Ryanair-Streik: Viele Algarve-Urlauber betroffen

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Wie gut, dass Urlauber an der Algarve und anderswo heute meist ihr Smartphone dabeihaben: Denn der vom Flugbegleiter-Streik am 25. und 26. Juli betroffene irische Billigflieger Ryanair veröffentlicht für die Medien keine aktuelle und vollständige Übersicht über die ausfallenden Flüge. Gezielt werden nur die einzelnen Kunden selbst benachrichtigt – per E-Mail oder SMS. Damit deutsche Algarve-Urlauber nicht dauernd ihre E-Mails checken müssen, hat „Algarve für Entdecker“ die Folgen im Zusammenhang mit dem Ryanair-Streik recherchiert.

Es gibt einen Weg, um auf der Webseite des Unternehmens doch an Informationen über Flugstornierungen zu kommen. Er ist allerdings umständlich zu gehen: Man muss unter https://www.ryanair.com/de/de/travel-updates einzeln nachschauen, ob eine bestimmte Verbindung am 25. oder 26. Juli vom Ryanair-Streik in Portugal, Spanien, Belgien und Italien tangiert sein könnte.

 

Ryanair-Streik betrifft auch Flüge von und nach Faro an der Algarve
Auch der Flughafen Faro ist von Stornierungen wegen des Flugbegleiter-Streiks bei Ryanair betroffen. Foto: Hans-Joachim Allgaier

 

Danach ergab sich am Mittwochnachmittag folgendes Lagebild, das für geschätzt rund 2.000 deutsche Ryanair-Fluggäste mit Abflug- oder Zielflughafen in Portugal relevant sein dürfte.

Ryanair-Streik: Köln/Bonn-Flüge besonders betroffen

 

Ryanair-Streik mit Fluggästen die per E-Mail über Stornierungen informiert werden
Sitzenbleiben müssen Ryanair-Passagiere nicht unbedingt, denn die Airline informiert per E-Mail über Stornierungen und Umbuchungsmöglichkeiten. Foto: RTP

Ryanair-Flüge von Faro nach Deutschland

Als „storniert“ angezeigt ist für Mittwoch, den 25. Juli, nur der Flug nach Köln/Bonn (FR 2647, Abflug 6:45 Uhr). Für Donnerstag, den 26. Juli, zeigt die bestreikte irische Fluglinie die Flüge nach Frankfurt/Main (FR 4170, Abflugtermin 14:50 Uhr), Köln/Bonn (FR 2647, Abflugtermin 7:10 Uhr) und Bremen (FR 3669, Abflugtermin 15:15 Uhr) als storniert an. Für den Memmingen-Flug (FR 7481, Abflugtermin 16:30 Uhr) heißt es, er sei „geplant“. Da bei Normalbetrieb „pünktliche Landung“ vorhergesagt wird, sollten sich Memmingen-Passagiere erkundigen, welchen Status ihr Flug durch den Streik tatsächlich bekommt.

Ryanair-Flüge von Deutschland nach Portugal

Stornierungen zeigt Ryanair nur für Donnerstag, 26. Juli an. Betroffen sind die Faro-Flüge ab Bremen (FR 3668, Abflugtermin 19:55 Uhr), Köln/Bonn (FR 2658, Abflugtermin 11:40 Uhr) und Frankfurt/Main (FR 4160, Abflugtermin 19:40 Uhr).

 

Ryanair-Streik: Aufpassen, wenn Flug als “geplant” angezeigt wird

Der offenbar durch den Ryanair-Streik eher auf Unsicherheit hinweisende Status „geplant“ wird für Donnerstag, 26. Juli, für diese Abflüge nach Portugal angegeben:

Memmingen-Faro, FR 7482, Abflugtermin 14:00 Uhr

Frankfurt/Main-Lissabon, FR 1534, Abflugtermin 7:05

Frankfurt/Main-Porto, FR 1536, Abflugtermin 6:40 Uhr

Weiterflüge am Donnerstag, 26. Juli, zum Azoren-Flughafen Ponta Delgada gelten wohl durch den Rynair-Streik ebenfalls als nur „geplant“ für diese Strecken:

Lissabon-Ponta Delgada: FR 2623, Abflugtermin 10:55 Uhr, FR 2625, Abflugtermin 22:20 Uhr

Porto-Ponta Delgada: FR 2633, Abflug 16:50 Uhr

Laut portugiesischer Flugbegleiter-Gewerkschaft SPVAC sollen am ersten Tag des Streiks etwa die Hälfte der geplanten Ryanair-Starts und -Landungen auf portugiesischem Boden gestrichen worden sein. Gewerkschaftsfunktionär Bruno Fialho forderte im Rundfunk RTP die Regierung in Lissabon erneut auf, etwas gegen die – wie er es nannte – “Arbeitsdiktatur” der Fluggesellschaft zu unternehmen. Englischsprachige Medien in Portugal berichteten, allein in Faro seien am Mittwoch insgesamt zehn Ryanair-Flüge nach Großbritannien ausgefallen, darunter zum Beispiel auch Verbindungen mit Edinburgh, Manchester, Luton und Leeds.

Passagiere können sich an der Algarve bei der Ryanair-Station unter dieser Telefonnummer erkundigen, wie es aktuell um ihren Flug steht: (+351) 289 800 773. Die portugiesische Internetseite ist erreichbar unter https://www.ryanair.com/pt/pt/.

Der Airport Faro ist ansprechbar unter dieser Telefonnummer: +351 289 800 800. Seine E-Mail-Adresse: faro.airport@ana.pt.

Ryanair-Streik: Urlauber per E-Mail informiert

 

Übrigens hat eine vor einer Woche veröffentlichte Umfage gezeigt, dass tatsächlich sieben von zehn Deutschen ihr Smartphone im Urlaub immer dabei haben – für Urlaubsfotos vom Meer, Feriengrüße via Messenger, Videostreaming auf dem Hotelzimmer. „Unterwegs im Urlaub wollen sich viele auch über Freizeitangebote, Busfahrpläne, Abflugzeiten und Restaurants informieren können“, sagt Tourismusexpertin Miriam Taenzer vom IT-Verband BITKOM. Auf der Liste der beliebtesten Digitalgeräte ganz vorn liegt das Allround-Talent Smartphone. Sieben von zehn Befragten (73 Prozent) möchten im Sommerurlaub nicht darauf verzichten. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 91 Prozent. Das Tablet nutzen laut Umfragergebnis vier von zehn Bundesbürgern (41 Prozent) im Sommerurlaub, mehr als ein Drittel (37 Prozent) verreist mit Laptop. Die Kommunikation mit E-Mails zum Ryanair-Streik vertraut also genau darauf, dass die Kunden auch im Urlaub, z.B. an der Algarve, über ihre digitalen Geräte individuell ansprechbar sind.

Der letzte Ryanair-Streik liegt noch nicht sehr lange zurück – er fand zu Ostern, ebenfalls mitten im Ferienverkehr statt. Wir berichteten darüber in unserem Beitrag “Portugalflüge: Turbulenzen durch Piloten und Flugbegleiter”.

Ein anderer Billigflieger, Ryanair-Konkurrent EasyJet, eröffnete am Dienstag seine neue Verbindung Faro-Neapel. Dreimal wöchentlich pendeln Jets der britischen Fluggesellschaft künftig im Sommer zwischen der Algarve und der italienischen Stadt. Bereits im Juni hatte EasyJet die neue Route Faro-Mailand Malpensa in Betrieb genommen. Sie wird zweimal wöchentlich bedient. Im Winter will das Unternehmen von Faro aus auch viermal pro Woche ins britische Manchester fliegen. Von den Destinationen Lissabon, Porto, Faro und Madeira aus bietet das Unternehmen derzeit 63 Routen zu 33 verschiedenen Flughäfen in sieben Ländern an.

 

Ryanair-Streik mit vorausgegangener Streckeneröffnung bei EasyJet
Jungfernflug: Erster EasyJet-Flieger aus Neapel kommt an der Algarve auf dem Flughafen Faro an. Foto: Airline

 

Und noch ein Ereignis bewegte die Luftfahrt-Interessierten in Portugal in dieser Woche. Am Montag, 23. April, landete um 17 Uhr erstmals das größte Passagierflugzeug der Welt, ein Airbus A380, auf einem Flughafen des Landes. Auserkoren war dafür die ehemalige Luftwaffen-Basis Beja, die seit Jahren als Verkehrsflughafen dient. Hier ist die Start- und Landebahn lang genug für ein Flugzeug dieser Dimension. Die von Singapore Airlines gebraucht übernommene A380 der portugiesischen Fluggesellschaft HiFly wartet in Beja auf den Beginn ihres Einsatzes bei einem neuen Leasing-Kunden. Derzeit trägt sie eine Bemalung, die auf die Bedrohung von Korallenriffs aufmerksam macht.

 

Ryanair-Streik in der Woche der ersten Landung eines Airbus A380 in Portugal
Ein Doppeldeck-Airbus A380 der Fluggesellschaft HiFly landete erstmals in Portugal – auf dem Alentejo-Flughafen in Beja. Foto: privat

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

3 Gedanken zu „Ryanair-Streik: Viele Algarve-Urlauber betroffen

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