Hitze und Trockenheit: Höchste Waldbrandgefahr an Algarve

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 34 und 38 Grad Cel­si­us an der Algar­ve und Luft­feuch­tig­keit unter 20 Pro­zent – vor allem im Osten der Süd­küs­te: Der por­tu­gie­si­sche Zivil­schutz ANEPC warnt für die nächs­ten drei Tage vor erhöh­ter bis maxi­ma­ler Wald­brand­ge­fahr in der wich­tigs­ten Tou­ris­mus­re­gi­on und zehn wei­te­ren Bezir­ken des Lan­des.

 

Waldbrandgefahr erfordert bessere Ausrüstung der Feuerwehr an der Algarve auch in Albufeira
Alb­ufei­ra hat sich mit einem neu­en Feu­er­wehr-Fahr­zeug gerüs­tet. Foto: CMA

 

Nach Anga­ben des por­tu­gie­si­schen Mee­res- und Kli­ma­in­sti­tuts IPMA stei­gen von Frei­tag, 19. Juli, an all­mäh­lich die Höchst­tem­pe­ra­tu­ren und die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit sinkt.

Update 19:15 Uhr: Seit etwa 15:30 Uhr ist im Kreis Alje­zur im Nord­wes­ten der Algar­ve ein Wald­brand aus­ge­bro­chen, der die Bevöl­ke­rung und die Ein­satz­kräf­te wegen gro­ßer Inten­si­tät in Atem hält. Wegen den Flam­men an drei Fron­ten muss­ten vor­sorg­lich bereits eini­ge ein­zeln ste­hen­de Häu­ser im Gebiet zwi­schen Mon­te Clé­ri­go und Arrifa­na eva­ku­iert wer­den, wie das Bezirks­kom­man­do der Ret­tungs­kräf­te (CDOS) bestä­tig­te. Sechs Bewoh­ner und auch Tie­re wur­den aus der Brand­zo­ne her­aus­ge­bracht. Über 200 Feu­er­wehr­leu­te bekämp­fen bei star­kem Wind mit mehr als 60 Fahr­zeu­gen und acht Heli­ko­ptern bzw. Flug­zeu­gen aus der Luft das Feu­er. Stra­ßen waren am Abend nicht gesperrt. Wir hal­ten unse­re Leser lau­fend infor­miert, wenn sich wesent­li­che Ver­än­de­run­gen der Situa­ti­on erge­ben.

Update 20:45 Uhr: Eine der drei Fron­ten des Wald­brands bei Alje­zur ist laut Infor­ma­ti­on der Ein­satz­kräf­te bereits unter Kon­trol­le. Auch an den ande­ren bei­den Fron­ten sei die Lage güns­ti­ger als zuvor, hieß es am Abend. Das Bezirks­kom­man­do setzt dar­auf, dass der Ein­bruch der Dun­kel­heit und die erhöh­te Luft­feuch­tig­keit die Bekämp­fung der Flam­men erleich­tern. Drei Lösch­flug­zeu­ge wur­den bereits an ihre Stand­or­te zurück­be­or­dert. Wegen der Arbei­ten muss­ten aller­dings Land­stra­ßen teil­wei­se für den Ver­kehr gesperrt wer­den. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Alje­zur appel­lier­te an die Bevöl­ke­rung, pro Per­son einen hal­ben Liter Mine­ral­was­ser in die Feu­er­wa­che zu brin­gen.

Update 22:15 Uhr: Der Wald­brand in Alje­zur ist voll­stän­dig unter Kon­trol­le, mel­det die Ein­satz­lei­tung. Es habe kei­ne Per­so­nen- oder Sach­schä­den an Häu­sern gege­ben. Sechs Per­so­nen muss­ten wegen der Rauch­ent­wick­lung aus drei Gebäu­den eva­ku­iert wer­den. Die Fahr­zeu­ge blei­ben bis zum Sams­tag an Ort und Stel­le, um gege­be­nen­falls ein­grei­fen zu kön­nen, soll­te sich Glut wie­der ent­zün­den.

 

Und das sind die Vor­her­sa­gen für das wei­te­re Wochen­en­de:

 

Vorhersagen weisen auf erhöhte bis maximale Waldbrandgefahr hin

 

Wetterprognose für Freitag, 19. Juli:

 

Waldbrandgefahr setzt Notfall-Brigade des Zivilschutzes ANEPC in Portugal in erhöhte Einsatzbereitschaft
Not­fall­ein­satz­trup­pen des por­tu­gie­si­schen Zivil­schut­zes. Foto: ANEPC

Die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit wird im zen­tra­len und süd­li­chen Lan­des­in­ne­ren und an der Ost-Algar­ve, wo sich die Wer­te auch nachts nur schlecht erho­len, unter 20 Pro­zent lie­gen.

Die maxi­ma­len Tages­tem­pe­ra­tu­ren bewe­gen sich über 32 Grad in den süd­li­chen, zen­tra­len und nörd­li­chen Regio­nen und zwi­schen 34 und 38 Grad an der Algar­ve.

Mäßi­ger Nord-Wind (bis zu 30 Stun­den­ki­lo­me­tern) weht im Nor­den Por­tu­gals bis spät in die Nacht hin­ein und frischt an der West­küs­te und im Hoch­land am Nach­mit­tag und frü­hen Abend vor­über­ge­hend stark auf bis zu 40 Stun­den­ki­lo­me­tern Geschwin­dig­keit.

