Azoren: Wirbelsturm-Schäden erfordern Militäreinsatz

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Auf den por­tu­gie­si­schen Azo­ren wird das Aus­maß der Schä­den, die der tro­pi­sche Wir­bel­sturm Loren­zo hin­ter­las­sen hat, immer deut­li­cher. Rund 280 Sol­da­ten müs­sen die geschä­dig­te Bevöl­ke­rung auf den ganz im Wes­ten lie­gen­den Inseln mit Grund­nah­rungs­mit­teln und Treib­stoff ver­sor­gen.

 

Wirbelsturm-Schäden durch Lorenzo betreffen auch Container im Meer
Von Loren­zo-Wel­len zer­malmt: Con­tai­ner in den Klip­pen der Azo­ren-Insel Flo­res. Foto: EMGFA

 

 

Wirbelsturm-Schäden trafen Handelshafen Lajes besonders stark

 

Die Fre­gat­te "Álva­res Cabral" und das Tank­schiff "Bér­rio" der por­tu­gie­si­schen Mari­ne mit 280 Sol­da­ten an Bord sind auf der von den Wir­bel­sturm-Schä­den am hef­tigs­ten getrof­fe­nen Insel Flo­res ein­ge­trof­fen, um die Bevöl­ke­rung dort wie auch auf der Insel Cor­vo umfas­send zu unter­stüt­zen.

 

Wirbelsturm-Schäden durch Lorenzo waren auf den Azoren am heftigsten im Westen
Loren­zo streif­te die Azo­ren-Inseln vor allem im Wes­ten am stärks­ten, dort wo die Inseln Flo­res und Cor­vo lie­gen. Gra­fik: Goog­le Maps

 

Der­zeit unter­su­chen Exper­ten der Streit­kräf­te, der Regio­nal­ver­wal­tung für Ver­kehr und öffent­li­che Diens­te sowie der Häfen der Azo­ren, wie genü­gend Treib­stoff an Land gebracht wer­den kann. Der Sturm mit sei­nen rie­si­gen, zum Teil 16 Meter hohen Wel­len, hat­te einen Teil der Infra­struk­tur des Han­dels­ha­fens Lajes zer­stört, Con­tai­ner durch die Luft gewir­belt und Fischer­boo­te wie Motor- und Segel­yach­ten sin­ken las­sen.

Mehr als 50 Ein­woh­ner wur­den obdach­los und sind in Not­un­ter­künf­ten unter­ge­bracht. Wir berich­te­ten dar­über am Sonn­tag in unse­rer Nach­richt "Loren­zo schä­digt Azo­ren".

 

Wirbelsturm-Schäden werden von Soldaten auf den Azoren beseitigt
Sol­da­ten hel­fen beim Ber­gen gesun­ke­ner Schif­fe. Foto: EMGFA

 

Mari­ne­sol­da­ten der Fre­gat­te "Álva­res Cabral" bemü­hen sich unter­des­sen, hava­rier­te Con­tai­ner an der Hafen­pier von Lajes das Flo­res vor­sorg­lich zu sichern, damit sie nicht wie­der ins offe­ne Meer trei­ben. Tau­cher ver­su­chen, auf den Grund des Hafens abge­sun­ke­ne Con­tai­ner und Tei­le der Beton-Mau­ern wie­der auf­schwim­men zu las­sen oder sie als Navi­ga­ti­ons­hin­der­nis zu ent­fer­nen.

 

Wirbelsturm-Schäden auf den Azoren haben Hafen Lajes das Flores lahmgelegt
Mari­ne­tau­cher suchen im Hafen­be­cken nach Navi­ga­ti­ons­hin­der­nis­sen. Im Hin­ter­grund die von Loren­zo-Wel­len zer­stör­te Hafen­pier. Foto: EMGFA

 

Wegen Wirbelsturm-Schäden leisten Soldaten die Grundversorgung

 

Im Hafen von Hor­ta hat zudam das Hoch­see-Patrouil­len­schiff "Setu­bal" der por­tu­gie­si­schen Mari­ne ange­legt, um von dort aus bei der Grund­ver­sor­gung der Inseln Flo­res und Cor­vo zu hel­fen. Ins­ge­samt haben die por­tu­gie­si­schen Streit­kräf­te nach den Wir­bel­sturm-Schä­den der­zeit rund 350 Sol­da­ten im Ein­satz. Sie küm­mern sich vor allem dar­um, den Han­dels­ha­fen Lajes das Flo­res wie­der in Betrieb neh­men zu kön­nen.

 

Wirbelsturm-Schäden durch Lorenzo erfordern Grundversorgung der Bevölkerung durch Soldaten
Sol­da­ten brin­gen Grund­nah­rungs­mit­tel auf die Azo­ren. Foto: EMGFA

 

Update 9. Oktober, 17:00 Uhr: Regionale Schifffahrt wieder möglich

 

Wie der Kapi­tän des Hafens von San­ta Cruz das Flo­res soeben bekannt­ge­ge­ben hat, ist der Han­dels­ha­fen von Lajes das Flo­res ein­ge­schränkt für die regio­na­le Schiff­fahrt bereits wie­der frei­ge­ge­ben. Anlau­fen kön­nen den Hafen Schif­fe mit einer maxi­ma­len Län­ge von 60 Metern und einem Tief­gang von höchs­tens vier Metern. Die Sanie­rungs- und Rei­ni­gungs­ar­beit wer­den in den nächs­ten Tagen fort­ge­setzt.

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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