Menschen der Algarve: Karen und Silvia


Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Die Algar­ve ist ein­fach atem­be­rau­bend. Leb­haf­te Kul­tur, die schöns­ten Strän­de der Welt und wun­der­ba­res Essen. Und: nicht zu ver­ges­sen, tol­le Men­schen, die die­sen Land­strich erst voll­kom­men machen. Wir möch­ten in unse­rer Inter­view-Serie „Men­schen der Algar­ve“ Per­so­nen vor­stel­len, die ent­we­der hier ganz­jäh­rig leben, zeit­wei­se leben oder oft her­kom­men – und eine beson­de­re Bezie­hung zur Algar­ve haben bzw. mit Ihrem Tun die Algar­ve berei­chern.

Leh­re­rin­nen aus Lei­den­schaft

Dies­mal haben wir Karen und Sil­via getrof­fen, die 2010 die Alje­zur Inter­na­tio­nal School gegrün­det haben und seit­dem lei­ten. Ein Merk­mal der Schu­le: Die indi­vi­du­el­le Auf­merk­sam­keit, die jedem ein­zel­nen Kind gewid­met wird. Obers­te Schul­re­gel hier ist Respekt – vor Schü­lern, Leh­rern, Eltern sowie vor der Natur.  Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nen­nen die Leh­re­rin­nen und Leh­rer beim Vor­na­men. Die Klas­sen­grup­pen sind klein, und so kön­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf ihrem eige­nen Niveau arbei­ten und auf ihren indi­vi­du­el­len Stär­ken und Fähig­kei­ten auf­bau­en. All dies geschieht in einer wun­der­ba­ren und natür­li­chen Umge­bung mit den Geräu­schen von Hüh­nern in der Nähe, einem oder zwei Hun­den und drei Kat­zen zum Strei­cheln.

Alje­zur Inter­na­tio­nal School.
Foto: AIS

Sil­via, Sie sind hier gebo­ren, rich­tig?

Ja, ich wur­de in einem klei­nen Dorf namens Samou­quei­ra – in der Nähe von Rogil gebo­ren. Als ich drei Jah­re war, sind mei­ne Eltern mit mir nach Sag­res gezo­gen – mein Vater hat­te hier bes­se­re Bedin­gun­gen als Fischer. Mei­ne Ausbildung/ Stu­di­um absol­vier­te ich auch in der Gegend. Mein Mann und ich woll­ten auch immer hier blei­ben. Heu­te leben wir wie­der in Sag­res, haben hier gebaut und leben mit sehr vie­len Tie­ren glück­lich zusam­men.

Karen, erin­nern Sie sich, wann Sie die Algar­ve für sich ent­deckt haben?

Ich kam 1997 zum ers­ten Mal nach Por­tu­gal, als ich mit mei­nem Mann in einem Wohn­mo­bil umher­reis­te. Wir tra­fen eini­ge Mit­rei­sen­de in Marok­ko, die zur Arbeit an die Algar­ve zurück­kehr­ten, und so beschlos­sen wir, ihnen zu fol­gen.  Es war die bes­te Ent­schei­dung unse­res Lebens, und obwohl wir danach noch eini­ge Zeit durch Euro­pa reis­ten, zog uns etwas immer wie­der zurück an die West­algar­ve, so dass wir 2002 ein Stück Land kauf­ten und unser Haus bau­ten.

Was ist Ihre Lieb­lings­stadt an der Algar­ve?

Sil­via: Mei­ne Lieb­lings­stadt an der Algar­ve ist Lagos. Ich lie­be die Mischung zwi­schen der Geschich­te und der Moder­ne eini­ger Gebäu­de, der Allee und dem Hafen.
Karen: Ich lie­be Lou­lé – beson­ders wäh­rend des Welt­mu­sik­fes­ti­vals, das jedes Jahr im Juni statt­fin­det.

Was ist Ihr Lieb­lings­ort? Wo kön­nen Sie sich am bes­ten ent­span­nen?

Karen: An der Süd­küs­te gibt es einen Strand, der für mich wie das Para­dies auf Erden ist.  Er ist immer noch ziem­lich ruhig, des­halb wer­de ich sei­nen Namen nicht ver­ra­ten.  Wann immer ich kann, gehe ich mit mei­nen Hun­den, einem guten Buch und manch­mal mit einem Schlaf­sack dort­hin. Es gibt kei­ne Wor­te, um die Ruhe zu beschrei­ben, die ich dort emp­fin­de.
Sil­via: Mein Lieb­lings­ort ist einer der erstaun­li­chen Strän­de in Sag­res. Hier lie­be ich es, zu lesen, wäh­rend das Meer rauscht und die Möwen um einen krei­sen. Ich lie­be auch die Stür­me im Win­ter und die mäch­ti­gen Wel­len, die die 50 Meter hohen Klip­pen hin­auf­klet­tern kön­nen. Alles erscheint unwich­tig, wenn vor einem die gan­ze Kraft der Natur liegt.

Wie wür­den Sie die Algar­ve mit drei Wor­ten beschrei­ben?

Sil­via: Mys­tisch. Hell. Blau.
Karen: Char­mant.  Warm.  Hei­mat.

Haben Sie ein Lieb­lings­re­stau­rant oder ein Lieb­lings­es­sen?

Karen: Es gibt nichts Bes­se­res als gegrill­te Dou­ra­de (Gold­bras­se) im Restau­rant Sebas­tião am Strand von Ingri­na.  Es ist ein ech­tes alga­ri­sches Restau­rant mit Plas­tik­ti­schen und Stüh­len, unmit­tel­bae am Strand.  Por­tu­gie­si­sche Küche vom Feins­ten, ohne Schnör­kel, in einer idyl­li­schen Umge­bung – und man kann vor oder nach dem Essen schwim­men gehen!

Sil­via: Reti­ro do Pes­ca­dor in Sag­res ist wegen des fri­schen Fischs und der Des­serts einen Besuch wert. Als Toch­ter zwei­er Algar­via­ner habe ich die Mög­lich­keit, die bes­ten Gerich­te der Algar­ve im Haus mei­ner Eltern zu pro­bie­ren. Beson­ders gefällt mir die Mischung aus Mee­res­früch­ten mit Süß­kar­tof­feln aus Alje­zur.

Wie sieht für Sie ein per­fek­ter Algar­ve-Tag aus?

Sil­via: Ein per­fek­ter Algar­ve-Tag hat für mich einen blau­en Him­mel, eine hel­le, war­me Son­ne, einen Geruch von Este­va und natür­lich auch das Meer, immer das Meer…

Karen: Es wäre schwie­rig, einen per­fek­ten Tag zu haben, ohne den Oze­an, mei­nen Mann und mei­ne Freun­de mit ein­zu­be­zie­hen.  Mit Live-Musik, mei­nen Hun­den und einem kal­ten Bier: das ist mein Rezept für schie­re Lebens-Freu­de.

Über Karen:

Sie ist in Glas­gow (Schott­land) auf­ge­wach­sen und hat Wirt­schaft, Mar­ke­ting und Lehr­amt stu­diert. Nach vie­len Rei­sen und Lehr-Auf­ent­hal­ten in Kali­for­ni­en, Rumä­ni­en und Tsche­chi­en zog sie 2001 an die Algar­ve.

Über Sil­via:

Sie ist in Alje­zur und Sag­res auf­ge­wach­sen. Sie stu­dier­te moder­ne Lite­ra­tu­ren – Por­tu­gie­sisch und Fran­zö­sisch – und wur­de Sekun­dar­schul­lehrin. Als Leh­re­rin war sie in Lagos, Olhão, und Bar­la­ven­to tätig.

Susanne Tenzler-Heusler
Susanne Tenzler-Heusler

Susanne Tenzler-Heusler

Reise-Fan, Kommunikatorin mit großer Neugierde an Menschen, Natur und Gesellschaft - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaberin

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