Dufte: Kläranlage Portimão stinkt nicht mehr

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Die Bewoh­ner der Algar­ve-Hafen­stadt Por­timão atmen auf. Sie haben end­lich eine neue, moder­ne Klär­an­la­ge bekom­men. Für Ein­woh­ner und Urlau­ber ist nun die Zeit zu Ende, in der es pha­sen­wei­se Geruchs­be­läs­ti­gun­gen bei ungüns­ti­ger Wet­ter­la­ge gab. Denn sämt­li­che Becken der seit 1982 arbei­ten­den alten Klär­an­la­ge waren offen gewe­sen. Noch in den Tagen unmit­tel­bar vor der Inbe­trieb­nah­me des neu­en Sys­tems durch Por­tu­gals Umwelt­mi­nis­ter João Pedro Matos Fer­nan­des hat­te es in Por­timão jeweils über meh­re­re Stun­den nicht wenig „gemüf­felt“…

Offi­zi­ell trägt die Klär­an­la­ge die Bezeich­nung Estação de Tra­ta­men­to de Águ­as Resi­duais (ETAR). Sie liegt, wie ihre nun deak­ti­vier­te Vor­gän­ge­rin, im Orts­teil Com­p­an­hei­ra. Von der Durch­gangs­stra­ße N125 aus ist sie – von Osten über die Ara­de-Brü­cke kom­mend – auf den Hügeln des süd­li­chen West­ufers am Boi­na-Zufluss zu sehen. Die Flä­che der ehe­ma­li­gen Klär­an­la­ge wird in einem gemein­sa­men Pro­jekt des Ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens Águ­as do Algar­ve  mit der Stadt Por­timão in einen Umwelt-Park umge­wan­delt, der sich über sechs Hekt­ar ent­lang des Flus­ses erstreckt.

 

Kläranlage in Portimao aus der Luft gesehen
Luft­bild mit Gesamt­an­sicht der neu­en Klär­an­la­ge in Port­i­mao. Screen­shot: Video Agu­as do Por­tu­gal

 

Moderne Kläranlage entstand in zwei Jahren

 

Die neue Klär­an­la­ge, deren Grund­stein vor genau zwei Jah­ren gelegt wor­den war, hat die Kapa­zi­tät, Abwas­ser von bis zu 140.000 Ein­woh­nern zu rei­ni­gen. Ange­schlos­sen an ihr Sys­tem sind die Krei­se Por­timão, Sil­ves und Mon­chi­que. Die Abwäs­ser aus Vieh­zucht­be­trie­ben im hüge­li­gen Hin­ter­land wer­den aller­dings nicht erfasst, so Medi­en­be­rich­te. Über die Inves­ti­ti­ons­sum­me für die neue Klär­an­la­ge gibt es unter­schied­li­che Dar­stel­lun­gen; die einen spre­chen von elf, die ande­ren von fast 14 Mil­lio­nen Euro. Bewäl­ti­gen wird die Anla­ge einen durch­schnitt­li­chen Durch­fluss von 32.000 Kubik­me­tern Abwas­ser pro Tag, in Spit­zen­zei­ten kön­nen es auch 47.000 Kubik­me­ter sein.

 

Kläranlage in Portimao reinigt Abwässer von bis zu 140.000 Einwohnern
Rei­nigt die Abwäs­ser von bis zu 140.000 Ein­woh­nern: Neue Klär­an­la­ge in Port­i­mao. Foto: Agu­as do Algar­ve

 

Das soll die Was­ser­qua­li­tät im Boi­na-Fluss, der bei Por­timão in den Ara­de mün­det, ver­bes­sern. Beson­ders die Som­mer­fe­ri­en-Gäs­te dürf­ten genie­ßen, dass die Hafen­stadt, die mit Fisch­fang und Fisch­ver­ar­bei­tung groß wur­de, künf­tig nur noch nach Sar­di­nen duf­ten soll und nicht mehr nach dem Pro­dukt ihrer Ver­dau­ung…

Das Werk zur Abwas­ser­be­hand­lung in Port­i­mao ist neben der eben­falls im Bau befind­li­chen neu­en Klär­an­la­ge Faro/Olhão eine der größ­ten Inves­ti­tio­nen in Sani­tär­sys­te­me in Por­tu­gal. Die ent­spre­chen­den Maß­nah­men waren für die Algar­ve bereits im Jahr 2003 pro­jek­tiert wor­den. Dies geschah mit dem Ziel, ins­be­son­de­re hohe Was­ser­qua­li­tät an Strän­den, Flüs­sen und Seen der Regi­on zu gewähr­leis­ten.

 

Nach Einweihung der Kläranlage noch Geld versprochen

 

Kläranlage in Portimao von Umweltminister João Pedro Matos Fernandes in Betrieb genommen
João Pedro Matos Fer­nan­des. Foto: Umwelt­mi­nis­te­ri­um

Umwelt­mi­nis­ter Fer­nan­des nutz­te sei­nen Ter­min in Por­timão, um im Orts­teil Alvor einen Ver­trag zur Ver­stär­kung des dor­ti­gen Dünen­gür­tels zu unter­schrei­ben. Wie schon kürz­lich bei der Besich­ti­gung von Sturm­schä­den vor Ort ange­kün­digt, sol­len die Maß­nah­men zwei Mil­lio­nen Euro kos­ten. Finan­ziert wer­den sie aus einem Akti­ons­pro­gramm, das Nach­hal­tig­keit und Effi­zi­enz in der Nut­zung natür­li­cher Res­sour­cen för­dert.

Der Umwelt­mi­nis­ter kün­dig­te in Por­timão auch an, 800.000 Euro für sol­che Kom­mu­nen der Algar­ve bereit­zu­stel­len, die Ende Febru­ar und Anfang März Sturm­schä­den an der Küs­te erlit­ten hat­ten. So soll Por­timão 65.000 Euro erhal­ten, um vor allem Geh­we­ge und ande­re öffent­li­che Infra­struk­tur, die betrof­fen wur­de, zu repa­rie­ren. Die größ­te Sum­me geht jedoch an die Stadt Olhão, für die 200.000 Euro vor­ge­se­hen sind.

Die 800.000 Euro für die Algar­ve sind Teil einer Gesamt­sum­me von 1,4 Mil­lio­nen Euro, die auf 25 Kom­mu­nen in Por­tu­gal ver­teilt wer­den. Der Umwelt­mi­nis­ter zeig­te sich zuver­sicht­lich, dass die Arbei­ten im Som­mer abge­schlos­sen sein wer­den. Unklar ist der­zeit noch, wie die Behe­bung der Schä­den in Faro finan­ziert wer­den soll. Hier hat­te die Stadt­ver­wal­tung eine Sum­me von 400.000 Euro ermit­telt.

 

Auf You­Tube zeigt ein gut 13-minü­ti­ges Video detail­lier­te Luft­auf­nah­men des neu­en Klär­werks von Port­i­mao.

Hans-Joachim Allgaier

Deutscher Journalist mit Know-how in Public Relations/Marketing/Corporate Communications - Portugal-/Algarve-/Alentejo-Liebhaber

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