Lissabon: Jürgen Tarrach rettet Vidina Popov aus dem Tejo

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

Mit Span­nung dür­fen Por­tu­gal-Begeis­ter­te den nächs­ten "Dop­pel­pack" an Lis­sa­bon-Kri­mis erwar­ten. Erfah­ren Sie bei uns, was das ARD-Fern­se­hen uns an den Don­ners­ta­gen 28. März und 4. April im "Ers­ten" ser­viert. "Algar­ve für Ent­de­cker" hat bei den Dreh­ar­bei­ten mit den Haupt­dar­stel­lern Vidi­na Popov und Jür­gen Tar­r­ach sowie Pro­du­zen­tin Sabi­ne Tet­ten­born über ihre per­sön­li­che Zunei­gung zu der por­tu­gie­si­schen Haupt­stadt am Tejo plau­dern dür­fen. Lesen Sie hier, was sie mir als Repor­ter dabei ver­rie­ten.

 

Tejo und Lissabon sind Schauplätze neuer ARD-Krimis, die Polyphon Pictures produzierte
Algar­ve-Ent­de­cker-Repor­ter Hans-Joa­chim All­gai­er mit Pro­du­zen­tin Sabi­ne Tet­ten­born und den Haupt­dar­stel­lern Vidi­na Popov und Jür­gen Tar­r­ach. Foto: Poly­phon Pic­tures

 

Fan­gen wir mit "Dunk­le Spu­ren" an, so der Titel des Don­ners­tags-Kri­mis am 28. März zur "prime time" um 20:15 Uhr. Regie-New­co­mer Jens Wisch­new­ski hat die atmo­sphä­risch dich­te Hand­lung der Fami­li­en­tra­gö­die rund um einen Klei­der­fa­bri­kan­ten sen­si­bel insze­niert. Der von Grim­me-Preis­trä­ger Jür­gen Tar­r­ach gespiel­te Anwalt Edu­ar­do Sil­va und sei­ne Refe­ren­da­rin Mar­cia Ama­ya (Rol­le von Vidi­na Popov) sto­ßen im Ver­lauf der Sto­ry auf Schie­be­rei­en mit gefälsch­ter Klei­dung. Bei die­sen hat sogar Mar­ci­as Onkel Val­de­mar – von Luís Lucas gespielt – sei­ne Fin­ger im Spiel.

 

Tejo und Lissabon sind der Schauplatz für den Lissabon-Krimi Dunke Spuren der ARD
Dreh­pau­se im Lis­sa­bo­ner Gericht. Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

 

Dreh-Problem: Im Tejo untertauchen…

 

Tejo und Lissabon sind Schauplatz des ARD-Donnerstagskrimis Dunkle Spuren mit Jürgen Tarrach und Vidina Popov
Muss im Lis­sa­bon-Kri­mi "Dunk­le Spu­ren" bei Mar­cia Ama­ya (Vidi­na Popov) unter­krie­chen: Jür­gen Tar­r­ach, der den Anwalt Edu­ar­do Sil­va spielt. Alle Set-Fotos: ARD Degeto/Paulo Mon­tei­ro

Als die muti­ge Mar­cia die gan­ze Wahr­heit erfah­ren will, bringt sie sich mit einem Allein­gang in Gefahr. Aber ihr Chef ret­tet sie – aus dem Tejo! "Wär­me­res Algar­ve-Was­ser wäre mir lie­ber gewe­sen", lacht Schau­spie­le­rin Vidi­na Popov, als ich sie am Set im Lis­sa­bo­ner Gerichts­ge­bäu­de zu den Umstän­den der Sze­ne im Tejo befra­ge. Zwar hat­te sie und auch Jür­gen Tar­r­ach einen wär­men­den Neo­pren-Anzug unter der sicht­ba­ren Klei­dung. Aber noch pro­ble­ma­ti­scher als das Anfang Novem­ber 16 Grad küh­le Tejo-Was­ser war für die bei­den, dass sie trotz Blei­gür­tel zunächst nicht dreh­buch­ge­recht unter­tau­chen konn­ten. Es gab Streit, es flos­sen Trä­nen. "Wir haben nah am Was­ser gebaut im Was­ser", schmun­zelt Popov über die eigent­lich lus­ti­ge Epi­so­de in den Wel­len des Tejo. Es brauch­te ein­fach etwas, bis die Sze­ne an Tag 40 der Dreh­ar­bei­ten per­fekt "im Kas­ten" war.

Win­di­ge Dach­stüh­le, küh­le Tejo-Flu­ten: In Lis­sa­bon fin­gen sich bei­de Haupt­dar­stel­ler Infek­te ein, wie zu ver­neh­men ist. Aber das war schon das Ein­zi­ge, was bei den Auf­zeich­nun­gen für die Lis­sa­bon-Kri­mis drei und vier die Stim­mung ein­trüb­te. Selbst der Kon­flikt, der ent­steht, als Anwalt Sil­va in der Woh­nung sei­ner Refe­ren­da­rin Ama­ya unter­kriecht, ist ledig­lich gespielt. "Wegen sei­nes Ver­schul­dens durch unter­las­se­ne Kla­ge gegen eine Räu­mungs­ver­fü­gung muss sei­ne Wir­tin Bea­triz Oli­vei­ra, gespielt von Katha­ri­na Pich­ler, die Pen­si­on auf­ge­ben, in der er wohn­te", gibt die Haupt­dar­stel­le­rin ein Detail des Dreh­buchs preis. Nun, da er kein Dach mehr über dem Kopf habe, gebe Mar­cia Ama­ya ihm zurück, was sie vor­her von ihm an Hil­fe bekom­men habe. "Die bei­den ret­ten sich ja immer irgend­wie gegen­sei­tig", erläu­tert Popov. Und kün­digt an, dass sie auch in Fol­ge vier der Lis­sa­bon-Kri­mis wie­der hel­fend bei Anwalt Edu­ar­do Sil­va ein­grei­fen müs­se.

 

Hier haben wir in vie­len Tex­ten, Fotos und Vide­os über die Fol­gen eins und zwei der Lis­sa­bon-Kri­mis berich­tet:

 

"Statt nur am Tejo ruhig auch mal an der Algarve drehen"

 

Tejo und Lissaboner Gericht bilden Schauplatz für Lissabon-Krimi der ARD "Dunkle Spuren"
Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­te­rin Ina van Beek hält die durch den Wind klap­pern­den Fens­ter ruhig. Foto: Hans-Joa­chim All­gai­er

Popov, die erst kurz vor Beginn der neu­en Rei­he an Lis­sa­bon-Kri­mis gecas­tet wur­de und zuvor noch nie in Por­tu­gal war, ist begeis­tert von der Haupt­stadt. Selbst die Algar­ve-Strän­de hat sie bereits "extrem genos­sen", wie sie nach einem Wochen­end­be­such zusam­men mit ihrer Mut­ter in Alb­ufei­ra berich­tet. Da sie sich mit Jog­gen fit hält, nutz­te sie die Chan­ce, auch auf Algar­ve-Sand vor rot schim­mern­den Klip­pen zu lau­fen. "Eigent­lich wäre ich dafür, auch mal eine Epi­so­de des Lis­sa­bon-Kri­mis an der Algar­ve spie­len zu las­sen", sagt sie.

In der Stadt am Tejo ist sie bei Insi­dern schon ein recht bekann­tes Gesicht. Die Ver­mie­te­rin einer Woh­nung, in der gedreht wur­de, erkann­te sie, als sie mal wie­der auf einem ihrer vie­len Erkun­dungs­spa­zier­gän­ge durch Lis­sa­bon streif­te. Und auch die Besit­ze­rin eines Hut-Shops hat­te ihr Aha-Erleb­nis, als Popov ihr von den Dreh­ar­bei­ten erzähl­te, bei denen die por­tu­gie­si­sche Star-Schau­spie­le­rin Ana Rita Cla­ra mit­wirk­te: "Die Ver­käu­fe­rin kann­te sie aus dem Fern­se­hen und bewun­der­te mich, dass ich mit der zu tun habe", berich­tet die Deut­sche. Mit Kol­le­ge Jür­gen Tar­r­ach tiger­te sie viel durch Fado-Knei­pen und klei­ne Restau­rants. "Eine die­ser Gast­stät­ten ist schon so etwas wie unse­re Kan­ti­ne gewor­den", ver­ra­ten die bei­den. Sogar ihre Bil­der hat der Besit­zer bereits auf­ge­hängt.

 

Ein Verhältnis wie Onkel und Nichte

 

Tejo mit Lissabon bilden den Tatort für den Lissabon-Krimi Dunkle Spuren der ARDder
Anwalt Edu­ar­do Sil­va (Jür­gen Tar­r­ach) knöpft sich den Sohn sei­nes Man­dan­ten vor.

Häu­fig schrei­ben sich Vidi­na Popov und ihr por­tu­gie­si­scher Kol­le­ge Luís Lucas, der den Val­de­mar Ama­ya spielt, Nach­rich­ten. Zwi­schen ihnen hat sich sogar schon eine Art Freund­schaft ent­wi­ckelt, "fast wie wirk­lich zwi­schen einem Onkel und sei­ner Nich­te", wie Popov fin­det. Sie ist ein gro­ßer Fan der Schau­spie­ler-Kol­le­gen aus Por­tu­gal gewor­den: "Sie spie­len wahn­sin­nig gut und kom­bi­nie­ren dabei Boden­stän­dig­keit und Beschei­den­heit in einer span­nen­den Mischung. Man wird von ihrer warm­her­zi­gen Art berührt und fühlt sich sofort gemeint", lobt die Kol­le­gin aus Ale­man­ha.

Für Popov ist neben der beein­dru­cken­den Kulis­se der Tejo-Metro­po­le und dem unkon­ven­tio­nel­len Gespann Marcia/Eduardo die Zusam­men­ar­beit mit den por­tu­gie­si­schen Kol­le­gen "eins der größ­ten Geschen­ke, die man als Teil die­ser Rei­he bekommt". Sie habe das gro­ße Glück, von jun­gen, auf­stre­ben­den Talen­ten bis hin zu sehr erfah­re­nen, gestan­den Schau­pie­le­rin­nen mit ganz ver­schie­de­nen Akteu­ren zusam­men­ar­bei­ten zu dür­fen: "Ich bewun­de­re die Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen sehr für ihr beschei­de­nes, gleich­zei­tig inten­si­ves Spiel und genie­ße es, durch sie der por­tu­gie­si­schen Spra­che und Lebens­wei­se noch näher zu kom­men", sagt Popov.

 

In der Metropole am Tejo noch keinen Koller bekommen

 

Einen Lissabon-"Koller" hat sie wäh­rend der vie­len Dreh­ar­bei­ten bis­lang nicht bekom­men, denn "die Stadt hat all' das, was mir wich­tig ist: Son­ne, Licht, Wär­me, das Was­ser des Tejo und den Atlan­tik in der Nähe. Ich mag die Boden­stän­dig­keit und Offen­heit der Leu­te hier, das Poe­ti­sche, die vie­le Kunst. Mir macht es ein­fach immer wahn­sin­nig viel Freu­de, hier zu sein", gesteht die Schau­spie­le­rin.

In unse­rem nächs­ten Bei­trag erfah­ren Sie, wel­chen Plot Lis­sa­bon-Kri­mi Num­mer vier hat, der am Don­ners­tag, 4. April, eben­falls zur Haupt­sen­de­zeit im Ers­ten (ARD) aus­ge­strahlt wird. Außer­dem kön­nen Sie Inter­views mit Haupt­dar­stel­ler Jür­gen Tar­r­ach und Pro­du­zen­tin Sabi­ne Tet­ten­born lesen. Dabei spie­len auch musi­ka­li­sche Plä­ne für "deut­schen Fado" eine Rol­le. Und Sie erfah­ren auch, ob wei­te­re Lis­sa­bon-Kri­mis geplant wer­den.

 

Das meint Hauptdarstellerin Vidina Popov

 

Tejo und Lissabon sind Kulisse für den ARD-Krimi Dunkle Spuren mit Vidina Popov und Jürgen Tarrach
Mar­cia Ama­ya (Vidi­na Popov) ist mal wie­der ande­rer Mei­nung als ihr Chef Edu­ar­do Sil­va (Jür­gen Tar­r­ach).

 

Hier noch ein paar Zita­te von Vidi­na Popov aus ihrem Inter­view mit "Algar­ve für Ent­de­cker":

Zu Jür­gen Tar­r­ach: "Er bringt eine extre­me Emo­tio­na­li­tät und Melan­cho­lie ein. Wir ver­ste­hen uns wahn­sin­nig gut, haben uns gesucht und gefun­den. Uns ver­bin­det bei­spiels­wei­se die Lie­be zu Wien, zur Musik, zur Kunst, zu gutem Essen. Oft haben wir zu Thea­ter-, Kunst- und Lite­ra­tur-Fra­gen eine ähn­li­che Mei­nung. Das ist inter­es­sant, da wir doch unter­schied­li­chen Genera­tio­nen ange­hö­ren. Ich schät­ze sei­ne Groß­zü­gig­keit, sei­ne gute Lau­ne, sei­ne Wär­me und enorm gro­ße Wan­del­bar­keit als Schau­spie­ler. Am liebs­ten mag ich sei­nen Humor. Wir lachen viel, machen gern Wit­ze, neh­men uns gegen­sei­tig nicht so ernst".

Zu Rol­le mit Roma-Hin­ter­grund: "Mei­ne bul­ga­ri­schen Wur­zeln hel­fen mir sicher dabei, eine Roma-Figur glaub­wür­dig zu spie­len. Ich weiß als gebo­re­ne Öster­rei­che­rin mit bul­ga­ri­schen Eltern wie es ist, zwei Kul­tu­ren in sich zu tra­gen. Die Men­ta­li­tä­ten sind sehr ver­schie­den. Hier in Lis­sa­bon fühl­te ich mich sofort zu Hau­se, als wenn ich in einem ande­ren Leben hier schon ein­mal gewohnt hät­te".

Zur Spra­che: "Ich wür­de ger­ne Por­tu­gie­sisch ler­nen. Das könn­te schon pas­sie­ren, ja! Die Spra­che erin­nert mich oft ans Sla­wi­sche, das ich gut ken­ne – etwa das wei­che Aus­spre­chen des Ls oder die Zisch- und Nasal-Lau­te".

Zu Frei­zeit-Akti­vi­tä­ten in Lis­sa­bon: "Ich gehe viel spa­zie­ren, wan­de­re und lau­fe durch die Stadt. Zu Hau­se zu blei­ben, hält man in die­ser tol­len Metro­po­le am Tejo gar nicht aus. Oft gehen wir zu den Aus­sichts­punk­ten, zu den Mira­dou­ros, und genie­ßen die wun­der­ba­ren Son­nen­un­ter­gän­ge. Mein belieb­tes­ter Aus­sichts­punkt ist das Mira­dou­ro da Sen­ho­ra do Mon­te, weil man da so alles im Blick hat. Jür­gen Tarr­achs Favo­rit ist das Mira­dou­ro de São Pedro de Alcân­ta­ra. Wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten hat das Team in ver­schie­de­nen Woh­nun­gen mit­ten in der City gewohnt. Es ist schon gut, wenn man nach lan­gen Dreh­ta­gen am Abend so ein biss­chen sei­ne Pri­vat­sphä­re genie­ßen kann".

 

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *