Algarve für Entdecker präsentiert: Ana Moura auf Portugal- und erweiterter Europa-Tour 2014

Mach mit: Tei­le die­sen Bei­trag mit Freun­den!

 

Konzerte in Portugal, einigen anderen europäischen Ländern und Tunesien

Ana Moura
Ana Mou­ra, Bild Pau­lo Sega­da­es copy­right Crea­ti­ve Com­mons

Die F.A.Z. beschreibt ihre Kon­zer­te als "… ein magi­scher Moment zwi­schen Nost­al­gie, Sehn­sucht und Glück…", der Köl­ner Stadt­an­zei­ger nennt sie "…die sanf­te Qua­dra­tur des Krei­ses". Die New York Times schwärmt von ihren Stü­cken als "…eine Rei­he von klei­nen dra­ma­ti­schen Sprün­gen: Hoff­nungs­schim­mer, ein Hauch von Sinn­lich­keit, Pas­sa­gen der Melan­cho­lie…" und resü­miert: "Ana Mou­ras Fado lässt die Tra­di­ti­on die­ser Musik nie außer Acht, aber sie lebt im hier und jetzt."

Nach der aus­ge­dehn­ten "Desfado"-Tour im Jahr 2013 hat die welt­be­kann­te Fado-Sän­ge­rin Ana Mou­ra ihre Kon­zert­se­rie 2014 am 18. März im Lis­sa­bo­ner Coli­se­um ange­tre­ten, wo sie an zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Aben­den sang.

Nach einem wei­te­ren Gast­spiel am 21.3. im Coli­seu do Por­to, wird Ana Mou­ra für ein Kon­zert am 29.3. in der Köl­ner Phil­har­mo­nie gas­tie­ren. Neben einem Auf­tritt im August in Bad Hom­burg (lei­der bereits aus­ver­kauft) im Rah­men der Rhein­gau­fest­wo­chen,  wer­den vor­erst kei­ne wei­te­ren Kon­zer­te in Deutsch­land statt­fin­den. Schwei­zer Fans bzw. deut­sche und fran­zö­si­sche Anrai­ner dür­fen sich dage­gen freu­en über jeweils ein Gast­spiel in Zürich und Basel.

Wei­te­re Kon­zer­te in Euro­pa sind in Frank­reich, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, Nor­we­gen und noch ein­mal Por­tu­gal ter­mi­niert. Einen Abste­cher wird es auch nach Nord­afri­ka (Car­tha­ge / Tune­si­en) geben. Die aktu­ell bekann­ten Tour­da­ten haben wir für Sie in einer Lis­te am Ende die­ses Bei­tra­ges zusam­men­ge­stellt.

Wie bereits 2013 darf man erwar­ten, dass die groß­ar­ti­ge Sän­ge­rin nicht ein klas­si­sches Fado Kon­zert ablie­fert, son­dern vor allem Stü­cke aus ihrer neu­es­ten und span­nen­den Schaf­fens­pe­ri­ode (Album "Des­fa­do“" prä­sen­tie­ren wird. Dafür spricht auch wie­der die Aus­wahl ihrer excel­len­ten Live-Band mit den Musi­kern:

Ânge­lo Frei­re, por­tu­gie­si­sche Gitar­re
Pedro Soares, Gitar­re
André Morei­ra, Bass und Kon­tra­bass
João Gomes, Key­boards
Mario Cos­ta, Schlag­zeug, Per­cus­sion

Vor allem Ange­lo Frei­re, der erst 26 jäh­ri­ge Spie­ler der Gui­tar­ra Por­tu­gue­sa, begeis­tert das Publi­kum und die Kri­ti­ker mit sei­ner atem­be­rau­ben­den Spiel­wei­se auf höchs­tem tech­ni­schen Niveau. Frei­re ist mitt­ler­wei­le ein sehr begehr­ter Side­man. Bei den Kon­zer­ten der eben­falls  welt­weit berühm­ten por­tu­gie­si­schen Fado Sän­ge­rin Mari­za ist er ers­te Wahl.

 

Aktuelles Studio-Album "Desfado" markiert einen weiteren Meilenstein in Ana Mouras Werk

 

Mit dem Ende 2012 erschie­ne­nen, in Por­tu­gal äußerst erfolg­rei­chen Album "Des­fa­do" (dt. etwa: "Nicht-Fado") hat die 1979 gebo­re­ne Künst­le­rin die Gren­zen des Fado gesprengt ohne dabei des­sen Wur­zeln ganz zu ver­leug­nen. Dafür sorgt schon die stets anwe­sen­de Gui­tar­ra Por­tu­gue­sa mit ihrem typi­schen Klang, die auch den neu­en Songs Fado-Fee­ling ein­haucht.

Für das Album hat Ana Mou­ra mit der Crè­me de la Crè­me von por­tu­gie­si­schen Kom­po­nis­ten / Musi­kern sowie auch mit inter­na­tio­na­len Musi­kern, unter ande­rem Her­bie Han­cock, zusam­men­ge­ar­bei­tet. Die Pro­duk­ti­on des Albums ist Dank der Unter­stüt­zung des renom­mier­ten ame­ri­ka­ni­schen Musik­pro­du­zen­ten Lar­ry Klein vom Feins­ten.  Her­aus­ge­kom­men ist ein äußerst viel­fäl­ti­ges, z.T. jaz­zig ange­hauch­tes Album. Zwei Titel mit eng­li­schen Tex­ten zeu­gen auch sprach­lich von neu­en Wegen.

Hier eine erst­klas­si­ge Live-Auf­füh­rung des Titel­songs "Des­fa­do" aus dem por­tu­gie­si­schen Fern­se­hen.

ANA MOURA – "DESFADO" (ao vivo no 5 para a meia-noi­te)

 

Ana Mou­ras Alt-Stim­me steckt vol­ler Soul und Hin­ga­be. Ihre per­fek­te Into­na­ti­on ist sowie­so über jeden Zwei­fel erha­ben. Hier zum Hören eine wun­der­ba­re Inter­pre­ta­ti­on von Joni Mit­chells Song "A Case of You", eben­falls aus dem Album "Des­fa­do":

Ana Mou­ra – A case of you (Joni Mit­chell) – Le Live

Genau­so see­len­voll in Ana Mou­ras Mut­ter­spra­che zum Anhö­ren und Genie­ßen das Lie­bes­lied "Amor Afoi­to" (dt: küh­ne Lie­be)  aus dem glei­chen Album. Was für ein herr­li­cher Song, vol­ler Tie­fe und Hoff­nung über die Lie­be:

 

Ana Mou­ra *Des­fa­do #02* Amor afoi­to

 

Ana Mouras kontinuierlicher Aufstieg zum Gipfel der portugiesischen Musik

 

Inzwi­schen ist Ana Mou­ra ganz oben auf dem Olymp der por­tu­gie­si­schen Musik ange­kom­men. Im Mai 2013 erhielt sie Por­tu­gals wich­tigs­ten Künst­ler­preis, den Glo­bo d’Ouro, für die bes­te Musik des Jah­res. Bereits im Jahr 2010 hat sie die glei­che Tro­phäe als bes­te Sän­ge­rin gewon­nen. Und welt­weit gehört sie seit Jah­ren zu den Live Top-Acts aus dem west­lichs­ten Land Euro­pas. Sie pflegt umfang­rei­che musi­ka­li­sche Bezie­hun­gen zu natio­na­len und inter­na­tio­na­len Musik-Kol­le­gen auch aus Gen­res außer­halb der Fado Sze­ne. Erin­nert sei an den legen­dä­ren Büh­nen­auf­tritt  mit den Rol­ling Stones im Sta­di­on Avala­de in Lis­sa­bon 2007, als Ana Mou­ra gemein­sam mit Mick Jag­ger den Song "No Expe­ta­ti­ons"  sang.

Auch mit Prince ver­bin­det sie seit Jah­ren eine aus­ge­wie­se­ne Freund­schaft. Bei ihrem Kon­zert in Naza­ré (August 2013) stand der Meis­ter über­ra­schend für 20 Minu­ten mit sei­ner Gitar­re auf der Büh­ne. Musi­ka­lisch ein eher etwas zwie­späl­ti­ges Ereig­nis, wahr­schein­lich der feh­len­den  gemein­sa­men Vor­be­rei­tung geschul­det. Dage­gen ist die Ko-Ope­ra­ti­on der bei­den Prot­ago­nis­ten im fol­gen­den Clip "Dream of Fire" musi­ka­lisch sehr stim­mig und reiz­voll.

 

Ana Mou­ra *Pur­ple­Fire­Mix* (c/ Prince) Dream of fire

 

Mit Prince ist dem Ver­neh­men nach eine wei­te­re Zusam­men­ar­beit geplant. Die jewei­li­gen Plat­ten­fir­men müs­sen sich wohl noch abschlie­ßend dar­auf ver­stän­di­gen.

Die über die Welt ver­streu­ten por­tu­gie­si­schen Com­mu­nities bedient Ana Mou­ra ger­ne und regel­mä­ßig mit Live-Auf­trit­ten. In ande­ren Wor­ten: Ana Mou­ra ist immer da, wo Por­tu­gie­sen im Aus­land sind und ihre Popu­la­ri­tät wird dadurch wei­ter gestei­gert.

Sie ist ohne Fra­ge die expo­nier­tes­te Ver­tre­te­rin „jun­ger, wil­der“ Fadistas, die nicht mehr im Schat­ten der gro­ßen, zum über­wie­gen­den Teil ver­stor­be­nen Vor­bil­der blei­ben wol­len. Die­se neue Genera­ti­on löst sich von den alten Bil­dern, die sie nicht mehr nach­emp­fin­den kön­nen und erzählt in ihren Stü­cken neue, zeit­ge­mä­ße Geschich­ten. Dabei gelingt die­sem "Fado novo"  eine über­zeu­gen­de Echt­heit und Authen­ti­zi­tät, die den Ver­gleich zu den alten Lie­dern nicht im Gerings­ten  zu scheu­en braucht.

 

Einige Blicke zurück auf Ana Mouras musikalische Wurzeln und ihren Werdegang

 

Nach­dem die jun­ge Ana Mou­ra bereits zuvor in den Fado-Loka­len Lis­sa­bons auf­trat wur­de sie mit ihrem erst­ver­öf­fent­lich­ten Album im Jah­re 2003 "Guar­da-me a Vida na Mão" (dt: Bewah­re mein Leben in dei­ner Hand) einer brei­te­ren Öffent­lich­keit bekannt. Unmit­tel­bar nach Erschei­nen des Albums waren sich die Exper­ten einig, dass die­ser mit viel Talent geseg­ne­ten  jun­gen Frau eine gro­ße Kar­rie­re bevor­ste­hen könn­te.

Ein Titel aus jenem Album war gleich­zei­tig Ana Mou­ras defi­ni­ti­ves state­ment "Sou do fado, sou fadista" (dt etwa: Ich bin aus Fado, ich bin Fadista). Hier in einer berüh­ren­den Live Ver­si­on mit Stan­ding Ova­tions des Publi­kums aus einem Kon­zert im Cen­tro Cul­tu­ral Belem, Lis­boa im Jah­re 2007:

 

ANA MOURA – FADO LOUCURA (ao vivo no CCB)

 

Bereits 2004, beflü­gelt durch wei­te­re erfolg­rei­che Live-Auf­trit­te, leg­te sie mit dem Album "Acon­te­ceu" (dt. etwa: gesche­hen / ereig­net) nach. Im Stück "Fado de Pes­soa" lässt sich bereits die Fein­heit ihrer noch jun­gen Stim­me erken­nen:

 

Ana Mou­ra *Acon­te­ceu #1–05* Fado de Pes­soa

 

Drei Jah­re spä­ter (2007) erscheint das Album "Para Além da Sau­da­de" (dt: Jen­seits der Sau­da­de).

In die­sem, von der Kri­tik gefei­er­ten und auch kom­mer­zi­ell sehr erfolg­rei­chen Album mischen sich bereits auf gelun­ge­ne Wei­se tra­di­tio­nel­le Fados mit Songs im Fado-Stil und über­ra­schen­den lyrics. Ein schö­nes Bei­spiel ist die Ver­to­nung eines Gedich­tes von Fer­nan­do Pes­soa, aus wel­chem auch der Titel des Albums stammt:

"Vaga, no azul amplo sol­ta" (dt etwa: Wel­le, im losen, wei­ten Blau)

 

Ana Mou­ra /** Vaga no Azul**/

 

Die Live DVD "Coli­seu" (2008) ent­hält das legen­dä­re Kon­zert, das am 26. Juni 2008 im Coli­seu dos Recrei­os in Lis­sa­bon statt­fand. Spä­tes­tens ab die­sem Zeit­punkt war Ana Mou­ra unbe­strit­ten eine der erfog­reichs­ten Fadistas nicht nur in Por­tu­gal, son­dern auch im Aus­land. Dar­aus "O fado da pro­cu­ra" (dt: Fado der Suche):

 

Ana Mou­ra *2008 Coli­seu #14* O Fado da pro­cu­ra

 

Das Stu­dio-Album "Leva-me aos Fados"  (dt: füh­re mich zu den Fados) erschie­nen im Jah­re 2009 und Vor­gän­ger des aktu­el­len Albums „Des­fa­do“ war ein wei­te­rer Mei­len­stein der Künst­le­rin. Live prä­sen­tier­te sie des­sen Inhalt auf den ange­sag­tes­ten inter­na­tio­na­len Büh­nen und wur­de nun end­gül­tig zum Super­star. Musi­ka­lisch lote­te sie die Gren­zen des Fado wei­ter aus,  was man beim Titel "Que Dizer de Nós" (dt: Was es über uns zu sagen gibt) bereits deut­lich hören kann:

 

ANA MOURA – QUE DIZER DE NÓS

 

 

Aktuell bekannte Tourdaten von Ana Moura:

 

18 März         >  Lis­boa, Coli­seu dos Recrei­os com Antó­nio Zam­bu­jo (POR)

19 März         >  Lis­boa, Coli­seu dos Recrei­os com Antó­nio Zam­bu­jo (POR)

21 März         >  Por­to, Coli­seu do Por­to com Antó­nio Zam­bu­jo (POR)

29 Marz         >  Köln, Phil­ar­mo­nie (D)

31 März         >  Ams­ter­dam, North Sea Jazz Club (NL)

02 April          >  Rot­ter­dam, Lan­taren Vens­ter (NL)

03 April          >  Gent, Han­dels­be­urs (BEL)

04 April          >  Mon­ta­taire, Le Palace A Mon­ta­taire (FRA)

05 April          >  Ormesson-sur-Mar­ne, Cent­re Cul­tu­rel (FRA)

11 April          >  Car­tha­ge, Jazz in Car­tha­ge (TUN)

09 Mai            >  Zürich, Stadt­hal­le Die­ti­kon (SUI)

10 Mai            >  Basel, Thea­ter Basel (SUI)

04 Juli             >  Før­de, Før­de Fes­ti­va­len (NOR)

28 Juli             >  Cant­an­he­de, Expo­facic (POR)

10 August      >  Bad Hom­burg, Rhein­gau Musik­fes­ti­val (D)

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