 

Wetterprognose für Samstag, 20. Juli:

 

Waldbrandgefahr führt zu Militär-Unterstützung bei der Feuer-Bekämpfung an der Algarve
Das Mili­tär ver­spricht, beson­ders im Kreis Lou­lé zu unter­stüt­zen. Foto: CML

Die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit wird im mitt­le­ren und süd­li­chen Teil des Lan­des­in­ne­ren und an der Ost-Algar­ve erneut unter 20 Pro­zent lie­gen.

Die Höchst­tem­pe­ra­tur beträgt mehr als 32 Grad in den Regio­nen des Südens, im zen­tra­len Lan­des­in­ne­ren und des Nor­dens sowie zwi­schen 34 und 36 Grad an der Gren­ze zwi­schen Zen­trum und Alen­te­jo.

West-Wind weht mit bis zu 30 Stun­den­ki­lo­me­tern mäßig in der nörd­li­chen Süd­re­gi­on des Lan­des, an der West­küs­te, süd­lich vom Cabo Car­voei­ro, im zen­tra­len und süd­li­chen Hoch­land manch­mal sogar stark mit bis zu 40 Stun­den­ki­lo­me­tern km/h) – dies beson­ders am Nach­mit­tag und am frü­hen Abend.

 

Wetterprognose für Sonntag, 21. Juli:

 

Waldbrandgefahr erhöht sich an der Algarve durch Dürre und Bodentrockenheit
Dür­re und Tro­cken­heit erhö­hen die Wald­brand­ge­fahr. Foto: Jas­per Wil­de

An der West­küs­te Por­tu­gals wird sich die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit wie­der erhö­hen, im Inne­ren des Lan­des ver­harrt sie aber in der Grö­ßen­ord­nung von 20 Pro­zent.

Mit Aus­nah­me der Bin­nen­re­gio­nen erholt sich die Luft­feuch­tig­keit bereits in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli, vor allem im Zen­trum des Lan­des und an der Ost-Algar­ve.

Es weht schwa­cher bis mäßi­ger Nord-Wind mit bis zu 30 Stun­den­ki­lo­me­tern Geschwin­dig­keit. An der West­küs­te süd­lich des Cabo Car­voei­ro und im Hoch­land frischt er am Nach­mit­tag manch­mal stark auf und erreicht bis zu 40 Stun­den­ki­lo­me­ter.

 

Höchste Waldbrandgefahr an Algarve und zehn anderen Bezirken

 

Das schlie­ßen Zivil­schutz und Kata­stro­phen­schutz Por­tu­gals: Ab Frei­tag erhöht sich all­mäh­lich das Risi­ko für Wald­brän­de. Es gebe die Gefahr schnel­ler Aus­brei­tung mög­li­cher Flam­men, vor allem in den Bezir­ken mit erhöh­tem bis maxi­ma­len Risi­ko. Dazu zäh­len in alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge:

BEJA, BRAGANÇA, CASTELO BRANCO, ÉVORA, FARO (Algar­ve), GUARDA, PORTALEGRE, SANTARÉM, SETÚBAL, VILA REAL und VISEU.

 

Waldbrandgefahr erkennen und frühzeitig bekämpfen ist auch Aufgabe von jugendlichen Freiwilligen an der Algarve
Jugend­li­che Frei­wil­li­ge hel­fen an der Algar­ve bei der Früh­erken­nung von Wald­brän­den. Foto: CML

 

Waldbrandgefahr erfordert Einschränkungen

 

Die por­tu­gie­si­schen Zivil- und Kat­stro­phen­schüt­zer von ANEPC machen dar­auf auf­merk­sam, dass in den genann­ten Regio­nen fol­gen­de Ein­schrän­kun­gen gel­ten:

  • Das Ver­bren­nen von geschnit­te­nem und auf­ge­sam­mel­tem Grün und jeder Art von land­wirt­schaft­li­chen Abfäl­len erfor­dert vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung der ört­li­chen Behör­den unter den erfor­der­li­chen Auf­la­gen und mit Befris­tung.
  • Die Nut­zung von Kami­nen und Grills in allen länd­li­chen Gebie­ten ist unter­sagt, außer wenn sich die Ein­rich­tun­gen außer­halb der kri­ti­schen Zonen und an zuge­las­se­nen Stel­len befin­den.
  • Der Start von mit Ker­zen illu­mi­nier­ten Bal­lo­nen ist ver­bo­ten. Das Abschie­ßen von Feu­er­werks­kör­pern ist nur nach Geneh­mi­gung der ört­li­chen Behör­den erlaubt.
  • Es ist ver­bo­ten, Bie­nen­stö­cke zu bega­sen oder zu des­in­fi­zie­ren, wenn die Gerä­te nicht über Rück­hal­te­vor­rich­tun­gen für Fun­ken­flug ver­fü­gen.

 

Waldbrandgefahr schränkt auch Aktivitäten von Imkern an der Algarve ein
Imker müs­sen bei bestimm­ten Arbei­ten beson­ders vor­sich­tig sein, um die Wald­brand­ge­fahr nicht noch zu erhö­hen. Foto: Pass the Honey

 

Gene­rell emp­feh­len die Behör­den der Bevöl­ke­rung, sich ange­passt zu ver­hal­ten und beim Anzün­den von Feu­er in länd­li­chen Gebie­ten die not­wen­di­gen Vor­beu­gungs- und Schutz­maß­nah­men zu ergrei­fen.

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

Letzte Artikel von Hans-Joachim Allgaier (Alle anzeigen)

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *