass es kei­ne Rei­sen zwi­schen Por­tu­gal und dem Aus­land gibt. Die Poli­zei­be­hör­den sind ange­hal­ten, die Ein­hal­tung der Ver­bo­te inten­siv zu kon­trol­lie­ren.

Foto: GNR
Susanne Tenzler-Heusler
Letz­te Arti­kel von Susan­ne Tenz­ler-Heus­ler (Alle anzei­gen)
Susanne Tenzler-Heusler

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.