Algarve-Hotels setzen sich für sieben Hängetäler ein

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

"Bes­tes Wan­der­ziel Euro­pas" – die­se Aus­zeich­nung des Fel­sen­pfa­des vom Vale Cen­te­anes-Strand bis zum Pra­ia da Marin­ha bringt immer mehr Natur­lieb­ha­ber auf die Klip­pen der West-Algar­ve, die im Kreis Lagoa sie­ben beein­dru­cken­de Hän­ge­tä­ler auf­wei­sen. Umwelt­schüt­zer und Tou­ris­mus-Ver­ant­wort­li­che begin­nen sich mitt­ler­wei­le zu sor­gen um die von den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels betrof­fe­ne Süd­küs­te Por­tu­gals.

Am 2. Juni macht sich des­halb um 8:30 Uhr die Initia­ti­ve "Cli­ma­te Chan­ge Trek­king", gebil­det von Algar­ve-Hote­liers, auf einen sie­ben Kilo­me­ter lan­gen Rund­weg, der von Pra­ia da Marin­ha vor­bei zur  Grot­te von Ben­agil und wie­der zum Aus­gangs­ort zurück füh­ren soll. Dort wird es eine demons­tra­ti­ve Strand­rei­ni­gungs­ak­ti­on geben, mit der das Bewusst­sein für eine not­wen­di­ge Ver­rin­ge­rung der Umwelt­ver­schmut­zung an por­tu­gie­si­schen Strän­den geschärft wer­den soll.

 

Hängetäler der Algarve sind von berückender Schönheit mit den bizarren Felsformationen
Fels­for­ma­tio­nen von berü­cken­der Schön­heit war­ten auf die Wan­de­rer zu den sie­ben Hän­ge­tä­lern der West-Algar­ve. Foto: Nuno Augus­to

 

Mit Hängetäler-Aktion soll Bewusstsein für Klimawandel geschärft werden

 

"Die­se Initia­ti­ve zielt dar­auf ab, das Bewusst­sein der Men­schen für den Kli­ma­wan­del zu schär­fen, den wir erle­ben und für den wir alle ver­ant­wort­lich sind. Wir wol­len mit der Akti­on 500 Teil­neh­mer zusam­men­brin­gen, die zeig­ten, dass es nicht aus­reicht zu reden, son­dern dass wir han­deln müs­sen", sagt Lou­renço Ribei­ro, Gene­ral­di­rek­tor der Be Live Hotels Grup­pe. Neben dem "Fami­ly Pal­mei­ras Vil­la­ge" sei­ner Grup­pe gehö­ren auch noch Kol­le­gen aus den Häu­sern Mon­te San­to Resort, Tivo­li Car­voei­ro, Hotels Pesta­na, Agua Hotels River­si­de, Hotel Baia Cris­tal und Coli­na Vale da Lapa sowie die Kreis­ver­wal­tung von Lagoa zu den Unter­stüt­zern. Im Ort Car­voei­ro meh­ren sich die Stim­men besorg­ter Restau­rant­be­sit­zer, Hote­liers und Laden­in­ha­ber, die durch ver­stärk­ten Mas­sen­tou­ris­mus in Fol­ge der Aus­zeich­nung der sie­ben Hän­ge­tä­ler eine Schä­di­gung der Umwelt befürch­ten.

Die Teil­neh­mer der von Hotels orga­ni­sier­ten Tour über die Hän­ge­tä­ler zah­len zehn Euro und bekom­men dafür ein T-Shirt und eine Alu­mi­ni­um­fla­sche, die den Ver­zicht auf Kunst­stoff­be­hält­nis­se sym­bo­li­sie­ren soll. Der ein­ge­hen­de Betrag wird an die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Quer­cus gestif­tet.

 

Hängetäler zum besten Wanderziel Europas gekürt

 

Die in Brüs­sel ansäs­si­ge Orga­ni­sa­ti­on European Best Desti­na­ti­ons hat­te erst kürz­lich die sie­ben Hän­ge­tä­ler an der Fels­klip­pen-Küs­te im Kreis Lagoa zum bes­ten Wan­der­ziel Euro­pas gewählt. Aus­schlag­ge­bend waren die Voten von mehr als 28.000 Rei­sen­den aus 153 Län­dern, so die Orga­ni­sa­ti­on, die sich der För­de­rung von Tou­ris­mus und Kul­tur in Euro­pa wid­met.

 

Hängetäler der Algarve sollten nur auf zugelassenen Wanderwegen aufgesucht werden
Nicht über­all ist es emp­feh­lens­wert, bis an die äußers­te Spit­ze der Klip­pen zu klet­tern. Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

 

Ins­ge­samt kanpp sechs Kilo­me­ter ist die Rou­te lang, die ent­lang der sie­ben Hän­ge­tä­ler führt. Sie ver­bin­det den Strand Vale Cen­te­anes mit dem Pra­ia da Marin­ha und zeich­ne sich dadurch aus, dass sie "ein wah­rer Schatz sel­te­ner Schön­heit" sei, so Best Desti­na­ti­ons. Der Pfad im Kreis Lagoa schlug damit Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen in der Natur von Län­dern wie Nor­we­gen, Eng­land, Frank­reich oder Spa­ni­en.

Tourismusverband positioniert Algarve als Ziel für Naturliebhaber und Outdoor-Fans

Damit wird die Posi­ti­on der Algar­ve als von Natur­lieb­ha­bern und Out­door-Fans unbe­dingt zu besu­chen­des Ziel gestärkt. Der regio­na­le Tou­ris­mus­ver­band RTA ent­wi­ckel­te in der Ver­gan­gen­heit zusam­men mit öffent­li­chen und pri­va­ten Trä­gern der Kom­mu­nen diver­se Initia­ti­ven, die das Wan­dern und Rad­fah­ren an Por­tu­gals Süd­küs­te för­dern und gleich­zei­tig die Kon­zen­tra­ti­on auf die Bade­sai­son an der Küs­te ver­min­dern hel­fen sol­len. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel die "Algar­ve Wal­king Sea­son", die "Sus­ten­TUR Algar­ve" und die Ver­öf­fent­li­chung eines "Wal­king Trail Gui­de" für die Regi­on.

 

Nützliche Links für Naturliebhaber und Wanderer

 

Hier noch ein paar Links zu Web­sei­ten, auf denen Sie wei­te­re aktu­el­le Infor­ma­tio­nen für Wan­de­rer erhal­ten kön­nen:

Via Algar­via­na

Por­tu­gue­se Trails: Algar­ve

Cycling Wal­king Algar­ve

Rota Vicen­ti­na (West­küs­te Algar­ve und Alen­te­jo)

Und hier kön­nen Sie einen Bei­trag über die drei Wan­der­fes­ti­vals der Algar­ve lesen.

Hier geht es zum eng­lisch­spra­chi­gen Bro­schü­re "Gui­de to Wal­king Trails in the Algar­ve". Sie kann man im pdf-For­mat her­un­ter­la­den. Lei­der ist sie der­zeit nicht in deut­scher Spra­che ver­füg­bar.

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

Ein Gedanke zu „Algarve-Hotels setzen sich für sieben Hängetäler ein

  • 30. Mai 2019 um 11:44
    Permalink

    Ob die­se Akti­on so lobens­wert ist, kann man dis­ku­tie­ren, denn je bekann­ter die Algar­ve wird, des­to mehr wird sie über­lau­fen sein. Mas­sen­tou­ris­mus soll gefäl­ligst in Spa­ni­en blei­ben. Natür­lich sehen Hotel­ma­na­ger das aus ihrem Blick­win­kel, Orts­an­säs­si­ge ohne Ver­mie­tungs­ab­sich­ten ganz klar aus einem gegen­sätz­li­chen Blick­win­kel.
    Bei der Rei­ni­gungs­ak­ti­on soll­te man die aus­ge­tre­te­nen Pfa­de auch mal ver­las­sen und in die Klip­pen stei­gen, was man natür­lich auch kön­nen muß. Was dort ins­be­son­ders Ein­hei­mi­sche an Abfäl­len hin­ter­las­sen – beim Angeln, klar – geht "auf kei­ne Kuh­haut": hun­der­te von Plas­tik­fla­schen, zer­knüll­te Ziga­ret­ten­pa­ckun­gen, Plas­tik­tü­ten, Netz­res­te, zer­bro­che­ne Angel­ru­ten, Blech­do­sen, kaput­te Eimer, sel­ten mal gefüll­te Prä­ser , sogar Farb­ei­mer fand ich mal bei Luz. Es ist echt ätzend!
    Es ist mir unbe­greif­lich, wie man so eine wun­der­schö­ne Land­schaft ver­schan­deln kann. Ich beob­ach­te das seit zwan­zig Jah­ren, und es ändert sich nichts.

    Antwort

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *