Algarve News: 20. bis 26. April 2020

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 17/2020: Coro­na-Update: Algar­ve bleibt sta­bil | Faro: Sehens­wür­dig­keit Kreis­ver­kehr | Por­tu­gals Arbeit­ge­ber wol­len ein­stel­len | Ryan­air will nicht flie­gen | Por­tu­gie­sen bei Fremd­spra­chen vorn | Nach­rich­ten aus Poli­zei und Jus­tiz – unser Wochen­rück­blick mit inter­es­san­ten Nach­rich­ten!

  • Covid-19: Regie­rung erstellt Fahr­plan für Locke­run­gen :Covid-19: Regierung erstellt Fahrplan für Lockerungen
    Por­tu­gals Pre­mier­mi­nis­ter Antó­nio Cos­ta hat in die­sen Tagen ers­te Maß­nah­men für die Zeit nach Ende des Aus­nah­me­zu­stan­des am 2. Mai skiz­ziert. Bis zum 30. April soll in Zusam­men­ar­beit mit Wis­sen­schaft­lern, Staats­be­ra­tern, den Par­tei­chefs und Prä­si­dent Mar­ce­lo de Sou­sa ein ent­spre­chen­der Fahr­plan erstellt wer­den. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass im Mai über eine Mil­li­on Men­schen an ihren …
  • Covid-19: Mili­tär des­in­fi­ziert Schu­len :Covid-19: Militär desinfiziert Schulen
    Das por­tu­gie­si­sche Mili­tär wird in den nächs­ten Tagen eine "gigan­ti­sche Ope­ra­ti­on" in etwa 800 Schu­len für die Klas­sen 11 und 12 star­ten, die nach dem Ende des Aus­nah­me­zu­stan­des wie­der eröff­net wer­den sol­len. Das kün­dig­te jetzt der Gene­ral­stabs­chef der Streit­kräf­te (CEMGFA) Admi­ral Sil­va Ribei­ro (Foto) an. 60 Teams aus dem Heer und 20 aus der Mari­ne …
  • 25. April: Die Revo­lu­ti­on geht online :25. April: Die Revolution geht online
    Die offi­zi­el­len Fei­er­lich­kei­ten zum 25. April, dem Gedank­tag an die Nel­ken­re­vo­lu­ti­on von 1974, wer­den in die­sem Jahr online über­tra­gen. Für das Fest­pro­gramm haben die Intendant_innen der Natio­nal­thea­ter von São Car­los, São João und D. Maria II. sowie der künst­le­ri­sche Lei­ter der Com­p­an­hia Nacio­nal de Bai­la­do ein ganz beson­de­res Werk zum Geden­ken an die Revo­lu­ti­on vom …

 

Corona-Update: Algarve bleibt stabil

Wie aus dem heu­ti­gen epi­de­mio­lo­gi­schen Bul­le­tin der Gene­ral­di­rek­ti­on für Gesund­heit (DGS) her­vor­geht, gibt es an der Algar­ve einen wei­te­ren Todes­fall (jetzt 12) und 322 Infi­zier­te (+2), im Alen­te­jo sind 187 Fäl­le (+2) regis­triert. Im gan­zen Land gibt es 23.864 bestä­tig­te Fäl­le (+472) und 903 Todes­fäl­le (+23).

Quel­le: DGS

Die fünf am stärks­ten betrof­fe­nen Gemein­den in der Regi­on Algar­ve sind Alb­ufei­ra mit 68, Lou­lé mit 61, Faro mit 60, Por­ti­mão mit 35 und Tavi­ra mit 30 Fäl­len. Die fünf am stärks­ten betrof­fe­nen Gemein­den in ganz Por­tu­gal sind Lis­sa­bon (1.406), Vila Nova de Gaia (1.263), Por­to (1.211), Bra­ga (1.019) und Mato­s­in­hos (1.017).

Quel­le: DGS/Sul Infor­ma­ção

Den jeweils aktu­el­len Stand der Infek­tio­nen an der Algar­ve ver­öf­fent­licht Sul Infor­ma­ção täg­lich auf einer inter­ak­ti­ven Kar­te. Basis sind die Daten der DGS, aber auch eige­ne Recher­chen der Zei­tung in der Regi­on.

 

Faro: Kreisverkehr als Sehenswürdigkeit

De Bau­ar­bei­ten für den neu­en Kreis­ver­kehr an der Kreu­zung der Ave­ni­da Calous­te Gul­ben­ki­an und der Rua do Alpor­tel sind prak­tisch abge­schlos­sen, teil­te der Stadt­rat von Faro unlängst mit. Die­ser Neu­bau tra­ge zu einer erheb­li­chen Ver­bes­se­rung des Auto­ver­kehrs in einem neur­al­gi­schen Gebiet der Stadt Faro bei. Gleich­zei­tig sei damit auch ein „neu­er Anzie­hungs­punkt geschaf­fen wor­den, der das Ende der Natio­nal­stra­ße 2 (EN2) mar­kiert, die das gan­ze Land auf einer Län­ge von 738 Kilo­me­tern von Cha­ves bis Faro durch­quert", so die Gemein­de­ver­wal­tung. In der Mit­te des Kreis­ver­kehrs wur­de des­halb auch das Wahr­zei­chen der EN2 restau­riert, "das in den letz­ten Jah­ren zu einem Sym­bol für Rei­sen­de gewor­den ist, die die­se mythi­sche Rou­te absol­vie­ren.“ Die Bau­ar­bei­ten haben 230.000 Euro gekos­tet.

Die Natio­nal­stra­ße EN 2 ver­bin­det seit 1945 Faro, die Haupt­stadt der Algar­ve, mit der Haupt­stadt von Trás-os-Mon­tes, Cha­ves. Die 738,5 km lan­ge Stra­ße führt durch vier Gebir­ge, 29 Bezir­ke und über elf Flüs­se quer durch Por­tu­gal. Es ist Euro­pas längs­te his­to­ri­sche Stra­ße und nur mit der ame­ri­ka­ni­schen Rou­te 66 oder der argen­ti­ni­schen Rou­te 40 ver­gleich­bar.

Foto: CM Lagos

 

Portugal: Arbeitgeber wollen einstellen

Foto: Hays

Gute Nach­rich­te aus dem Arbeits­markt: Nur 21% der Arbeit­ge­ber schlie­ßen die Mög­lich­keit aus, bis Ende 2020 wei­ter­hin Per­so­nal ein­zu­stel­len, so die Ergeb­nis­se einer aktu­el­len Stu­die von Hays, einem der welt­wei­ten füh­ren­den Per­so­nal­un­ter­neh­men. Die Umfra­ge unter mehr als 240 Arbeit­ge­bern zeigt außer­dem, dass 6 % sofort ein­stel­len wol­len, 15 % jetzt und schritt­wei­se bis Ende des Jah­res, 30 % wol­len ein­stel­len, wenn sich die Situa­ti­on wie­der nor­ma­li­siert, und 28 % geben an, dass sie noch nicht wis­sen, was ihre Ein­stel­lungs­ab­sich­ten sind.
Zu den von den Arbeit­ge­bern in den kom­men­den Mona­ten am meis­ten nach­ge­frag­ten Pro­fi­len gehö­ren Fach­leu­te aus den Berei­chen Wer­bung (38%), Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie (29%), Inge­nieu­re (23%), Mar­ke­ting und Kom­mu­ni­ka­ti­on (16%) und Ver­wal­tung (14%).
"Die letz­ten Wochen haben eine gewis­se Unsi­cher­heit auf dem por­tu­gie­si­schen Arbeits­markt her­vor­ge­ru­fen. Die Ergeb­nis­se unse­rer Umfra­ge zei­gen jedoch, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Arbeit­ge­ber die Ein­stel­lun­gen bis zum Jah­res­en­de nicht auf­ge­ge­ben hat, was ein guter Indi­ka­tor dafür ist, dass sich die Unter­neh­men dar­auf kon­zen­trie­ren wer­den, so schnell wie mög­lich zur Nor­ma­li­tät zurück­zu­keh­ren", sagt Pau­la Bap­tis­ta, Geschäfts­füh­re­rin von Hays Por­tu­gal (Foto).

 

Ryanair: Freie Mittelplätze sind eine „idiotische Idee, die zu nichts führt"

Der Prä­si­dent von Ryan­air kün­dig­te jetzt an, sei­ne Flot­te am Boden zulas­sen, soll­te es not­wen­dig wer­den, die Mit­tel­plät­ze frei zu las­sen, um die Sicher­heits­ab­stän­de wegen Covid-19 ein­zu­hal­ten. "Mit einer Aus­las­tungs­quo­te von 66% kön­nen wir kein Geld ver­die­nen", erklär­te Micha­el O'Leary in einem Inter­view mit der Finan­cial Times. Außer­dem wür­den freie Sit­ze den Infek­ti­ons­schutz auch nicht ver­bes­sern, so der Mana­ger.

Foto: Kios­que da Avia­ção

 

Portugiesen liegen bei Fremdsprachen vorn

Hal­lo, Hola, Ciao, Bon­jour: Die Por­tu­gie­sen lie­gen in Euro­pa auf Platz 2 beim The­ma Fremd­spra­chen. Das hat eine Umfra­ge des Feri­en­haus­an­bie­ters Vrbo® her­aus­ge­fun­den. 77% der Befrag­ten gaben danach an, dass sie eine Fremd­spra­che flie­ßend oder rela­tiv gut beherr­schen. 91% nann­ten Eng­lisch als Zweit­spra­che, danach fol­gen Spa­nisch (52%) und Fran­zö­sisch (39%). Nur 3% spre­chen aus­schließ­lich Por­tu­gie­sisch. Bes­ser sind nur die Schwe­den. Hier gaben über 80% an, dass sie ande­re Spra­chen flie­ßend oder zumin­dest rela­tiv gut beherr­schen. Die Deut­schen, Öster­rei­cher und Nie­der­län­der lie­gen eben­falls bei über 70%.

Nachrichten aus Polizei und Justiz

Albufeira: Toter Deutscher gefunden

Am 22. April wur­de im Yacht­ha­fen Alb­ufei­ra ein 83-jäh­ri­ger deut­scher Mann tot auf sei­nem Boot auf­ge­fun­den. Sei­ne Toch­ter hat­te die Behör­den infor­miert, nach­dem sie nicht in der Lage war, ihn zu kon­tak­tie­ren. Über die Todes­ur­sa­che ist noch nichts bekannt, der Mann war aber kurz zuvor aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen wor­den. Nach Anga­ben der Kri­mi­nal­po­li­zei gebe es der­zeit kei­ne Anhalts­punk­te für ein Ver­bre­chen.

Gasleck in Portimão

Drei­und­sieb­zig Men­schen muss­ten am 24. April die umlie­gen­den Häu­ser ver­las­sen, nach­dem an einem im Bau befind­li­chen Gebäu­de in der Ocea­no-Atlân­ti­co-Stra­ße in Por­ti­mão gegen 12.30 Uhr ein Gas­leck ent­deckt wor­den war. Die Eva­ku­ier­ten wur­den in einem ört­li­chen Hotel unter­ge­bracht und konn­ten am nächs­ten Tag gegen 5.30 Uhr in ihre Woh­nun­gen zurück­keh­ren.

Ria Formosa: Illegaler Muschelfang verhindert

Die Natur­schutz­be­hör­den haben am 25. April im Rah­men einer Inspek­ti­on in der Ria For­mo­sa ins­ge­samt 130 Kilo ille­gal gefan­ge­ne Herz- und Venus­mu­scheln beschlag­nahmt. Die Muscheln wur­den in ihren natür­li­chen Lebens­raum zurück­ge­bracht. Die ver­däch­ti­gen Fischer konn­ten sich einer Ver­haf­tung ent­zie­hen.

 

Silves: Mordversuch mit Schrotflinte

In Sil­ves wur­de ver­gan­ge­ne Woche ein 58-jäh­ri­ger Mann wegen häus­li­cher Gewalt und Mord­ver­suchs ver­haf­tet. Nach einem Streit hat­te der Ver­däch­ti­ge sei­ne Frau mit einer Schrot­flin­te ange­schos­sen. Sie erlitt Ver­let­zun­gen an ihrem rech­ten Arm und im Bauch­raum und wur­de umge­hend ins Kran­ken­haus von Por­ti­mão gebracht.

Susanne Tenzler-Heusler
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Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin