Bekommt Algarve mehr große Events?

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João Fer­nan­des, der neue Prä­si­dent des Algar­ve-Tou­ris­mus, hat Gro­ßes vor. Eini­ge sei­ner ehr­gei­zi­gen Plä­ne stell­te er schon im ers­ten und zwei­ten Teil sei­nes Exklu­siv-Inter­views mit "Algar­ve für Ent­de­cker" vor. Jetzt, im drit­ten und letz­ten Teil, geht es nach der Her­aus­for­de­rung durch die Kon­so­li­die­rung der quan­ti­ta­ti­ven Ent­wick­lung, der Stei­ge­rung der Ertrags­kraft, den Zukunfts­pro­jek­ten im Natur- und Was­ser­sport-Tou­ris­mus und dem Wunsch nach Ver­jün­gung und Auf­fri­schung des Hoch­qua­li­täts-Images der Algar­ve um die­se The­men: Fol­gen der Wald­brand-Kata­stro­phe, mehr attrak­ti­ve Groß-Events im Bereich Kul­tur, Ver­bes­se­run­gen im Ver­kehrs­sys­tem und die Posi­ti­on der Regi­on in fünf Jah­ren.

 

Events wie Waldbrände überstrahlen das Natur-Image der Algarve
Immer wie­der trü­ben Wald­brän­de an der Algar­ve das Image einer intak­ten Natur an der Süd­küs­te Por­tu­gals. Foto: Joan­ne Fran­cis

 

Fra­ge: Wenn die vie­len Euka­lyp­tus-Mono­kul­tu­ren im Gebiet von Mon­chi­que, Sil­ves, Por­timão und Odemi­ra bren­nen und Anwoh­ner und Tou­ris­ten in Gefahr brin­gen – wie es beson­ders Anfang August der Fall war -, führt das zu star­ker Medi­en­be­richt­erstat­tung, auch im deutsch­spra­chi­gen Raum. Wie wird sich die Wald­brand-Kata­stro­phe Ihrer Mei­nung nach auf die zukünf­ti­ge Tou­ris­mus­ent­wick­lung in der (West-) Algar­ve aus­wir­ken?

 

Auf nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes achten

 

Events von internationaler Ausstrahlung schlägt RTA-Präsident Joao Fernandes vor
Joao Fer­nan­des, der neue Prä­si­dent der Tou­ris­mus-Orga­ni­sa­ti­on RTA. Foto: Publitu­ris

Fer­nan­des: Das wich­tigs­te Anlie­gen der an der Brand­be­kämp­fung im Raum Mon­chi­que betei­lig­ten por­tu­gie­si­schen Behör­den war der Schutz von Men­schen­le­ben. Und wir kön­nen bestä­ti­gen, dass wäh­rend des Bran­des kei­ne Men­schen ums Leben gekom­men sind und kei­ne Tou­ris­ten ver­letzt wur­den – haupt­säch­lich wegen der vor­beu­gen­den Eva­ku­ie­run­gen, die statt­fan­den. Der por­tu­gie­si­sche Kata­stro­phen­schutz reagier­te sofort wirk­sam, trotz der extre­men Wet­ter­be­din­gun­gen des Som­mers.

Aber natür­lich gilt es, immer dazu­zu­ler­nen. Wir müs­sen auf die Erhal­tung und nach­hal­ti­ge Bewirt­schaf­tung unse­res Wal­des ach­ten. Natur­ka­ta­stro­phen pas­sie­ren stän­dig auf der gan­zen Welt. Wir kön­nen sie nicht ver­mei­den und sie sind schwer vor­her­zu­sa­gen. Aber wir kön­nen ganz auf sie vor­be­rei­tet sein.

Alarmierende Wirkung der Waldbrand-Nachrichten abgemildert

Wäh­rend des Bran­des von Mon­chi­que haben wir in Part­ner­schaft mit Turis­mo de Por­tu­gal, dem Kata­stro­phen­schutz und der bri­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on Safe Com­mu­nities Por­tu­gal der aus­län­di­schen und hier ansäs­si­gen Com­mu­ni­ty sowie allen aus­län­di­schen Tou­ris­ten genau­es­ten Infor­ma­tio­nen gelie­fert. Das war auch wich­tig, um die alar­mie­ren­de Wir­kung der Nach­rich­ten­mel­dun­gen in inter­na­tio­na­len Medi­en abzu­mil­dern. Daher glau­be ich fest dar­an, dass unse­re gemein­sa­me Reak­ti­on auf die­ses Feu­er und das Enga­ge­ment jedes ein­zel­nen von uns – ins­be­son­de­re der Feu­er­wehr, der Gemein­den, der Frei­wil­li­gen und ande­rer – eine posi­ti­ve Bot­schaft an all jene sen­det, die nach wie vor an die Algar­ve kom­men.

Fra­ge: Spre­chen wir über Kul­tur: Wie wich­tig sind Groß­ver­an­stal­tun­gen, die in Euro­pa mehr Auf­merk­sam­keit her­vor­ru­fen kön­nen als klei­ne 365 Algar­ve-Events?

 

Events von internationaler Ausstrahlung könnten mehr Touristen an die Algarve ziehen
Die Algar­ve könn­te die gro­ße Büh­ne bie­ten für gro­ße Künst­ler aus aller Welt. Foto: Dolo Igle­si­as

 

Fer­nan­des: Wir möch­ten Groß­ereig­nis­se an die Algar­ve zie­hen. Aber die Ver­an­stal­tun­gen inner­halb des 365 Algar­ve-Pro­gramms sind sehr wich­tig, um Ein­woh­nern und Urlau­bern ein voll­stän­di­ge­res und zufrie­den­stel­len­des tou­ris­ti­sches Erleb­nis zu bie­ten. Das Kul­tur­pro­gramm 365 Algar­ve rich­tet sich an alle Arten von Publi­kum – von Fami­li­en über jun­ge Leu­te bis hin zu Rent­nern, aber auch an Leu­te mit spe­zi­fi­schen Vor­lie­ben wie Jazz oder New Cir­cus. 365 Algar­ve prä­sen­tiert kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen in ähn­lich hoher Qua­li­tät wie sonst auf der Welt.

Kultur-Events mit international vergleichbarer Qualität

Wir haben Pro­du­zen­ten, Schau­spie­ler und Musi­ker, die inter­na­tio­nal bekannt sind. Ein Bei­spiel ist LUZA, das Licht­fes­ti­val der Algar­ve. Dies war 2017 ein ein­zig­ar­ti­ges Ereig­nis, das ers­te sei­ner Art an der Algar­ve, das Licht­künst­ler aus der gan­zen Welt zu einem Spek­ta­kel der Illu­mi­na­ti­on zusam­men­führ­te. Das Luza-Fes­ti­val, das von dem welt­be­rühm­ten und an der Algar­ve woh­nen­den Licht-Desi­gner Beau McClel­lan orga­ni­siert wird, wird auch 2018 gro­ße Licht-Instal­la­tio­nen und inter­ak­ti­ve Licht-Dis­plays zei­gen und eine Kon­fe­renz beinhal­ten.

 

Schwächen im Verkehrssystem beheben – eins unserer wichtigsten Anliegen!

 

Fra­ge: Es gibt gro­ße Schwä­chen im Ver­kehrs­sys­tem der Algar­ve: TAP bie­tet kei­ne Non­stop-Flü­ge aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum nach Faro an, der Eisen­bahn-Ver­kehr mit sei­nem umwelt­schäd­li­chen Die­sel-Antrieb lei­det unter ver­al­te­tem Mate­ri­al, der Flug­ha­fen Faro ist mit vie­len umlie­gen­den Städ­ten nur durch Umstei­ge­ver­bin­dun­gen von Bus und Bahn ange­bun­den, die Durch­gangs­stra­ße N125 in ihrem öst­li­chen Teil ist in einem bekla­gens­wer­ten Zustand und es gibt immer noch ein sehr kom­pli­zier­tes Maut-Sys­tem für die EU-finan­zier­te Auto­bahn A22. Was unter­nimmt die Tou­ris­mus-Orga­ni­sa­ti­on RTA, um die Situa­ti­on für Tou­ris­ten zu ver­bes­sern?

Fer­nan­des: Dies ist ein sehr sen­si­bles The­ma für uns und eines unse­rer wich­tigs­ten Anlie­gen! Daher wird es not­wen­dig sein, eine Rei­he von Gesprä­chen zu füh­ren und mit den ver­schie­de­nen Ein­rich­tun­gen zusam­men­zu­ar­bei­ten, um für alle Algar­ve-Besu­cher einen Mehr­wert zu schaf­fen.

 

Events im Bereich Nachhaltigkeit und Natur sollen das Image der Algarve für Jüngere auffrischen
Mehr Anzie­hungs­kraft für jün­ge­re, an Nach­hal­tig­keit und Natur inter­es­sier­te Tou­ris­ten soll die Algar­ve ent­fal­ten. Foto: Omar Lopez

 

"Verjüngtes, nachhaltiges Exzellenz-Ziel"

Fra­ge: Was glau­ben Sie: Wel­chen Stel­len­wert wird die Algar­ve im tou­ris­ti­schen Wett­be­werb in fünf Jah­ren haben, im Jahr 2023? Was möch­ten Sie in die­sem Zeit­raum errei­chen?

Fer­nan­des: Ich fas­se kurz noch ein­mal zusam­men, was ich bereits gesagt habe: Wir möch­ten, dass die Algar­ve ein Exzel­lenz-Ziel ist, ver­jüngt und nach­hal­tig, und dass der Tou­ris­mus zum Wohl­erge­hen ihrer Bewoh­ner bei­trägt.

Herz­li­chen Dank für das aus­führ­li­che Gespräch, Herr Fer­nan­des!

 

Teil I des Inter­views erschien am 21. Sep­tem­ber unter dem Titel "Joāo Fer­nan­des: Algar­ve gewinnt an Wert!".

Teil II ver­öf­fent­lich­ten wir am 27. Sep­tem­ber unter der Über­schrift "Algar­ve braucht jün­ge­res Image".

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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